Spezialgürtel bei "Bares für Rares": Darum zog sich ein Verkäufer aus

Anfangs verlief die Trödel-Show am Freitag wie immer: Horst Lichter und sein Experte schauten sich bei "Bares für Rares" ein Objekt genauer an, das verkauft werden sollte. Doch im Händlerraum geschah etwas völlig Unerwartetes. Mehr dazu in der Bildergalerie.

Horst Lichter und Sven Deutschmanek begutachteten eine Rarität, die gleich bei den Händlern verkauft werden sollte. So weit lief eigentlich alles wie immer bei "Bares für Rares". Doch plötzlich kam alles anders als erwartet ...
"Was ist das in Gottes Namen?" Horst Lichter gefiel die mitgebrachte Kaminuhr nicht besonders. "Soweit ich weiß, ist das eine Augenwenderuhr", erklärte der Grafikdesigner Wilhelm Völp aus Maintal seinen Fund vom Antikmarkt.
Die Augen der Figur schielten im Sekundentakt hin und her. "Oh Gott, das sieht aber bisschen gruselig aus", musste der Moderator gleich wieder wegsehen.
Sven Deutschmanek fing mit der Expertise an: "Der gute Herr heißt eigentlich John Bull. Eigentlich ist das eine Satirefigur gewesen, die von einem Arzt und Satiriker im 17.,18. Jahrhundert erfunden wurde." Die Uhr war jedoch lange nicht so alt, sondern stammte aus den 1970er-Jahren.
Doch Horst Lichter hörte schon gar nicht mehr zu. Etwas anderes hatte seine volle Aufmerksamkeit - die Lendenregion des Verkäufers: "Ich seh da die ganze Zeit was. Normalerweise guck ich da nie hin. Aber zeig mal ..."
Nein, es war keine offene Hose: Herr Völp trug eine "Bares für Rares"-Gürtelschnalle! Stolz zeigte er das gute Stück: "Ich bin Fan der Sendung und hab mir diese Schnalle selbst aus Aluminium gegossen." Lichter war begeistert: "Davon bin ich schon mal absolut fasziniert."
Das waren auch die Händler. Denn Herr Völp durfte seine Uhr mit einem Schätzwert von 150 bis 200 Euro präsentieren. Allerdings wollten die Händler etwas ganz anderes haben ...
Wolfgang Pauritsch (l.) stach die Gürtelschnalle zuerst ins Auge: "Was haben Sie für einen tollen Gürtel?"
"Aha! Der Mann hat Kultur!" Auch Walter Lehnertz war gierig auf das glänzende Stück. "Auf den Gürtel geb ich nen Hunderter!" Waldi wollte lieber die Schnalle haben, als das eigentliche Kaufobjekt.
Für 400 Euro zog Herr Völp den Gürtel aus. "Das freut mich jetzt. Weil des ein Unikat ist", strahlte der glückliche Käufer Ludwig Hofmaier.
Für Begeisterung und einen Gewinn von 720 Euro sorgten auch eine Anstecknadel und ein Ring aus Gold mit Edelsteinen von etwa 1910.
Für 150 Euro kauften die Händler ein Butzenscheibenfenster aus dem Jahr 1880.
Für ein Hirsch-Relief aus Zinnguss aus dem Jahr 1907 löhnten sie 250 Euro.
Für zwei Porzellanfiguren aus Meißen gab es sogar 800 Euro.
Und für einen Goldarmreif mit Altschliffdiamanten waren 1.350 Euro drin.