(jwo) – Rund ein Jahr ist es her, dass Christian Rach in der fünften Staffel seiner Erfolgs-Doku "Rach, der Restauranttester" Schwachstellen bei Restaurants und ihren Betreibern aufdeckte. Nun hat er seine Sorgenkinder von damals erneut besucht - und stieß dabei auf ein tragisches Schicksal: Wirtin Ursula Hoyer muss ihre "Weinstube" aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Die Gaststube brachte die 46-Jährige an den Rand ihrer Kräfte.

Für das Wiedersehen mit Christian Rach suchte Ursula Hoyer einen abgelegenen Treffpunkt aus. In Ruhe erzählte die 46-Jährige dann von ihrem Entschluss, die "Weinstube Dietz" in Mindelheim (Bayern) endgültig aufzugeben. Die vielen Jahre, in denen Ursula sieben Tage die Woche fast rund um die Uhr arbeitete, hatten ihre Spuren hinterlassen: "Rach kam zu mir und hatte viele gute Ideen. Doch am Ende hat es nicht funktioniert. Und mir ging es immer schlechter ..."

Die 46-Jährige leidet unter Magengeschwüren, ist völlig erschöpft und ausgebrannt. Christian Rach zollte ihr für ihren schweren Entschluss Respekt: "Konsequente, richtige und gute Entscheidung. Ich hoffe, du kannst dein Leben nun wieder mehr genießen."

Doch nach dem zweiten Besuch des TV-Restauranttesters erlitt Ursula Hoyer einen Zusammenbruch, berichtet "Bild.de". Seit Anfang Februar ist die ehemalige Wirtin der "Weinstube Dietz" offenbar wegen Burn-outs in einer Klinik untergebracht und wird dort behandelt.

2,48 Millionen Zuschauer der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen (Marktanteil: 19 Prozent) verfolgten am Montagabend das große Staffelfinale von RTLs Erfolgsdoku "Rach, der Restauranttester". Für Quotengarant Rach ein eher mageres Ergebnis, was vermutlich dem Karneval geschuldet ist. Doch Christian Rach muss darüber nicht traurig sein, denn bei seinen übrigen Gastro-Schützlingen, die er für die Sendung aufsuchte, bot sich ein überwiegend positives Bild.

So finanziert sich Tonguy Dorons französisches Restaurant "La Petite France" in Freisings (Bayern) inzwischen selbst und der quirlige Franzose ist nicht mehr auf die finanzielle Hilfe seiner Frau angewiesen. Auch die Ludwigshafener Trattoria "Fellini al Teatro" von Michael Meier di Santi und Michele Pennella sowie Mike Bornscheins Restaurant "Zum Weißen Stein" in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) erfreuen sich inzwischen zahlreicher Gäste. Rachs abschließendes Urteil: "Um euch mach ich mir einfach keine Sorgen mehr. Habt ihr gut gemacht."

Auch der umtriebige Gastwirt Willi Dietrich kann seit Rachs Besuch vor einem Jahr wieder etwas aufatmen. Sein Restaurant "Laternchen" in Mainz war schon damals gut besucht, auch am Essen gab es aus Rachs Sicht nichts zu mäkeln. Das Problem lag bei Willi Dietrich selbst, der mit Rückenschmerzen und Bandscheibenproblemen die gesamte Arbeit in der Küche alleine stemmen musste – und daran beinahe kaputt ging. Auch heute schmeißt Willi den Laden noch alleine. Versuche mit Angestellten und Auszubildenden scheiterten. Doch mit Hilfe einiger Tipps von Rach spart sich Willi eine Menge Aufwand und Anstrengungen in der Küche und findet so heute auch etwas mehr Zeit für sich.