"Deutschland-sucht-den-Superstar"-Fans erlebten am Samstagabend eine Überraschung. Bei der ersten Liveshow wurde die bislang hochgelobte Nora Ferjani aus der Sendung gewählt - weil ihre Performance zu roboterhaft war.

Beim ihrem ersten Liveauftritt flatterten der 24-Jährigen wohl die Nerven. Ihre sonst so druckvolle Stimme klang bei ihrer Interpretation von Amy Winehouse' "Back to Black" ungewohnt quäkig, ihre Bewegungen waren zudem steif und wirkten einstudiert. Das war alles andere als ein guter Start in die Live-Shows. Dementsprechend fiel das Urteil von Publikum und Jury aus.

Zwar lobte Bill Kaulitz er möge "den Dreck" in ihrer Stimme, aber die Töne habe Nora leider so gar nicht getroffen. Das Publikum fällte dasselbe Urteil, denn am Ende reichten die Stimmen nicht für die nächste Runde, Nora musste die Sendung verlassen.

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Doch bereits vor den ersten Auftritten hieß es Abschied nehmen. Die Jury teilte den sechs Wackelkandidaten mit, wer es in die nächste Runde geschafft hatte. Für Simone Mangiapane und Lisa Wohlgemuth gab es genügend Zuschauerzustimmung, sie dürfen in den Liveshows auftreten. Für Björn Bussler, Fairuz Fussi, Sarah Joelle Jahnel und Talina Domeyer ist der Traum von der großen Bühne erst mal ausgeträumt. Besonders für Fairuz war das ein harter Schlag. Sie hatte auf dem Ranking den dritten Platz erreicht und verfehlte so nur knapp einen Platz in der ersten Liveshow.

Und wer war der Favorit des Abends? Ganz klar: Tim David Weller. Der Rocker begeisterte mit seiner Darbietung von "Here Without You" von 3 Doors Down nicht nur das Publikum, sondern brachte auch die Jury ins Schwärmen. "Du hast diese megageile Rockerstimme. Du kannst alles singen", lobt Dieter Bohlen und auch Mateo befand, der Auftritt sei "absoluter Wahnsinn."

Geteilte Meinungen gab es nur bei Maurice Glovers Darbietung von Flo Ridas "Whistle". Mateo war mit dem Auftritt rundherum zufrieden: "Absolut Hammer". Tom Kaulitz lobte zumindest die technische Umsetzung des Songs. Das sah Dieter Bohlen ganz anders. "Gesanglich war das Käse. Es gibt nur drei Töne im Refrain und davon waren vier daneben", schimpfte er.

Noch ist bei DSDS alles offen, aber bereits nach nur einer Liveshow zeigen sich mögliche Jury-Favoriten. Wer wissen möchte, ob Tim David Weller weiter die Nase vorne behält und ob Maurice Glover vielleicht auch den Poptitanen von sich überzeugen kann, kann sich Samstags um 20:15 Uhr bei RTL ein Bild machen, wenn es wieder heißt: "Deutschland sucht den Superstar". (jv)