"Er hat 35 Jahre bei uns gehangen, das ist lange genug" - so sprach die bessere Hälfte des Verkäufer-Duos über das Mitbringsel, welches am Donnerstag sperrig im "Bares für Rares"-Studio stand. Zwischen den Zeilen war überdeutlich, was Sonja Blume damit sagen wollte: Sie fand den güldenen Spiegel alles andere als dekorativ.

"Die Meinungen zu dem Spiegel waren immer sehr divers", formulierte ihr Gatte Sebastian, ebenfalls dezent. Immerhin den Geschmack von Horst Lichter traf der XXL-Wandschmuck: "Ich habe schon viele Spiegel in meinem Leben gesehen, aber so ein Prachtexemplar noch nicht", schwärmte der Moderator. Detlev Kümmel dagegen betrachtete das Spiegelbild nüchtern und musste vermelden: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Sondern Blattgold und Ölvergoldung.

Die zweite schlechte Nachricht: Es ist nicht alles alt, was alt aussieht. Das Verkaufsobjekt sähe zwar im ersten Moment aus wie Klassizismus des 18. Jahrhunderts, sei aber aus der Ära des Historismus - um 1860 bis 1900. "Na immerhin, schon ganz schön alt", so das lapidare Fazit Horst Lichters. Immerhin: Der Schätzpreis von Detlev Kümmel lag ungefähr bei der Schmerzgrenze des Ehepaars.

Doch die wurde dann deutlich übertroffen, wie die Bildergalerie zeigt:

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Um diesen Spiegel lieferten sich zwei "Bares für Rares"-Händler ein irres Gefecht

Ob er eine Vorahnung hatte? Der Verkäufer eines Spiegels hoffte, dass sich einer der "Bares für Rares"-Händler in seinen Spiegel verliebt und dementsprechend einen hohen Preis bezahlt. Wie sich herausstellte, hatte er Glück ...

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