Dschungelcamp 2018: Jenny Frankenhauser mausert sich zur Dschungelkönigin

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Jetzt können Kakerlaken, Spinnen und grüne Ameisen aufatmen: Das Dschungelcamp 2018 ist vorbei. Im Finale von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" wurde Jenny Frankhauser zur Dschungelkönigin gekrönt. © teleschau - der mediendienst GmbH

Wer hätte das gedacht? Daniela Katzenberger ist ab sofort Schwester einer Königin: Jenny Frankhauser hat das Dschungelcamp 2018 gewonnen. Die neue Dschungelkönigin schnappte Daniele Negroni den Titel auf der Zielgeraden weg. Aber der kennt das Gefühl ja schon von DSDS ...
28, 26, 26: Das waren in Prozent ausgedrückt die Halbfinal-Ergebnisse von Jenny Frankhauser (links), Tina York und Daniele Negroni. Die Dschungelcamp-Finalisten mussten sich noch einmal richtig ins Zeug legen. Statt gepflegt abzuhängen, marschierten sie brav zu ihren persönlichen Dschungelprüfungen.
Zuvor hatte sich David Friedrich aus dem Camp verabschiedet, was man allerdings kaum verstand. Der junge Mann nuschelt ja so. Im Halbfinale war für den einstigen "Bachelorette"-Sieger Schluss. Er musste ins Hotel und sich von all denen Leuten umarmen lassen, vor denen er sich so lange erfolgreich versteckt hatte.
Von wegen arme Promis: Die mussten jeder nur eine Dschungelprüfung absolvieren. Daniel Hartwich (links), Dr. Bob und Sonja Zietlow mussten im Finale hingegen gleich dreimal ran. Die Moderatoren mit stoisch-bissigen Kommentaren, der Paramedic mit gewohnt hilfsbereiter Liebenswürdigkeit.
Als erste trat Jenny Frankhauser zur Prüfung an: Und die hatte es in sich. "Ich werde gefressen", befürchtete Jenny, nachdem sie erfahren hatte, was da auf sie zukommt. Die Spinnen am Kopf waren nur eines von mehreren tausend Problemen.
"Zum Glück siehst du nicht, was wir sehen", hatte Moderatorin Sonja Zietlow gewarnt. Wimmern war erlaubt, aber die Abschlussprüfung mit grünen Ameisen, Spinnen, Schlammkrabben, Skorpionen, Würmern, Kakerlaken meisterte Jenny so wie sie das Camp überlebte: tapfer auch im Angesichts eines körperlichen Totalschadens.
Wovor Daniele Negroni sich am meisten fürchtet? Davor, lebende Tiere essen zu müssen. Damit das Abendessen im Finale auch lecker wird, musste er in seiner Dschungelprüfung schon mal vorkosten. Das Schwein war zum Glück schon geschlachtet ...
... die Wasserspinne freilich noch nicht. Trotz seines großen Herzens für Tiere, aß Daniele Negroni den Gliederfüßer schneller, als Usain Bolt 100 Meter läuft. Das Tier (man beachte die Beine im Mundwinkel) ging ihm wesentlich schneller runter als das Glied vom Bullen, das er als Vorspeise serviert bekommen hatte.
Für eine Extra-Ration Kippen geht Daniele Negroni im Dschungelcamp über Leichen - zum Beispiel halb ausgebrütete Entenküken. Nachspülen wollte er auch nicht: "Ich habe jetzt einen geilen Ei-Geschmack im Mund!" In Verbindung mit dem kalten Rauch, führt das zwar dazu, dass "mich keine Frau auf dem Planeten mehr küssen will".
Was Tina York (links) kurz vor ihrer ersten Einzelprüfung verriet, hätte man nicht unbedingt wissen müssen: "Ich habe in den ganzen Tagen hier keine Minute Verdauung gehabt. Null." Dann aber schickten sie Sonja Zietlow und Daniel Hartwich in eine "Tierkammer", in der sich Tina fast in die Hose machte.
Dann stieg Tina hinab in die Grube: "Ich freue mich total, dass ich kein Weichei bin", behauptete sie - vor ihrer Begegnung mit 30 Schlangen, die sich mit ihr einen beengten unterirdischen Liegeraum teilten. Die letzte Prüfung der Staffel meisterte die Dschungel-Omi souverän und holte wie Daniele und Jenny alle Sterne.
"Jetzt will ich auch gerne Dschungelkönigin werden." Dr. Bob half ihr dabei, die Schwindelgefühle zu vertreiben und Tina war kurze Zeit später wieder guter Dinge: "Schön, dass man manchmal ignoriert wird", freute sie sich darüber, dass die Zuschauer für sie angerufen haben, obwohl sie immer wieder davon abgeraten hatte.
Was bleibt den Zuschauern auch anderes übrig, als für Tina York anzurufen? Mit ihrem trockenen Humor und ihrer zurückhaltenden Art wurde sie schnell zum Publikumsliebling. In der Wissenschaft wird sie sich allerdings erst noch beweisen müssen, nachdem sie ein paar Tage vor dem Finale ein Tier namens "Alpakaschwein" erfand.
Weil die drei Finalisten im Dschungelcamp 2018 alle 15 Sterne erspielten, tafelte RTL groß auf: Daniele, Jenny (Mitte) und Tina bekamen ihre Lieblingsvorspeise, ihr Lieblingshauptgericht und ihr Lieblingsdessert. Neben Steak, Pizza, Merresfrüchten gab's ein Lieblingsgetränk und eine Lieblingsbelohnung. Bei Daniele waren das natürlich Kippen ...
Eine letzte Umarmung, dann zitterte jeder für sich allein: Jenny Frankhauser (links), Daniele Negroni und Tina York vergaßen kurz, dass sie in den letzten zwei Wochen viel geheult, gehasst, gestritten (und wenig geraucht) hatten. Am Ende ist nämlich im Dschungelcamp immer alles gut.
"Baujahr 1954, Regenwetter, Finale, krasser Außenseiter": das von den Moderatoren beschworene "Wunder von York" blieb aus. Tina York wurde Dritte und hat trotzdem gewonnen. "Ich bin glücklich, das ist komisch oder? Jetzt habe ich ein weinendes Auge, weil es so schön war", gestand sie.
"Ich habe durchgezogen bis zum Schluss, bei der härtesten Show Deutschlands", war Daniele Negroni untröstlich. Nicht nur, dass er die meiste Zeit im Dschungelcamp rauchfrei bleiben musste, er hat wieder nicht gewonnen. "Das ist ein hartes Déjà-vu", stammelte er in die Kamera. "Es fühlt sich an wie bei DSDS."
Mission erfüllt: Jenny Frankhauser ist jetzt Jenny Frankhauser und nicht mehr "die Schwester von ...". Was sie sich immer gewünscht hat, konnte sie kaum fassen. Aber Tränen sind in solchen Momenten erlaubt.
Am Ende waren (haben es) alle geschafft: Die Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow sind Krone und Zepter losgeworden. Dschungelkönigin Jenny Frankhauser konnte sich von ihrer Schwester emanzipieren und kehrt mit gekröntem Selbstbewusstsein nach Deutschland zurück.
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