In der siebten Mottoshow von "Deutschland sucht den Superstar" kämpften die Top-4-Kandidaten um die Plätze im Halbfinale. Trotz relativ positiver Kritik der Jury hat es für Susan Albers nicht gereicht. Die eigentliche Frage am Samstag war aber: Was bringt der Auftritt von Andrea Berg? Antwort: nicht sonderlich viel.

Andrea Berg freut sich auf ihren Jurysitz bei DSDS - vor allem auf ihren alten Bekannten Dieter Bohlen. Ein anderes Jury-Mitglied ist dagegen ziemlich angefressen.

Mit dem Song "Raise Your Glass" von Pink machte Susan Albers den Anfang. Mateo hätte sich aber eine "glamourösere Party" von der Sängerin gewünscht. Diese Meinung teilte auch Gastjurorin Andrea Berg und riet ihr, einfach mal mehr Gas zu geben. Poptitan Bohlen hingegen lobte Susan sogar als "den größten Profi" in dieser Staffel. Trotz allem reichten die Zuschaueranrufe letzten Endes nicht für den Einzug ins Halbfinale.

Der Auftritt von Lisa Wohlgemuth mit "Angel" von Sarah McLachlan war sehr emotional. Die 21-Jährige ließ sich während des Songs aus der Ruhe bringen und brach danach sogar in Tränen aus. Die Jury-Mitglieder lobten ihre Performance dennoch: Andrea Berg fand ihren Auftritt "wirklich bezaubernd", und für Bohlen war es trotz der Fehler sogar Lisas "bester Auftritt" bei DSDS.

Einen besonderen Bonus hatte in dieser Show womöglich Schlagerprinzessin Beatrice Egli. Sie präsentierte nämlich sowohl den Helene-Fischer-Hit "Phänomen" als auch "Du kannst noch nicht mal richtig lügen" von Andrea Berg, die von der "echten" Art der Sängerin begeistert war.

Jury-Zoff wegen Andrea Berg

Also alles eitel Sonnenschein? Von wegen. Nicht sonderlich begeistert von der Anwesenheit der Schlagerikone war nämlich Jurymitglied Mateo. Der hatte schon unter der Woche seinen Missmut über Dieter Bohlen und RTL kundgetan, in der "Bild am Sonntag" legte der Culcha-Candela-Sänger jetzt noch einmal nach. Er fühle sich übergangen und sei verärgert über "diese Klüngelei zwischen Dieter Bohlen und den Verantwortlichen im Sender". Zwar habe Bohlen die Show in den letzten zehn Jahren geprägt, dennoch sei er nicht "der Boss". Und auch die typischen Bohlen-Sprüche könne er nicht mehr hören, die Pointen seien "seit zehn Jahren die gleichen".

In der Show am Samstag betonte Mateo aber, dass er nichts gegen Andrea Berg habe. Lediglich die Art und Weise, wie ihm der Auftritt als Gastjurorin verkündet wurde, fand er "zum Kotzen": "Ja, nächstes Mal kommt hier die Andrea, friss oder stirb." Angst vor Konsequenzen wegen seiner Offenheit habe er nicht, so der Sänger zu BamS: "Ich bin unabhängig. Ich muss mir keine Sorgen machen, dass ich morgen im 'Dschungelcamp' antanzen muss, wenn ich meine Meinung sage."

Außer Zoff hat der Auftritt von Andrea Berg also nicht viel gebracht. Zwar gab es laut "kress.de" einen Quotenzuwachs beim Gesamtpublikum von 3,89 Millionen auf 4,44 Millionen - die meisten der neuen Zuschauer kamen allerdings aus der Gruppe der Über-50-Jährigen. Bei der eigentlichen, werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen konnte DSDS kaum zulegen. (frei)