Bei diesen Vasen täuschte Horst Lichter sein Bauchgefühl mächtig

Trotz Elfenbein und Silber: Diese zwei Erbstücke waren längst nicht so wertvoll, wie es Horst Lichter gerne gesehen hätte.

Trödel-Spürnase Horst Lichter nahm Witterung auf: "Ohhh, schöne Vasen!" Der "Bares für Rares"-Moderator vermutete sogar richtig teure Stücke, deren Wert den Verkäufer überraschen könnten. Doch es kam ganz anders ...
Dieter Margenburg wollte mehr über die Erbstücke erfahren: "Die stammen aus dem Nachlass meiner Eltern. Jetzt würde ich mich dafür interessieren, wie alt sie sind, wo sie herkommen und ob es sich dabei um eine Silberlegierung handelt." Dr. Heide Rezepa-Zabel half weiter.
Das sogenannte Silver-Overlay war selten zu finden, denn "das konnten damals nicht allzu viele". Die Vasen stammten nämlich aus der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen 1945 bis 1949.
Klang alles vielversprechend. Horst Lichter interessierte noch der Zustand: "Hast du irgendwelche Bestoßungen, Beschädigungen, Risse oder Ähnliches entdecken können?" Rezepa-Zabel verneinte: "Nein, habe ich nicht sehen können."
Der kaufmännische Angestellte aus Oberhausen äußerte vorsichtig seine Preisvorstellung: "Ich würde mir wünschen ... so 200 Euro." Horst Lichter hielt das für viel zu bescheiden: "Aaach, du, da hab ich ein gutes Bauchgefühl!" Bei der tollen Expertise sollte doch auch ein vernünftiger Preis herauskommen!
Doch dann kam die Ernüchterung. Heide Rezepa-Zabel hielt nur 140 bis 160 Euro für realistisch. Ein Schock für den sonst so treffsicheren Moderator.
Lichter war ganz enttäuscht: "Ach, das tut mir aber leid. Ich dachte das wird jetzt der Mega-Hammer, pro Vase 200." Zum Glück trug es der Verkäufer mit Fassung: "Das ist nicht schlimm, Horst."
Im Händlerraum musste er noch weiter nach unten gehen, denn Markus Wildhagen war mit 130 Euro der Höchstbietende. Trotzdem war Herr Margenburg glücklich über den Verkauf: "Die Verhandlungen liefen prima. Ich bin zufrieden."
Ebenfalls verkauft wurde eine Stundenbuchseite aus dem 15. Jahrhundert, die vermutlich aus Frankreich stammte. Für die uralte Rarität gab es 400 Euro.
Für ein Falt-Monokular aus den 1950er-Jahren, das in der ehemaligen DDR von Carl Zeiss Jena gefertigt wurde, gab es 100 Euro.
Ein dänisches Designer-Besteck aus den 1950er- oder 60er-Jahren wechselte für 250 Euro den Besitzer.
Und ein goldenes Schmuckset aus Indien, das aus fünf Teilen bestand und in den 1980er-Jahren produziert wurde, trieb die Händler auf 2.900 Euro nach oben.