"Bauer sucht Frau International": Gnadenloser Rauswurf - wissenschaftlich fundiert

Jede Menge los war in der zweiten Folge von "Bauer sucht Frau International": Bauer Rainer in Australien kommt noch vor der Hofwoche eine Dame abhanden. Über die Wahl von Bauer Stefan in Namibia wacht seine strenge Mutter. Aber anderswo kommt es immerhin schon zum Händchenhalten und Auf-dem-Schoß-sitzen.

Es ist zwar erst die zweite Folge von "Bauer sucht Frau International" - aber schon jetzt mussten die ersten Frauen gehen. Tom in Costa Rica verließ sich bei seiner Wahl nicht allein aufs Bauchgefühl, sondern auf die Wissenschaft: "Ich mache einen Personality-Test mit euch", kündigte er Siglinde, Gabriele und Joyce an. Die trugen es mit Fassung. Anderswo ging es hitziger zur Sache, wie die Galerie verrät.
Komplett genervt davon, systematisch analysiert zu werden, war Yogalehrerin Joyce. "Ich hasse solche Tests!", sagte sie. Bei einer Ochsenkarrenparade in der Stadt hatte sich die Holländerin noch köstlich amüsiert und spontan auf Toms Schoß platziert. Der Farmer war hoch erfreut. Doch das Testergebnis fiel vernichtend für sie aus.
Tom: "Wir sind uns zu 100 Prozent ähnlich!". Seltsamerweise kein Grund zur Freude, denn: "Das ist wie bei einem Magneten. Zwei mal Plus stößt sich ab." Dieser kruden Magnetresonanztheorie der Liebe folgend, ging die geknickte Joyce. Tom wirkte ebenfalls bedröppelt. Aber hey, das ist Wissenschaft!
Die Qual der Wahl hatte auch Marco in Chile. Von einer Blondine musste sich der smarte Selfmade-Man trennen. Zuvor lud er Antonia, Vanessa und Sabrina nochmal zum Einzeldate. Hat da jemand den "Bachelor" genau studiert? Alle drei Frauen überschlugen sich förmlich mit Lob: "Was kann der Mann eigentlich nicht?", wollte Vanessa wissen.
Und dann ging es auf einmal doch ganz schnell: Mit Vanessa hielt Marco Händchen. "Der wollte die auch gar nicht mehr loslassen, das fand ich gut", strahlte sie. Zuvor hatte sie ihm gesagt, sie habe noch nie einen Mann getroffen, "der so viel Eier hat". Worte, die bei Marco ankamen. "Es fühlt sich ein bisschen wie zu Hause an", sagte er.
Während Marco bei Vanessa ihre "offene und direkte Art" lobte, gab es beim Date mit Sabrina gegensätzliche Signale: Er lobte ihre "geheimnisvolle" Art. "Ich finde schön, wenn ich eine Frau nicht direkt ganz lesen kann". Was denn nun? Sabrina kamen die Tränen, denn sie vermutete, dass "unsere Seelen sich schon vor Hunderten Jahren kannten".
Bodenständiger geht es bei Farmer Rainer aus Australien zu. Okay, etwas nervös war er auch. "Ich habe mir heute morgen Kaffee ins Müsli gekippt", sagte er. Da konnte er noch nicht ahnen, dass er am Ende nur zwei Frauen vom Flughafen abholen würde. Der Dritten im Bunde war schlecht geworden. "Ihr Problem", hakte der 61-Jährige die Sache ab.
Über Michaela und Saskia freute sich Rainer umso mehr. Die Frauen waren immerhin angekommen - im Gegensatz zu ihren Koffern, die es nur bis nach London geschafft hatten. Michaela war gleich ganz hin und weg: "Er redet so niedlich!" Saskia überraschte mit einem Hals-Tattoo zur doch eher biederen Frisur. "Beide sind sehr hübsch", fand Rainer.
Auch Rüdiger durfte in dieser Folge seine drei Damen kennenlernen. Inka Bause hatte sie höchtselbst abgeholt und zu seiner Farm in Südafrika gefahren. Die Aufregung bei dem 38-Jährigen: groß. Seit sieben Jahren ist er Single, seine längste Beziehung hielt acht Monate. Rüdiger hält sich mit Klimmzügen im Flur fit. Und vor dem Essen wird gebetet.
Da staunte selbst Inka Bause: "Die Kira hast du ja ganz schön lange umarmt bei der Begrüßung", sagte die Moderatorin. "Ist das aufgefallen?", fragte Rüdiger. Für Konkurrentin Sarah blieb wenigstens der Hund. Nur Martha musste herumstehen wie bestellt und nicht abgeholt - ein schlechtes Vorzeichen.
Rüdiger hatte sich für die Zimmerwahl etwas besonderes ausgedacht: Dartpfeile werfen. Wer am besten trifft, der darf am besten schlafen: im Einzelzimmer. Rüdigers Zimmer, genauer gesagt. Der schlief anderswo. Die anderen Damen mussten sich hingegen ein Zimmer teilen. Während Kira und Sarah scheinbar nichts lieber taten, drehte Martha entnervt ab.
"Mir geht das auf den Sack! Rüdiger hätte uns fragen können, wo wir schlafen wollen. Das gehört sich so!", wütete Martha. Auch sonst schien sie vom Auftreten des Bauern wenig beeindruckt. "Unbeholfen" sei der 38-Jährige ihr vorgekommen, sagte sie. Und dass er in seinem Alter noch keine längere Beziehung gehabt hatte, störte sie auch.
Zum Frühstück musste der schüchterne Freddy wenigstens keine Sektflasche öffnen - daran wäre er vergangene Woche fast gescheitert. Für seine drei Frauen stand Hofarbeit an. Schließlich ist Freddy selbst "eher ein Arbeiter, nicht so einer, der wo über Gefühle redet". Francis (zweite von links) hoffte dennoch, dass sie bei ihm punkten kann.
"Er sucht ja keinen Mitarbeiter, sondern eine Frau", so Francis. Pragmatischer ging Jennika die Sache an. Sie kommt vom Bauernhof, kann Traktor fahren und trägt die richtigen Klamotten für draußen. "Jennika hat schon gepunktet", freute sich Freddy bei einer gemeinsamen Traktorfahrt. "Ich kann mir schon vorstellen, hier zu ackern", sagte sie.
Dass eine Frau anpacken kann, ist auch Stefan (32) aus Namibia wichtig. Und seiner Mutter. "Ich bin ein bisschen streng", sagte die Jutta. Kuchen für die drei Neuanömmlinge hat sie trotzdem gebacken. Und setzte sich gleich an den improvisierten Kaffeetisch mit Strohballen statt Stühlen dazu. Man muss ja aufpassen, was der Junge so treibt.
"Die Justine ist schon sein Geschmack bei Mädchen", sagte die Mama. Die Justine spricht ihren Namen aus wie der Justin Bieber - und ist auch sonst nicht auf den Mund gefallen. "Die Fliege ist schon in der Sahne", lachte sie beim Kaffeekränzchen. Über das Gastgeschenk von Stefan konnte sie auch schmunzeln. Es war tatsächlich etwas ungewöhnlich.
Stefan hatte für alle drei Frauen das gleiche Geschenk: Topflappen mit Mistkäfer-Aufdruck. "Immer nur Giraffen sind ja langweilig", fand er. Justine wollte dennoch von ihrem potentiellen neuen Freund wissen, ob er "uns damit etwas sagen will?" Stefan kicherte nur. Womöglich holt er in der nächsten Folge den gefürchteten Personality-Test raus.