Gisele Oppermann und Co.: Die nervigsten Dschungelstars

Von der Zicke über die Heulsuse bis zum Nörgler: Manchmal sind die Kandidaten im Dschungelcamp anstrengender als jede Ekel-Prüfung. Diese Kandidaten von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" sind ganz besonders im Gedächtnis geblieben. © spot on news

Es ist nicht ganz klar, was schlimmer ist: Das Dschungelcamp für Gisele Oppermann oder Gisele Oppermann für das Dschungelcamp. Die Zuschauer wählen sie in der diesjährigen Staffel ständig wieder zur Dschungelprüfung, wo sie Chris Töpperwien zuletzt mit ihrem Gekreische an den Rand des Wahnsinns getrieben hat.
Wobei Chris, wie man sieht, einen ganz eigenen Radar für Nervensägen hat. Der selbsternannte Motivationscoach Bastian Yotta gehört zur Sorte Selbstoptimierer, die ausgelutschte Sinnsprüche wie "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum" als Lebensmotto feiern und die Gruppe zum Miracle-Morning-Ritual anstiftet. Einige seiner Mitcamper bringt er damit gewaltig zur Weißglut.
Der Zweitplatzierte der zwölften Staffel war immer etwas überdreht, wurde aber besonders unerträglich, als man ihm die Zigaretten strich: "Ich raste morgen Mittag aus, wenn ich keine rauchen darf! Das ist Körperverletzung!" Das war vor allem für alle Kids ein abschreckendes Beispiel, die gerade überlegt hatten, mit dem Rauchen anzufangen.
Die vielleicht meist gehasste Teilnehmerin war allerdings Helena Fürst im Jahr 2016. Sie giftete schon von Anfang an im Camp herum. Nathalie Volks Unterhosenblitzer kommentierte sie etwa liebevoll mit "Halt die Klappe, ich lass mir nicht von einer 19-Jährigen ans Hosenbein pinkeln." Immerhin: Konfro-Helena legte sich auch mit Thorsten "Kasalla" Legat an, als der frauenfeindliche Sprüche brachte.
Apropos! Ex-Profifußballer Thorsten Legat war zwar schon alleine für den irren Blick immer seine Sendezeit wert, trotzdem stand man als Zuschauer (und Camp-Bewohner vermutlich auch) immer unter Anspannung und hielt die Bluthochdruck-Tabletten bereit, wenn Mr. Testosteron auf der Bildfläche erschien. Anstrengend.
Nervig ist das falsche Wort, Hanka Rackwitz war eher speziell: Die "Mieten, Kaufen, Wohnen"-Darstellerin leidet unter verschiedensten Zwangsstörungen, was den Dschungel für sie zur reinen Konfrontationstherapie machte, die sie aber sehr gut meisterte.
Selbe Staffel, aber wesentlich schwerer auszuhalten war Alexander "Honey" Keen. Er war vermutlich die erste Topmodel-Zicke im Dschungel, die gar nicht bei "GNTM" mitgemacht hatte. Zur Erinnerung: Eigentlich war er nur der Freund von Kim Hnizdo, stach durch seine Selbstverliebtheit aber so hervor, dass er den Zuschauern im Gedächtnis blieb und ins TV-Camp durfte. Wo er genauso weitermachte.
"My air was away": Sarah Knappik machte es ihren Mitbewohnern in der fünften Staffel wirklich nicht leicht, da war ihr Denglisch noch das Unterhaltsamste an ihr. Das Ganze eskalierte so sehr, dass fünf Camper ihren Ausstieg androhten, wenn Knappik nicht verschwinden würde. Mathieu Carrière bettelte sogar auf Knien. An Tag zehn packte sie schließlich ihre Sachen.
Sie war eine eigene Klasse: Topmodel-Kandidatin Larissa Marolt sorgte für die meisten Höhepunkte in der achten Staffel. Ihre Sprüche waren sogar noch besser als die von Evelyn Burdecki und die Zuschauer liebten und hassten sie gleichermaßen. Sie musste zu insgesamt zehn Dschungelprüfungen antreten, mehr als bis dahin jemals eine Kandidatin des Formats weltweit absolvieren musste. Es brachte ihr immerhin den zweiten Platz.
Auch als ganz besondere "Type" konnte sich Vincent Raven im Dschungelcamp etablieren: Der Mentalist hatte auf seine eigenen Gedanken nicht viel Einfluss, meckerte in einer Tour - zum Beispiel über die "schwulen" Dschungeloutfits - weigerte sich, Frauen als Teamchefs zu akzeptieren und drohte immer wieder mit seinem Ausstieg.
Moderatorin Ramona Leiß hatte auch schon bessere Zeiten als im Dschungelcamp. Sie war in Staffel sechs so schwer genervt von Rocco Stark, dass sogar Teller flogen. Sie wirft RTL allerdings vor, sie durch die Zusammenschnitte als "streitsüchtige Zicke" dargestellt zu haben und bereut ihre Teilnahme, wie sie 2018 "Bild" sagte: "Meine Teilnahme war die gröbste Blödheit meines Lebens".
Caroline Beil setzte schon in der ersten Staffel Maßstäbe in Sachen Lästereien. Dabei ließ sie wirklich nichts aus: Die Haut von Susan Stahnke wurde als "weiß und labberig" betitelt, Antonia Langsdorf als "biedere Öko", sie behauptete, die Brüste von Mariella Ahrens wären falsch und bei Lisa Fitz sowieso alles... War ihr denn nicht klar, dass dabei Kameras liefen? Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: https: //www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html