Die ARD-Erfolgsserie "Charité" geht weiter: Der Sender hat nun den neuen Cast für die dritte Staffel vorgestellt, die derzeit in Tschechien gedreht wird.

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Die dritte Staffel der Erfolgsserie "Charité" hatte die ARD bereits im Frühjahr bestätigt. Am 20. November war nun Drehstart in Tschechien. "Es entstehen sechs Folgen mit einer Länge von knapp 50 Minuten", teilte der Sender offiziell mit.

Regie führt bei Staffel drei Christine Hartmann, sie folgt auf Sönke Wortmann (Staffel eins) und Anno Saul (Staffel zwei). Auch das Schauspielensemble wurde wieder ausgetauscht.

Klinik-Personal muss Haltung zeigen

Die dritte Staffel ist 1961, im Jahr des Mauerbaus angesiedelt. Es ist eine Zeit des Umbruchs und der Improvisation für das Berliner Krankenhaus, da es unmittelbar am Grenzgebiet liegt. Die Mauer bestimmt ab dem 13. August die Abläufe und den Arbeitsalltag im gesamten Klinikbereich.

In den neuen Folgen geraten die Ärztinnen und Ärzte moralisch, politisch wie auch persönlich an ihre Grenzen und müssen Haltung zeigen.

Außerdem werde eine "Emanzipationsgeschichte" erzählt, sagt Jana Brandt, Leiterin der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm. "Wir zeigen Medizinerinnen in der jungen DDR, die selbstbewusst alte Zöpfe abschneiden und in Forschung wie Heilung neue Wege gehen."

Die Ärzte-Koryphäen von damals

Erneut werden fiktionale Charaktere mit historischen Figuren verknüpft. Zu den Koryphäen von damals zählen die Kinderärztin Prof. Ingeborg Rapoport, der Gerichtsmediziner Prof. Dr. Otto Prokop und der Gynäkologe Prof. Dr. Helmut Kraatz.

Philipp Hochmair schlüpft in die Rolle des Gerichtsmediziners Prof. Dr. Otto Prokop, der einen herausragenden Ruf als Serologe genießt und dessen Obduktionen zur Klärung von Kriminalfällen beitragen. Nina Kunzendorf verkörpert die leidenschaftliche Kinderärztin Prof. Ingeborg Rapoport, die eine überzeugte Anhängerin der sozialistischen Idee ist. Uwe Ochsenknecht wird zu dem konservativ denkenden Gynäkologen Prof. Helmut Kraatz.

Des Weiteren gehören unter anderem auch Nina Gummich, Max Wagner, Franz Hartwig, Uwe Preuss, Patricia Meeden, Anatole Taubmann und Hildegard Schroedter zum neuen Cast.

Darum geht es in Staffel drei

Nina Gummich liefert die weibliche Erzählperspektive der Staffel. Sie übernimmt die Rolle der jungen Ärztin Dr. Ella Wendt, die im Sommer 1961 aus der Provinz an die Charité in Berlin kommt. Sie hofft, an der Charité ihre Forschung zur Krebsfrüherkennung voranzubringen und sucht den Kontakt zu Prof. Prokop (Hochmair). Aber das Krankenhaus steht vor großen Problemen, immer mehr Ärzte und Pflegepersonal zieht es in den Westen - die Charité droht personell auszubluten.

Den Klinikalltag stemmt Ella gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Dr. Alexander Nowack (Max Wagner). Allerdings erschüttern die politischen Ereignisse das gegenseitige Vertrauen. Besonders als sich Ella zunehmend auf den Chirurgen Dr. Curt Bruncken (Franz Hartwig) einlässt, der sie mit seinem Freiheitsdrang und seiner rebellischen Art fasziniert.

Zudem entwickelt Kinderärztin Rapoport (Kunzendorf) als Spezialistin der Säuglingsmedizin einen visionären Ansatz, um die Säuglingssterblichkeit zu senken und eckt damit immer wieder bei dem konservativ denkenden Gynäkologen Prof. Kraatz (Ochsenknecht) an.

Ausstrahlungstermin noch unbekannt

Die Autoren Stefan Dähnert, Regine Bielefeldt und John-Hendrik Karsten haben die Drehbücher nach einer Konzeption von Sabine Thor-Wiedemann, Christine Otto und Jakob Hein verfasst. Die Kameraführung stammt erneut von Holly Fink.

Die Dreharbeiten laufen noch bis Anfang März 2020. Ein Sendetermin steht noch nicht fest. (cam/jom)  © spot on news

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