"Bauer sucht Frau International": "Arbeitstier" Emanuel vergrault seine Hofwochen-Besuche

Massenflucht vom Gnadenhof: In Österreich entpuppt sich Emanual als unglücklichster Bauer der "internationalen" Variante von "Bauer sucht Frau". Der Landwirt ist einfach zu arbeitswütig. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Große Aufregung auf dem Gnadenhof von Bauer Emanuel in Österreich: Kaum angekommen, machten sich die ersten Frauen schon wieder aus dem Staub. Der Grund für die agile Farmflucht? Der gebürtige Schweizer liebt vor allem seine Tiere und seine Arbeit: "Das ist ein Fass ohne Boden", stöhnte Bewerberin Bianca. Wird Emanuel sie halten können?
Fahrlehrerin Bianca hatte zwar ein Auge auf den Bauern geworfen - doch es gab aus ihrer Sicht ein großes Problem: Emanuel geht voll und ganz in seiner Arbeit auf dem Gnadenhof auf: "Der ist ein Arbeitstier!" Doch um 5 Uhr in der Früh aufstehen und bis spät abends malochen ist nicht Biancas Traum: "Das passt einfach nicht", eröffnete sie Emanuel.
Da waren es schon zwei: Denn am Morgen hatte sich bereits Bewerberin Claudia vom Hof gemacht. Auch die Journalistin konnte sich eine Zukunft an der Seite von Emanuel und seinen Tieren nicht wirklich vorstellen. "Ich sehe hier keine Zukunft", stellte sie fest. Emanuel war "schon a bisserl schockiert".
In Neuseeland läuft es bei Imker Daniel und Bewerberin Maria unterdessen geschmeidiger: Konkurrentin Katja war auf dem Heimflug, und Daniel zeigte, dass er doch nicht komplett verschüchtert ist. Erst brachte er Maria Frühstück, dann fuhren sie gemeinsam an einen See zum Zelten. Bei Outdoor-Fan Maria konnte der Bauer damit punkten.
"Ich habe sicherheitshalber zwei Zelte mitgebracht", so der Bauer. Doch Maria entschied nach einem Blick: "Da passen wir beide rein!" Nach einem gemeinsamen Angelausflug zum See gab sich Daniel dann einen Ruck: "Du hast da ein Haar", sagte er und beugte sich zu Maria, um sie zu küssen. Die war überrascht aber happy.
Die lebenslustige Hühnerfarmerin Vivien "Viv" muss in Australien auch langam eine Entscheidung fällen. Nachdem sich Bewerber Jörn vergangene Woche selbst aus dem Rennen genommen hatte, versuchten der sensible Rüdiger und der selbstbewusste Sebastian weiter, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Bei einem Reitausflug stellte Viv die zwei auf die Probe.
Auf ihre Frage, wie ein gemeinsamer Traumtag aussehen könne, hatte Rüdiger aber nur Plattitüden parat. Spätestens da stand Vivs Wahl fest: Sie schickte "den lieben" Rüdiger nach Hause. Der war geknickt: "Das ist einer von den schwärzesten Tagen heute", sagte er. Vivien hatte ihm zuvor gesagt, dass es "einfach mit der Energie nicht stimmt".
Eher ein Energielevel teilt sich die qurilige Viv mit Sebastian. Der 38-Jährige beendete das, was Konkurrent Rüdiger angefangen hatte: Er machte Viviens Cabrio wieder flott - nicht ohne seinen Ex-Konkurrenten zu dissen: "Danke Rüdiger fürs Putzen. Aber jetzt fahre ich mit der Vivien der Sonne entgegen."
Allerdings hegte die Farmerin Zweifel, wie ernst es Sebastian mit ihr sei: "Ich weiß noch immer nicht, ob du nicht einfach nur gewinnen willst?", fragte sie. Sebastian überzeugte sie schließlich mit einer Kette als Geschenk - und ging dann augenzwinkernd aufs Ganze: "Jetzt muss ich dich leider küssen."
Erst ganz am Anfang seiner Liebessuche steht Bauer Reiner aus Ungarn. Der selbsternannte Cowboy hatte sich für zwei Bewerberinnen entschieden: die dunkelhaarige Tanja und die blonde Verena, laut Reiner "zwei zuckersüße Mäuse". Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hof lud Reiner seine Damen zu Kaffee und Kuchen ein ...
Doch Tanja (links) wollte nichts essen. Grund genug für Reiner, eine Kostprobe seines seltsamen Humors zu zeigen: "Das Englein ist schüchtern! Englein sind nie schüchtern, du stehst hier neben Gott." Verena "durfte" sich direkt von "Gott" füttern lassen. "Das hätte noch warten können, bis man sich besser kennt", sagte sie danach.
Auf dem Hof angekommen, gab es für die Frauen identische Geschenke - unter anderem einen Kochlöffel. "Das war wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl", vermutete Tanja. Über den Traumfänger freute sie sich hingegen. "Vielleicht komme ich ja in deinen Träumen vor", wanzte sich Reiner erneut ran. Während Tanja lachte, verzog Verena das Gesicht.
Beim Reitausflug stieß den beiden Bewerberinnen der Ton des Bauern erneut auf: "Das war eine One-Man-Show", sagte Verena, "es gilt nur seins und sonst keins." Auch Tanja störte sich daran, dass Reiner unentwegt Befehle erteilte, statt Interesse zu zeigen. "Das wirkt schroff, aber so bin ich halt", versuchte er sich zu verteidigen.
In Indien näherten sich Farmer Ashok und Yogalehrerin Myria weiter an. Morgens molk Myria im Kuhstall die Milch für den Kaffee selbst. Ashok: "Du bist eingestellt." Abends ging es romantischer zu beim gemeinsamen Yogatraining am Strand. "Natürlich ist es schwer, sich zu konzentrieren, wenn man so eine Granate wie Myri vor sich hat", so Ashok.
Und auch bei Myria schien es gefunkt zu haben: "Ich bin so glücklich, dich kennengelernt zu haben", schwärmte sie. Abends lud Ashok sie zu einem Strandspaziergang ein. Arm in Arm lagen die Beiden im Sand - zu mehr kam es (vorerst) nicht. "Vielleicht muss ich mal nachhelfen, wenn er nicht in die Pötte kommt", lachte Myria.
Vor einer Entscheidung stand auch Bauer Gerhard in Südafrika. Vor allem Orchestermusikerin Birgit wollte nicht länger im Ungewissen gelassen werden. Beim gemeinsamen Grillen flirtete sie offensiv mit dem Farmer: "Du machst Anweisungen, ich führe aus." Gerhard: "Möge das immer so bleiben!" Birgit: "Das habe ich jetzt nicht gehört."
Konkurrentin Regine hatte weniger Glück bei Gerhard: Als der erfuhr, dass die Bewerberin frühestens in drei Jahren zu ihm ziehen könne, weil sie noch eine minderjährige Tochter zuhause hat, war für ihn die Entscheidung klar: Regine musste sich verabschieden. Gemeinsam eröffneten sie Birgit die für sie frohe Botschaft.
In Namibia warten Freia (links) und Edith hingegen noch immer auf eine klare Ansage von Bauer Sigi. Der 71-Jährige scheint jedoch keine Eile zu haben, sich in die Karten schauen zu lassen. Er genoss die Aufmerksamkeit und die Gemüsesuppe, die seine beiden Damen gemeinsam aus Resten gekocht hatten. Es bleibt spannend!