"Is' mir mega peinlich" - Verkäuferin muss bei "Bares für Rares" beichten

Eine Überraschung der ganz besondern Art erwartete Horst Lichter am Dienstag bei "Bares für Rares": Die Verkäuferin hatte einen Teil ihres Objekts einfach zu Hause vergessen.

Für den Moderator war eigentlich alles da: "Süppchen, Fleischbesteck, da vorne haben wir noch Dessert." Nur Experte Albert Maier war verwirrt und zählte die Stücke nochmal ganz genau durch.
Dabei kam der Experte zu dem Schluss: "Es fehlt leider Gottes ein Messer!" Zwar handelte es sich bei dem Besteck um ein Konvolut von zwei verschiedenen Herstellern, das erklärte jedoch nicht, dass bei einem der beiden Sets ein Messer fehlte.
Jetzt sprudelte es aus Sylvia Mathäa heraus: "Jaaa, das Messer ist vorhanden. Das hab ich entweder zu Hause vergessen oder liegen lassen." Peinlicher Moment für die Krankenschwester aus Lengerich - und das vor laufender Kamera.
Horst Lichter war entsetzt: "Ja, isses denn möglich?" Die Verkäuferin entschuldigte sich für ihre Schusseligkeit: "Is' mir auch mega peinlich."
Aber gut. Kann passieren. Immerhin war das Silber sehr hübsch und 450 Euro wert. Das vermisste Messer bekam der Händler eben nachgeschickt - sofern überhaupt jemand ein unvollständiges Set kaufen wollte.
Susanne Steiger (Bild) stellte es zuerst fest: "Für drei Personen ist es eigentlich" Frau Mathäa korrigierte: "Für vier Personen." Julian Schmitz-Avila war verwirrt: "Drei. Wir haben hier zumindest nur drei von den großen Messern."
Auch hier musste die Verkäuferin noch einmal ihr Missgeschick beichten: "Ich denke, dass es irgendwo noch zu Hause liegt, leider." Fabian Kahl (Mitte) wollte sich vor dem Kauf vergewissern: "Also könnte man es noch zusenden?"
Mit einem Startgebot von 500 Euro sollte er auch der Einzige bleiben, der überhaupt Interesse zeigte. Mehr als der Schätzwert - eine erfreuliche Entschädigung für die Peinlichkeit.
Gut bezahlt war außerdem ein geräumiger Überseekoffer von 1900 bis 1910: 320 Euro machten den Verkäufer sehr glücklich, denn er hatte sich nur 50 Euro erhofft.
"Daphne", eine surrealistische Zeichnung des bekannten deutschen Künstlers Mac Zimmermann aus dem Jahr 1950, brachte trotz Original nur 450 Euro.
Zum Ladenhüter wäre fast eine unbenutzte Petroleumlampe von etwa 1900 geworden. Mit Müh' und Not ließen sich die Händler 60 Euro aus dem Geldbeutel ziehen.
Und ein pompöser Statement-Ring aus Gold mit Amethyst aus den 1960er- oder 70er-Jahren erzielte satte 600 Euro.