Der Speiseplan der Teilnehmer von "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" ist aktuell sehr spartanisch. Weil Gisele Opperman nicht zur Dschungelprüfung antritt, gibt es nur Reis und Bohnen für die Kandidaten zu essen. Kann das gesund sein? Eine Expertin klärt auf.

Mehr Infos zum Dschungelcamp 2019 finden Sie hier

70 Gramm Reis und 70 Gramm Bohnen pro Kopf. Mehr gibt es aktuell für die Teilnehmer der 13. Staffel von "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" am Tag nicht zu essen. Schuld an dem dürftigen Menü ist Gisele Opperman.

Die Ex-GNTM-Kandidatin hatte sich nämlich ihrer Dschungelprüfung verweigert. Deshalb kehrte sie mit null Sternen ins Camp zurück, was nach den Regeln des Dschungelcamps Zwangsdiät für alle Kandidaten bedeutet.

Dass der Ausblick auf solch karge Mahlzeiten keine Jubelschreie auslöst ist klar. Doch lässt es sich mit so wenig Essen im Dschungel überhaupt aushalten?

Oder ist die Diät aus Reis und Bohnen am Ende nicht vielleicht sogar gefährlich für die Gesundheit der Camper?

Dschungel-Diät deckt Energiebedarf nicht

Wie Prof. Dr. Susanne Klaus vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung erklärt, entspricht der aktuelle Dschungel-Speiseplan ungefähr 300 Kalorien. Doch "für einen erwachsenen Menschen liefern 70 Gramm Reis und 70 Gramm Bohnen pro Tag mit Sicherheit nicht ausreichend Energie", so die Ernährungsexpertin.

Der Energiebedarf einer Person ist dabei hauptsächlich von deren Gewicht beziehungsweise der Muskelmasse und der körperlichen Aktivität abhängig. Laut Klaus haben Frauen "im Schnitt eine geringere Muskelmasse als Männer".

Deswegen könnte zum Beispiel eine "kleine dünne Frau, die sich wenig bewegt" am Tag mit 1.500 Kalorien auskommen, während "ein muskulöser Mann, der sehr aktiv ist" auch über 2.500 Kalorien benötigen kann.

Das Menü im Dschungelcamp lässt sich deshalb mit einer "stark Kalorien reduzierten Diät" vergleichen, welche für einen Gewichtsverlust sorgt. Selbiger könne Klaus zufolge innerhalb einer Woche "einige Kilo betragen", verlangsamt sich später aber, weil der Körper sich anpasst.

Reis und Bohnen: Keine gesundheitliche Gefahr

Wie die Expertin weiter erklärt, kann es durch die einseitige Ernährung zu Magen- und Darm-Beschwerden, wie Durchfall oder Verstopfung kommen. Wirklich gesundheitsschädlich ist die Zwangsdiät aber trotzdem nicht.

"Eine solche Diät für ein paar Tage oder auch einige Wochen sollte bei gesunden Erwachsenen keine größeren Gesundheitsprobleme nach sich ziehen", so Klaus.

Nach Ansicht der Expertin ist es vor allem wichtig, dass man sich danach wieder ausgewogen und gesund ernährt. Langfristig betrachtet sei die Form der Ernährung "natürlich nicht gesund. Insbesondere durch den Mangel an Vitaminen und essenziellen Fettsäuren."

Da die Kandidaten aber maximal bis zum 26. Januar am Drehort in Australien bleiben, dürfte das für die Promis nicht zum Problem werden. (thp)

Bildergalerie starten

Dschungelcamp 2019: Das ist aus den Dschungelkönigen geworden

Sie kämpften sich durch Ekelprüfungen, fades Campessen und schlaflose Nächte. Am Ende hat es sich jedoch gelohnt und sie konnten sich die Dschungelkrone aufsetzen. Doch was machen die Sieger des RTL-Dschungelcamps heute?

Verwendete Quellen:

  • Gespräch mit Professor Dr. Susanne Klaus, Leiterin der Abteilung "Physiologie des Energiestoffwechsels" am Deutschen Institut für Ernährungsforschung