Diane Kruger, Daniel Brühl und Co.: Das sind unsere Stars in Hollywood

Ihr Karriereweg ähnelt dem von Filmikone Marlene Dietrich: Wie die gebürtige Berlinerin verließ auch Diane Kruger, die am 15. Juli 2020 44 Jahre alt wird, Deutschland früh, um in Hollywood Karriere zu machen. Neben den beiden weiblichen Stars schafften jedoch noch einige weitere Deutsche den Sprung in die Traumfabrik. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Die in Niedersachsen geborene Diane Heidkrüger - die sich später in Kruger umbenannte - wurde 2004 quasi über Nacht mit ihrer Rolle der Helena in "Troja" weltberühmt. In dem Epos von Wolfgang Petersen spielte sie neben "Fluch der Karibik"-Liebling Orlando Bloom und Superstar Brad Pitt. Es folgten weitere große Rollen, zum Beispiel neben Nicolas Cage in "Das Vermächtnis der Tempelritter" und...
... in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" - in dem sie gemeinsam mit einem berühmten Landsmann zu sehen war. Wie Kruger ist auch Daniel Brühl mittlerweile ein bekanntes Gesicht in der Traumfabrik. Das Foto zeigt ihn (M.) bei der Premiere des Blockbusters anlässlich der 62. Internationalen Filmfestspiele 2009 in Cannes.
Ebenfalls in "Inglourious Basterds" besetzt wurde Til Schweiger. Der in Freiburg geborene Star ist ebenfalls kein Unbekannter, wenn er in Los Angeles nach Jobs Ausschau hält. Unter anderem spielte er neben Angelina Jolie in "Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens" und Keira Knightley in "King Arthur".
Sie war eine der ersten, die es ganz nach oben schaffte: Marlene Dietrich, hier 1942 mit John Wayne, folgte 1930 Regisseur Josef von Sternberg nach Hollywood und spielte fortan neben Stars wie Gary Cooper und Cary Grant. Dort stieg sie zum Sex-Symbol und zur Diva auf und pflegte dieses Image. Besonders viel Wert legte sie auf das richtige Licht und Make-up.
Halb Deutscher und halb Österreicher ist der gebürtige Wiener Christoph Waltz (r.). Obwohl er laut eigener Aussage nur "mangels anderer Ideen zum Film gekommen" ist, schlägt er sich bisher über die Maßen erfolgreich - und gewann bereits zwei Oscars, für "Inglourious Basterds" und "Django Unchained". Neben Daniel Craig und Naomie Harris (hier 2015 in Berlin) spielte er zudem das Bösewicht-Urgestein Ernst Stavro Blofeld im James-Bond-Film "Spectre".
Neben Kate Winslet, Ralph Fiennes und Bruno Ganz wurde der Schleswig-Holsteiner David Kross (l.) in Hollywood bekannt. 2009 spielte er die Hauptrolle in Stephen Daldrys Verfilmung von "Der Vorleser". Auf die Weltpremiere in New York folgte ein Besuch auf der Berlinale (Foto). 2011 war Kross erneut in einer Hollywood-Produktion zu sehen - in "Gefährten" von Steven Spielberg.
Der in Dessau geborene Thomas Kretschmann (r.) musste sich eine Hollywood-Hauptrolle von einem anderen "Tom" wegschnappen lassen: Tom Cruise. In "Operation Walküre" sollte eigentlich Kretschmann Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen, er erhielt später nur eine Nebenrolle. Macht aber nichts: der Deutsche spielte nämlich bereits in "Der Pianist", "Resident Evil: Apocalypse" und "Der Untergang" mit.
Im Gegensatz zu Thomas Kretschmann durfte der aus Karlsruhe stammende Sebastian Koch in "Stauffenberg" 2004 wirklich den Hitler-Attentäter spielen. Für Hollywood attraktiv machte ihn jedoch ein anderer Film: Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama "Das Leben der Anderen", das mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Koch konnte im Anschluss Rollen in "Unknown Identity", "Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben" und "Bridge of Spies" ergattern.
Neben Superstar Matt Damon spielte Franka Potente 2002 in "Die Bourne Identität". Die Münsteranerin, hier mit Damon bei den MTV Movie Awards 2002, arbeitete ein Jahr zuvor bereits mit Johnny Depp an "Blow". Ihr Sprungbrett nach Hollywood war der Film "Lola rennt" von Tom Tykwer, der 1998 internationale Anerkennung fand. Seitdem ergatterte Potente immer wieder Rollen in US-amerikanischen Produktionen.
Seit seinem zweiten Lebensjahr lebte Michael Fassbender in Irland, geboren wurde der Sohn eines Deutschen und einer Irin jedoch in Heidelberg. Bekannt wurde er 2001 mit der Serie "Band of Brothers", es folgten unter anderem Rollen in "300", "Inglourious Basterds", einigen Teilen der "X-Men"-Reihe und "12 Years a Slave". Letztere brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein - ebenso wie seine Darstellung in "Steve Jobs".
In Deutschland ist er ein großer Star, in Hollywood spielte er bislang nur Nebenrollen, aber immerhin: Moritz Bleibtreu, der Sohn der Schauspieler Monica Bleibtreu und Hans Brenner, war bereits in "München" von Steven Spielberg und in "World War Z" neben Brad Pitt zu sehen.