DSDS: Vor diesem Kandidaten ging Pietro Lombardi in die Knie

Bei diesem Auftritt hält ihn nichts mehr: Der Juror springt tanzend auf und fällt vor dem "Deutschland sucht den Superstar"-Kandidaten auf den Boden.

"Ja, er ist gekommen!", jubelte Pietro Lombardi bei DSDS - und sank auf den Boden. Wer den Juror so beeindruckte und welche Kandidatin (!) der RTL-Show Dieter Bohlen wiederum an Pietro erinnerte, zeigt die Bildergalerie.
Attraktiv und/oder sympathisch waren viele Kandidaten dieser Folge, was die Jury jedes Mal hoffen ließ, das berühmte Gesamtpaket vor sich zu haben. Mal wurde diese Hoffnung enttäuscht, mal - wie im Fall von Nadin Parisi (16) - erfüllt. Die Schülerin mit kubanisch-italienischen Wurzeln meisterte den Song "Ghost" von Ella Henderson bravourös.
Ebenfalls eine Hammerstimme brachte Maria-Magdalena Hristova (28) mit - trotzdem zweifelte die Jury. Denn die Opernsängerin und Gesangslehrerin schmetterte sowohl Pucchinis "O Mio Babbino Caro" als auch "Rock'n'Roll" von Led Zeppelin. Oper und Metal: "Beide Genres suchen wir hier eigentlich nicht", zögerte Bohlen, gab ihr aber schließlich, wie alle, seinen Segen.
Einstimmig weiter kam auch Gina Christin Scharrelmann (21), der Dieter Bohlen dazu noch ein verblüffendes Kompliment machte: "Es hat mich noch nie ein Kandidat so an Pietro Lombardi erinnert wie du!" Bitte? Das Unverständnis war seinen drei Mitjuroren ins Gesicht geschrieben. Die Optik konnte das DSDS-Urgestein ja schon mal nicht meinen.
"Du hast so ein komisches Kieksen, du triffst die Töne nicht, aber du hast eine Wahnsinns-Personality in der Stimme, einen Wiedererkennungswert", erklärte Bohlen seine ungewöhnliche Assoziation. Xavier Naidoo orakelte, dass Gina noch "eine tolle Reise" vor sich habe. "Lust auf mehr" hatte ihre Version von Matheas "2x" auch Oana Nechiti gemacht. Ab in den Recall!
Mehr zittern musste beispielsweise Lorene Wittmann (18). Für ihr "I'd Rather Go Blind" (Etta James) bekam sie zwei Ja- und zwei Nein-Stimmen. Glück für die Münchnerin: Sie hatte sich vorab für die CD von Xavier Naidoo entschieden und dem Juror damit doppelte Stimmkraft verliehen. Da der neben Bohlen auf sie gesetzt hatte, kam sie eine Runde weiter.
Tja, während Cineasten derzeit beim Stichwort "Joker" sofort an Joaquín Phoenix denken, wissen DSDS-Fans: Ein solcher kann über Sein oder Nichtsein eines Kandidaten entscheiden. So auch bei Luis Molionik (19), dessen "Hey There Delilah" (Plain White T's) ebenfalls nur Bohlen und Naidoo überzeugte. Auch er hatte mit seinem Xavier-Joker Glück.
Wie Luis brachte auch Adrian Alian (23) eine ansprechende Optik mit - von der das Instagram-Werbemodel und selbsterklärte Muttersöhnchen auch ziemlich überzeugt war: "Ich bin unique, ich bin cool, ich bin lässig! Ich mag es, mich mit meinen Klamotten zu expressen." Der neue Chris Brown würde er gerne werden. Von dem sang er "With You".
Leider war Adrians Stimme nicht ganz so cool wie sein Aussehen, das auch Dieter Bohlen "mega" fand. Seinen zweiten Song, "Down" von Jay Sean, versemmelte er ebenfalls, was ein bedauerliches, aber einstimmiges "Nein" der Jury nach sich zog. Doch so schnell gibt ein Adrian nicht auf. "Second chance?", fragte er im Rausgehen. Bohlens kühle Antwort: "Aussichtlos!"
Eine Enttäuschung war der DSDS-Besuch auch für die Medizinstudentin und Künstlerin Joleen Albrecht (26). Erst wusste Dieter Bohlen ihr liebevoll gestaltetes Geschenk - eine Tonfigur, die sein 80er-Ich darstellte - nicht zu schätzen ("Ich sehe aus wie ein Monster!"), dann kam auch noch ihre Interpretation von Pinks "Sober" nicht sonderlich gut an. Viermal Nein.
Neben der Tonfigur gab's noch einen Ausflug in Bohlens Vergangenheit: Der Österreicher Fabian Birgmann (18), der als Hobbys Autofahren und Schlafen angab, sang neben "Stayin' Alive" von den Bee Gees auch Modern Talkings "Cheri Cheri Lady" - und beides ziemlich quietschig. Auch hier war sich die Jury einig: Das war nix!
Lost in Translation? Sympathisch präsentierte sich der Indonesier Andi Ragil Mahardika (28), der Oana Nechiti erst zum Zumba-Tanzen animierte und dann einen Schlager aus seiner Heimat sang. Den Text hatte er ins Deutsche übersetzt, wodurch die Jury lernte, dass man "Herzschmerz" im Indonesischen mit einer Erkältung vergleicht. Stimmlich reichte es leider nicht.
Und am Ende: Auftritt Kevin Jenewein (26). Der gelernte Zimmermann hatte es 2013 bereits in den Auslands-Recall auf die Karibikinsel Curaçao geschafft, war aber ausgeschieden, als es um den Einzug in die Liveshows ging. "Ich war damals noch ein Kind", erinnert er sich, "ich war schüchtern, habe noch nie auf einer großen Bühne gestanden."
Um einige Erfahrungen reicher wagte er nun einen zweiten Versuch. Sein erklärtes Ziel: "Am liebsten würde ich einmal mehr singen als jeder andere Kandidat hier. Das wäre dann am Schluss in den Liveshows mein eigener Song." Zunächst gab er "Dancing On my Own" von Calum Scott zum Besten - und das so gefühlvoll, dass Pietro Lombardi glatt die Luft wegblieb.