In Folge fünf von "Bauer sucht Frau" will Tiwaporn ihren Bauern Klaus mit thailändischem Essen verwöhnen. Doch dieser hasst Gemüse. Auch in Namibia und im Westerwald betreten liebestolle Landwirte kulinarisches Neuland. Und in der Schweiz bringt eine Ziege fast den Bergbauernhof zum Einsturz.

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Am vergangenen Dienstag wurde hier an gleicher Stelle die Frage in den Raum geworfen, wie RTL angesichts der Harmonie auf allen Höfen die verbleibenden Folgen von "Bauer sucht Frau" mit spannenden Inhalten zu füllen gedenkt.

Offenbar stellten sich die Sendungsmacher diese Frage auch und stolperten dabei über ein altes Sprichwort: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Und so werden am Montagabend gleich an mehreren Standorten liebestolle Bauern mit exotischen Speisen konfrontiert.

Zuerst erwischt es den waschechten Westerwälder Uwe und seinen Vater Joachim. Kandidatin Iris hat chinesisches Essen besorgt, das die beiden Bauern mit Stäbchen verspeisen sollen. "Man kann ja nicht immer nur Schnitzel essen", sagt Uwe und lässt sich auf das kulinarische Abenteuer ein.

Dabei schlägt sich der ansonsten eher tapsige Bauer ("Ich mag dein Parfüm nicht. Und ich glaube die Kühe auch nicht. Aber du riechst verhältnismäßig gut.") erstaunlich tapfer. Auch der Vater ist von dem Essen aus Fernost angetan.

Später veranstaltet er noch eine Party mit anderen Westerwäldern für seine Auserwählte. Diese zeigt den Partygästen ihr Hobby Bauchtanz. Uwe ist begeistert. "Beim Bauchtanz waren sämtliche Hemmungen weggeblasen", erklärt er.

Liebes-Krise bei "Bauer sucht Frau"?

Ganz anders läuft es beim herzlichen Hessen Klaus, wo sich erstmals dunkle Wolken zeigen. Seine Tiwaporn kocht ein Gericht aus ihrer Heimat Thailand, mit viel frischem Gemüse.

Klaus stellt sich schon beim Gemüseschnippeln ziemlich ungeschickt an. Der Bauer verblüfft daraufhin mit der Aussage, dass er seit 57 Jahren weder Gemüse geschnitten noch gegessen habe. "Ich habe vor Gemüse mehr Angst als vor einer Frau", erklärt der 57-Jährige: "Mer schmeckt's halt net." Lustlos schiebt er das Gemüse weg und isst nur trockenen Reis.

Doch die bislang immer freundliche Tiwaporn zieht die Daumenschrauben an. "Er ist wie ein kleiner Junge, dem die Mama sagt: Du musst Gemüse essen", erklärt die 44-Jährige: "Ich bin sauer und enttäuscht."

Tiwaporn will jeden Tag gesund kochen, Klaus reicht Gemüse einmal im Monat. Und das ist für den Bauern schon ein Kompromiss.

Auch was Sport angeht, ist Klaus ein absoluter Anfänger. Als Tiwaporn im Jogging-Ooutfit erscheint und mit dem Bauer eine Runde drehen will, behält dieser Jeans und Arbeitsstiefel an. Nach 400 Metern wird er von der Marathonläuferin bereits abgehängt, der herzliche Hesse scheint kurz vor dem Herzinfarkt zu stehen.

Tiwaporn will täglich laufen, am liebsten 20 Kilometer. Der Bauer verspricht immerhin, jeden zweiten Tag 10 Kilometer mitzulaufen. Ob er dieses Versprechen halten kann? Oder droht gar eine Liebeskrise?

Gerald kennt kein Basilikum

Zurück in die Küche. Auch der attraktive Farmer Gerald scheint ein kulinarischer Tiefflieger zu sein. Anna will mit ihm auf der Ranch in Namibia Spaghetti Bolognese kochen und hat neben einer Gewürzmischung aus der Tüte auch Basilikum mitgebracht. Der Bauern-Bachelor rätselt, was das ist und ist auch einer Geschmacksprobe ahnungslos.

"Grünzeug ist Grünzeug. Alles ist das Gleiche", sagt Gerald und wirkt weitaus weniger glamourös als bei seiner Vorstellung und auf dem Scheunenfest. Schließlich gelingt es mit viel Hilfe von Anna, das einfache Gericht fertigzustellen.

Doch die Entzauberung des attraktiven Farmers geht weiter. Er isst doch glatt Spaghetti mit Messer und Gabel. Anna, die ziemlich verliebt zu sein scheint, findet es lustig.

Da hat Gerald gerade nochmal Glück gehabt.

Glückliche Bauern überall

Ansonsten ist eigentlich alles wie immer in dieser Staffel. Harmonie überall. Die gelernte Melkerin Sigrid massiert den einsamen Hobbybauer Reinhold, ein Stallhase wird auf den Namen Bruno getauft. Sigrid will Reinholds Garten auf Vordermann bringen, was mit einem denkwürdigen Kommentar aus dem Off versüßt wird: "Sigrids Gefühle scheinen zu wachsen wie Gemüse in einem gepflegten Garten."

Auch beim sympathischen Milchviehhalter Klaus Jürgen ist die Welt rosarot. Selbst die Mutter hat Frieden mit Kandidatin Christa geschlossen.

Das übliche "Bauer sucht Frau"-Programm wird abgespielt. Christa hilft beim Ausmisten und verpasst Klaus Jürgen eine Schönheitsbehandlung. Am Ende verspricht sie ihm bei einem Glas Sekt, auf seinen Hof zurückzukehren.

Auch bei Benny, dem treuen Traktorenfreund, scheint nichts anzubrennen. Seit dem Scheunenfest haben sich der Bauer und seine Nadine nicht wiedergesehen. Aber beide wirken verliebt und scheinen nicht unbedingt großes Trash-TV-Unterhaltungspotenzial zu haben.

Marlies verzeiht André alles

Ganz anders als der charmante Schweizer Andrè, dessen romantisches Chalet in den Bergen sich mehr und mehr als apokalyptischer Ort entpuppt.

Zunächst ist die Gasflasche leer, die den Herd betreibt. Und die Ersatzflasche auch. "Isch kann nischt dafür...So ist Leben", erklärt Andre.

Einfach mal schnell eine neue Gasflasche holen, ist leider nicht möglich, denn auch das Auto des Bergbauern ist ja bekanntlich ebenfalls schrottreif. Also gibt es statt warmem Essen Brot und Bier aus dem Krug.

Doch es kommt noch schlimmer. Denn das ganze Haus ist einsturzgefährdet. Wie André berichtet, hat seine größte Ziege einen tragenden Pfeiler gerammt. Für einen kurzen Augenblick fürchtet Marlies um ihr Leben.

Mit einer provisorischen Reparatur behebt der Schweizer den Schaden und schon ist seine Auserwählte wieder glücklich. Die Kandidatin ist nämlich bis über beide Ohren in ihren Bergbauern verliebt. Dieser Umstand lässt Marlies über die katastrophalen Zustände hinwegsehen.

Das zeigt sich auch am Ende der Sendung noch einmal, als André Ziegenkäse anrührt. Marlies kann es nicht mehr abwarten und probiert die saure Molke, die eine Vorstufe des fertigen Käses und sicherlich nicht lecker ist. Doch sogar die Molke versetzt Marlies in Ekstase.

Vielleicht sollte sich der gemüsehassende Hesse Klaus daran mal ein Beispiel nehmen. Denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.

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