Abserviert von der "Bachelorette": Rosen-Mann Jorgo trickst sich in den DSDS-Recall

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Zum Niederknien oder Schämen? Die elfte Folge von DSDS arbeitete Jorgo Alatsas, treuen RTL-Zuschauern bereits gut bekannt, für einen eigentlich sehr privaten Moment um. Er zauberte vor Herzensdame Bana, die "zufällig" bei seinem Vorsingen dabei war, einen Verlobungsring hervor. Offenbar eine Trost-Aktion: Die RTL-"Bachelorette" Nadine Klein hatte ihn zuletzt abgewiesen.

Eigentlich ein sehr privater Moment, so ein Heiratsantrag. Doch "DSDS"-Kandidat Jorgo, der mit 30 Jahren knapp vor der Altersgrenze liegt, wirkte verzweifelt. "Es ist meine letzte Chance." Er brauchte dringend ein "Ja" - und zwar nicht nur von Dieter Bohlen. Aber Moment mal, den Typ kennt man doch irgendwo her ...
Jorgo wusste schon, warum er neben dem Ring für sein "spontanes" Niederknien vor seiner Freundin Bana auch noch ein paar Rosen mit zum Vorsingen geschleppt hatte. In der fünften "Bachelorette"-Staffel hatte der Grieche, der eigentlich Georgios heißt, einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Jorgo (rechts) war der Mann, der einen echten "Bachelorette"-Rekord aufgestellt hatte. Er wickelte in der fünften Staffel Nadine Klein mit seinem gefühlvollen Gitarren-Spiel um den Finger - und erhielt die "schnellste" Rose. Trotzdem flog er später dann doch auf uncharmante Art und Weise raus.
Beim Schlussauftritt der elften "DSDS"-Folge dieser Staffel riskiert Jorgo alles. Und dafür hatte er sich gut vorbereitet. Nicht nur sein "Hero"-Song von Enrique Iglesias war gut gewählt. Er schmachtete vor der Jury auch die Frau an, die er nun seine "neue Bachelorette" nannte: seine Freundin Bana.
Doch Jorgo war nicht der einzige, der bei "DSDS" auch gleich noch Liebesdinge klären wollte: Jennifer aus Franken, eine Musical-erfahrene Powerfrau, machte aus ihrer Doppelstrategie kein Hehl: "Ich bin leider Single - und suche." Bleibt abzuwarten, ob in den nächsten Runden tatsächlich ein Lover für sie anruft.
Die durchgeknallt wirkende Anastasia schien auch einen Liebesplan zu verfolgen: Sie wirkte, als hätte sie es auf Dieter Bohlen abgesehen. "Ich bin ein geheimnisvoller Mensch", flirtete ihn die Model-Hostesse mit der Spitzenmaske an. Der Funke sprang aber nicht über. "Gruselig", stöhnte der "DSDS"-Chef.
Besser kam bei Bohlen die lebenserfahrene Jasy aus Bremerhaven an. Und das nicht nur, weil sie den Rihanna-Song "Take a Bow" druckvoll und selbstbewusst vorsang. Das Kind in Dieter war von Jasys Piercings angetan: "Ein Wunder, wie du mit dem ganzen Metall im Mund überhaupt singen kannst."
Autsch: Musical-Moritz, der mit einer "Der kleine Prinz"-Produktion durch die Gegend zieht, bekam von Bohlen ebenfalls eine ruppige Bemerkung vors Lätzchen geknallt. "Ich find' Musical-Sänger immer so gruselig." Dann überzeugte der etwas verpeilt wirkende Prinz in der Märchen-Uniform aber doch.
Auch Prinz Moritz hatte eine Rose dabei - allerdings unter einem Glassturz wie in seinem Bühnenstück. Xavier Naidoo, der früher in Mannheim selbst Musicalsänger war, gab ihm noch einen wichtigen Tipp: "Bring uns nicht ins Musical, wenn du Pop singst." Moritz kam eine Runde weiter.
Marcel aus Osnabrück wollte bei "DSDS" Funken sprühen lassen. Aber er verglühte schnell. Der junge Mann, der beim Singen keinen Ton traf, hielt es doch wirklich für eine gute Idee, in seiner Uniform von der Freiwilligen Feuerwehr aufzutreten. Seine Idee zündete so gar nicht.
Auch bei der Songwahl lag Marcel daneben. Er wollte doch tatsächlich "Dieser Weg" von Xavier Naidoo singen. Keine gute Idee! "Es gibt Töne, da könnte ich noch dran basteln", sagte er nach seinem verunglückten Horror-Auftritt. "Da kann man nichts daran basteln", schimpfte Naidoo: Marcel war raus.
Feuerwehrmann Marcel war also keine echte Augenweide. Anders sah das bei der blonden Studentin Anastasia aus Hamburg aus. Dieter Bohlen checkte sicherheitshalber gleich mal ab, ob sie einen Freund hat. Hat sie. Von ihrem Gesang war er eher nicht begeistert. "Du hast eine Kleinkindstimme."
Welpenschutz hätte vielleicht geholfen. Allerdings ist die Studentin schon 21 Jahre alt. "Wenn man die Augen zumacht, denkt man, du wärst sieben oder acht", pflaumte sie Dieter Bohlen an. Trotzdem musste sie nicht klagen: Anastasia bekam letztlich drei von vier Jury-Stimmen. Wiedersehen im Recall!
Valentin flog raus - und das nicht nur, weil er sich ziemlich ungeschickt um Kopf und Kragen gequasselt hatte. Ganz anders die schüchterne Österreicherin Maibritt: Sie entsprach offensichtlich Pietro Lombardis Beuteschema. "Die Reise kann vielleicht ganz weit gehen für dich", lobte er sie überschwänglich.
Und auch Marcel aus Tirol, ein weiterer Österreicher beim "DSDS"-Vorsingen, kam eine Runde weiter. Er hatte sich die Power-Ballade "You are the Reason" von Calum Scott ausgewählt. Mit seiner kessen Ansage "Ich bin zwar klein, aber gemein" lag er allerdings knapp daneben. Er ist gut, nicht fies.
Mit ihrer Ausstrahlung fiel es der feurigen Chiara leicht, die Jury um den Finger zu wickeln. "Ich bin eine Italien-Schlager-Girl", sagt sie. Beim Casting punktete sie dann aber doch mit einem Helene-Fischer-Hit. Und mit viel Make-up. "Ich bin nicht Chiara, wenn ich nicht aufgepeppt bin."
Wie ein Honigkuchenpferd strahlte zum Schluss dann doch Rosenmann Jorgo. Nicht wirklich überraschend: Seine Freundin vergoss tapfer Tränen - und nahm seinen Antrag an. Und auch auf Dieter Bohlen konnte der Grieche sich verlassen: Der "DSDS"-Jurorchef gab den Ausschlag für Jorgos Weiterkommen.
"Für mich kam das echt rüber", meinte zumindest Pietro Lombardi über Jorgo und Bana. Allerdings dürften die beiden beim Ex-"DSDS"-Sieger einen Nerv getroffen haben: In Liebesdingen wurde Pietro zuletzt ja übel mitgespielt. Beim nächsten Auftritt vor der Jury muss Jorgo aber dann doch als Künstler überzeugen.