Kleiner Ring, große Sensation: Spezielles Schmuckstück fasziniert Horst Lichter

Horst Lichter war von der spannenden Geschichte eines geheimnisvollen Rings fasziniert. Erfahren Sie in unserer Bildergalerie, was hinter dem mysteriösen kleinen Ring steckte.

Horst Lichter erkannte auf Anhieb: „Ich sehe, es geht um einen kleinen Ring.“ Doch von wegen „klein“: Das Schmuckstück sollte sich bald schon als große „Bares für Rares“-Sensation entpuppen ...
Den Ring hatte Michael Theiß aus Norderstedt von seinem Großonkel geerbt. Dazu gab es eine außergewöhnliche Geschichte: „Er war Kellner im Kaffeehaus Vaterland. Er hat dort bedient, und ein Gast konnte seine Rechnung nicht bezahlen.“
Genau so war es. Wer der Besitzer war, ist bis heute unbekannt. Und den Wert wollte Herr Theiß nun von Heide Rezepa-Zabel erfahren. „Das ist ein Bandring“, begann sie ihre Expertise.
Gold, Platin und Diamanten im Altschliff deuteten auf eine Entstehungszeit um 1900 bis 1920 hin. In den 80er-Jahren wurde der Ring jedoch vermutlich umgearbeitet. Horst Lichter war fasziniert: „Ein Ring voller Geheimnisse, huiuiui!“
Bisher war das größte Geheimnis jedoch sein Wert. Heike Theiß meinte: „100 Euro wären für uns in Ordnung.“ Da hatte Heide Rezepa-Zabel aber was Besseres auf Lager ...
Denn die Expertin schätzte den Ring auf 800 bis 900 Euro! Eine schöne Überraschung für das Verkäuferpaar - und auch für Horst Lichter: „Neee! Was man als Kellner alles kriegen kann! Wahnsinn!“ Doch im Verkaufsraum ging sogar noch mehr ...
Denn das Schmuckstück zog die Händler magisch an. Daniel Meyer (Mitte) war direkt hypnotisiert: „Huiuiuiuiui, großes Kino!“ Auch Lisa Nüdling (zweite von links) schwärmte: „Ein ganz klassischer, schöner Bandring!“
„Das ist ja auch ein alter Ring. Der hat Geschichte“, hob Meyer die Besonderheit hervor. Kein Wunder, dass die Gebote schnell nach oben schossen.
Der neue Händler in der Runde, David Suppes, krallte sich das gute Stück schließlich für 1.100 Euro: „Her mit dem Ring! Mein Schatz!“ Damit hatte das Verkäuferpaar im Traum nicht gerechnet: „Das war eine Riesenüberraschung! Wir haben uns wahnsinnig gefreut!“
Grund zur Freude gab es auch beim Verkauf einer Porzellanfigur von Giovanni Battista Pedrozzi aus dem Hause KPM aus dem Jahr 1969, die 250 Euro einbrachte.
200 Euro gab es für einen Kinderwagen von Härtel aus Berlin etwa aus dem Jahr 1910.
Ein Silber-Trio aus Becher, Kelch und Puderdose übertraf mit 520 Euro die Expertise.
Ein Landschaftsgemälde des bekannten Malers Wilhelm Nabert von 1900 ging für 1.000 Euro über den Tisch.
Und fünf mehr oder weniger gute Emaille-Schilder aus den 40er Jahren erzielten 900 Euro.