Endlich! Larissa dreht wieder am Rad. Ein wenig zumindest. Die Requisiten in ihrem heutigen Schauspiel: ihr Handgelenk und eine Hängematte. Außerdem muss Marco bei der Dschungelprüfung ran und steht kurz vor einer Panikattacke. Natürlich muss auch ein Bewohner den Dschungel verlassen. Dieses Mal trifft es: Mola Adebisi. Das ist eine kleine Überraschung. Und das passiert noch an Tag 10 bei "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!"

Weisheit des Tages

"Hätte ich doch was Anständiges lernen sollen." So viel Reflektiertheit hätten wir den Campern gar nicht zugetraut. Diese Worte spricht aber gerade Marco aus, ein studierter Kinderarzt. Macht nix, vielleicht nehmen sich die anderen Dschungel-Bewohner an dieser Weisheit ein Beispiel, wenn sie das Camp wieder verlassen haben. Damit plädieren wir nicht dafür, dass Larissa und Co. plötzlich ein ganzes Buch lesen sollen. Nein, auch Tippelschritte sind Schritte nach vorne. Die Zettelchen aus Glückskeksen vom Chinesen nebenan oder die Namen auf Türklingeln sollten für den Anfang reichen. Nicht, dass der Kopf raucht.

Wie eklig war die Dschungelprüfung?

Die acht verbliebenen Camp-Bewohner vertrauen Marco und wählen ihn die Dschungelprüfung. Die trägt diesmal den Titel "In die Enge getrieben" und gehört definitiv zur schwierigeren Sorte. Der Österreicher muss alleine antreten. In einem Glas-Tunnel mit drei Kammern muss der studierte Mediziner acht Schlüssel von der ersten in die letzte Kammer befördern, um dort die heißbegehrten Sterne aus verschlossenen Boxen herauszuholen.

Natürlich tummelt sich in dem Tunnel allerhand ekliges Getier. In der zweiten Kammer versperrt sogar ein riesiger Olivpython den Weg. Schlangen sind nicht gerade Marcos Lieblingstierchen. Doch er bekundet: "Der Hunger ist größer als die Angst." Zu allem Überfluss ist die letzte Kammer auch noch fast bis oben mit Wasser geflutet. Marco beweist langen Atem und holt sich immerhin fünf der acht Sterne. Zurück im Camp berichtet er von der aufreibenden Prüfung: "Es war das Stärkste, was mir je passiert ist in meinem Leben. Ohne Scheiß! Ich habe fast geweint. Es war irre." Die anderen Dschungelbewohner sind sichtlich erleichtert, dass der Kelch der heutigen Prüfung an ihnen vorübergegangen ist.

Wer muss morgen dran glauben?

Das erfahren wir erst in der nächsten Sendung...

Auf welche Beichte hätten wir verzichten können?

"Auch ich habe eine Schönheits-OP gemacht." Dieser Satz fällt im Dschungel regelmäßig und ist deswegen nichts Ungewöhnliches. Doch der Urheber dieser Beauty-Beichte ist nicht etwa eine übliche Verdächtige wie Melanie mit ihren – wie Mola sie nennt – "wippenden Brüsten". Nein, Knautschgesicht Winfried gesteht, dass er sich vergangenes Jahr unters Messer legte. Er ließ sich rund um die Augen operieren. "Ich hatte ganz, ganz dolle Tränensäcke und Schlupflider", sagt Winfried.

Seine Beichte schmückt er so ausgiebig aus, dass wir fürchten, heute Nacht keinen Schlaf zu bekommen. Erst erklärt Winfried noch relativ sachlich im Onkel-Doktor-Stil: "Im Alter gehen die Fettpolster, die die Tränensäcke erzeugen, zurück." Soweit, so gut. Doch dann holt er noch einen aus der Abteilung "Pfui Bäh" heraus: "Und dann hängt der Tränensack, wo die Tränenpolster früher so raus blähten, als Lappen an der Wange". Hallo Abendessen! Schön, dass du wieder deinen Weg zurück an die Freiheit suchst.

Winfried ist jedenfalls zufrieden mit dem Ergebnis der OP: "Nach sechs Wochen war alles perfekt." Wir öffnen kurz den Duden. Dort steht: "perfekt"- Adjektiv – frei von Mängeln, vollkommen. Können Sie sich ein Bild von Winfried neben der Bezeichnung "perfekt" im Duden vorstellen? Okay, das war eine rhetorische Frage.

Wer macht sich zum Cheetah?

Endlich wieder Larissa. Ihr crazy Flipout ist allerdings nur eine Light-Version von früheren Ausrastern des Models. Doch was ist passiert? Larissa plumpst von der Hängematte. Autschibautschi! Natürlich ist das für sie ein halber Weltuntergang: Das Handgelenk ist gebrochen. So lautet ihre erste Diagnose. Auch Winfried stimmt ihr ironisch zu. Prinzessin Larissa stampft daraufhin schnurstracks in die Beicht-Kabine und verlangt einen Arzt. Sie bekräftigt ihre Forderung mit: "kein Scheiß!" Später wird klar: Natürlich hat sie sich nichts getan, sie musste einfach wieder mal schauspielern.

Wer ist raus?

Wie schafft es Tanja bloß, weiterhin im Camp zu bleiben? Sie macht einfach nichts Interessantes und langweilt mit ihren "Gags" aus den 90er Jahren. Hallo? Kann ihr bitte jemand sagen, dass "RTL Samstag Nacht" nicht mehr existiert? Klar, die Show war lustig in den 90ern. Aber heute wollen wir deine abgedroschenen Witzchen nicht mehr hören, Tanja.

Stattdessen muss Mola das Camp verlassen. Klar, er avancierte in den vergangenen Tagen zum Buhmann. Und deswegen ist sein Abschied auch logisch. Doch mit seinem Abgang hat auch der einzige - nennen wir ihn - Bösewicht den Dschungel verlassen. Hoffentlich wird die Show dadurch nicht langweiliger. Über Mola konnte man sich so schön aufregen.

Und wer muss außerdem noch dringend weg?

Tanja. Erklärung siehe oben. Da gibt's keine Diskussion drumherum. Sie muss weg. Punkt. Aus. Ende. Basta.

(lug/am)