"Trauert in jede Kamera": Entscheidungsschlacht um Dschungel-Witwe Danni

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Zum Heulen, zum Zusammenbrechen: Sonja Kirchberger und Macho-Markus suchten den Showdown. Ihr Ziel: Danni Büchner, die Reality-TV gestählte Trauernde, endgültig als Heuchlerin zu entlarven. So weit, so brutal. Doch vieles lief diesmal komplett anders – und rasch aus dem Ruder. Die Gesetze des Dschungels sind grausam.

Es war eine wie entfesselte Sonja Kirchberger, die diesmal zum Äußersten entschlossen war: Sie beschloss, "La Büchner" ein für allemal die Meinung zu geigen. Und die war verletzend: "Du trauerst gern in die Kamera", herrschte sie Danni an. Macho-Markus hielt sich ebenfalls nicht mehr zurück.
Dabei legte sich Sonja (Kirchberger, wohlgemerkt) nicht nur mit ihrer Intim-Feindin Danni an, sondern hackte auch wütend auf Anastasiya herum. Und an ihrem eigenen Ehrgeiz ließ sie diesmal nicht den Hauch eines Zweifels. "Ich will mir die Krone nicht erschleichen, ich will sie mir erarbeiten." Gesagt, getan.
Fast schon an Arbeits- und Ehrgeizverweigerung grenzte dagegen, was das so hochmütig aus dem Lager aufgebrochene Prüflingsquartett aus Anastasiya, Boxer Zwenni, Freizeit-Pianist Raúl und Power-Markus in der "Sternenfabrik" ablieferten. Allerdings: Es war da auch noch wirklich sengend heiß – bevor später die Gewitter-Stürme losbrachen.
Bevor's losging zum Sternefangen war die Stimmung noch ausgelassen. Und vor allem Prüfungs-Überflieger Markus platzte schier vor Selbstbewusstsein. "Ich bin der einzige hier, der fit ist." Ach so!
Sieht so echter Teamgeist aus? Nicht wirklich. Macho-Markus versuchte seine Dschungelprüfungs-Mitspieler an die Wand zu spielen – auch mit ausgestellter Männlichkeit. "Wir haben doch nur einen Mann dabei", gab er an. "Und der bin ich." Pustekuchen.
In seiner märchenhaft schönen Verkleidung als Pummelchen fühlte sich Testosteron-Markus nicht so wirklich wohl. Und vielleicht musste er deswegen an seine Intimfeindin Danni denken. "Jetzt weiß ich, wie sie sich fühlt", ätzte er. "Mein Kostüm sieht ja aus wie sie."
Vom Schleimregen in die Ekeltraufe: "GZSZ"-Raúl hatte sicher die ungemütlichste Position in der arbeitsteiligen "Sternenfabrik" erwischt. Auf ihn ließ Anastasiya von oben Kuh-Urin, Fischabfälle und undefinierbar widerliche "Käferschlotze" regnen.
"Kann das sein, dass ich das gerade in den Mund bekommen habe", brüllte Markus im Eifer des Gefechts. "Hat es nach Fisch geschmeckt", wollte Daniel Hartwich wissen. Hatte es. "Dann hast du es in den Mund bekommen." Keine beruhigende Info!
"Vielleicht nicht so hoch": Da hatte Sonja Zietlow schon irgendwie recht. Mit Schauspieler Raúl in einer Löschkette bei einem Hausbrand sollte man vielleicht doch lieber gleich die Versicherung anrufen.
Doktor Bob hatte die Camper doch mit einer klaren Ansage gewarnt. "Das ist eine der kompliziertesten Dschungelprüfungen", sagte er. "Ihr müsst miteinander kommunizieren." Und eben auch zuhören!
"Das war ja nicht so einfach", bilanzierte Daniel Hartwich mit geheucheltem Mitgefühl die verpatzte Prüfung. "Das habt ihr auch gar nicht so gut gemacht." Das war dann schon ehrlicher.
Mehr als zwei lumpige Sterne waren für das Vierer-Team nicht drin. "Ich bin mit der Teamleistung zufrieden", meinte Markus trotz allem. "Das Ergebnis ist Scheiße." So kann man's auch sagen.
Was Markus fürchtete, war natürlich der Spott von Danni Büchner. Klar, der "Trödelfuchs" hatte schon mal im Alleingang acht Sterne zurück ins Camp geholt. Diesmal lief's aber mies. "Es ist eine kleine Genugtuung", freut sich die Frau, die panische Angst vor Ratten und Schlangen hat, über die Pleite des Sternenkriegers. "Hochmut kommt vor dem Fall."
Noch deutlich mehr Mitleid hätten eigentlich die Wendler-Ex Claudia und der liebenswert verpeilte "DSDS"-Sieger Prince Damien verdient. Sie tauschten bei der Nachtwache Freundlichkeiten und Beziehungsgeheimnisse aus. "Ich lebe allein in meiner WG", sagte der Sänger. Einer der irrsten, der traurigsten Sätze der Show.
Claudia Norberg musste sich der berechtigten Frage stellen: "Liebst du Michael eigentlich immer noch?", fragte Damien. Nein, natürlich nicht. Die langjährige Wendlerin hat sich sogar wieder am Dating versucht. Allerdings bevorzugt sie ältere Semester. Am "Jugendwahn" – ein Zahlpfahl-Winken Richtung Laura – will sie sich nicht beteiligen.
Eigentlich wäre das ja nun eine schöne Gelegenheit für Giftspritze Elena gewesen, endlich die lange angekündigten Schock-Enthüllungen über Claudia Norberg zu verkünden. Die Bombe muss allerdings einstweilen weiterticken. Und sie klingt immer mehr nach einem Rohrkrepierer.
Ohnehin wird sich Elena eine neue Taktik zurechtlegen müssen, wie sie die nächsten, die finalen Tage im immer wieder von Überschwemmungen bedrohten Camp überstehen soll. Auf ihre treueste Freundin kann sie nämlich nun nicht mehr bauen ...
Die eigentliche Bombe platzte nämlich ganz zum Schluss der Show. Und die Zündschnur hatten ausgerechnet die RTL-Zuschauer selbst in Brand gesetzt. Während am Sonntagabend noch alles nach einem Rauswurf für Anastasiya aussah, hatte sich das Blatt rasend schnell gewendet: Sonja Kirchberger muss gehen!
Danni Büchner stand selbst kurz davor, eigenmächtig über den "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus"-Ruf die Show zu verlassen. Dann überlegte sie sich die Flucht-Entscheidung doch noch mal anders. Nun kann sie triumphieren. Und Elena heulte. "Nicht du", schluchzte sie ihrer Freundin Sonja (Kirchberger, na klar) hinterher. Es wird schmutzig!