DSDS-Überraschung: Darum ließ Dieter Bohlen einen "Kotzbrocken" weiter

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"Deutschland sucht den Superstar" (RTL) ist immer für eine Überraschung gut: Während die DSDS-Jury den einen "Kotzbrocken" in den Recall beförderte, ließ sie einen anderen vor die Tür setzen. Die Highlights aus der ersten Folge der neuen Staffel.

Immer für eine Überraschung gut: Während die Jury von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) den einen "Kotzbrocken" in den Recall beförderte, ließ sie einen anderen vor die Tür setzen. Außerdem gab's bereits die erste goldene CD der Staffel sowie intime Einblicke in Pietro Lombardis Sexleben.
Es begann mit einem Volltreffer: Tamara Perez (19) überzeugte nicht nur mit blendender Optik und sympathischenmAuftreten, sondern auch mit einer tollen Stimme: Bei ihrer Version von Emili Sandés "Clown" bekam Oana Nechiti "Gänsehaut", Xavier Naidoo fand es "top, top, top", und Pietro Lombardi war sicher: "Du kannst sehr weit kommen." Am Ende gab's viermal Ja!
Auch der gleichaltrige Isa Berisha kam bei allen Juroren gut an. Der sportliche Schüler hatte sich spontan beim offenen Casting beworben, sang "Und wenn ein Lied" von Juror Xavier Naidoo sowie "Who's Lovin' You" von den Jackson 5 und punktete vor allem mit dem zweiten Song. "In dir schlummert eine bombastische Stimme", war sich Naidoo sicher.
Ein weiterer Lichtblick der Show war der 16-jährige Elvin Kovaci, dessen leuchtend blaue Augen sowohl Pietro Lombardi als auch Oana Nechiti sofort bemerkten. Diese fielen dem Jungen vor freudiger Überraschung schier aus dem Kopf, als er verstand, dass er für seine Interpretation von Radioheads "Creep" einstimmig weitergewählt worden war.
Das gelang auch dem angehenden Sportstudenten Tom Weigl (19), der "Supermarket Flowers" von Ed Sheeran sang und von Dieter Bohlen als "mit Riesenabstand der Beste heute" bezeichnet wurde. Zum Glück, denn zuvor hatte Tom gestanden, ein "schlechter Verlierer" zu sein. Einen solchen gab es in der Folge trotzdem noch zu sehen, doch dazu später mehr ...
Natürlich gab's auch diesmal wieder Kandidaten, die einen leichten Hau weg hatten - etwa Sara Mirza (17), die sich als "Sara Bieber" vorstellte und behauptete, mit Superstar Justin liiert zu sein. Immerhin: Rihannas "Love On The Brain" und Alessia Caras "Scars To Your Beautiful" sang sie ganz ordentlich. Fürs Weiterkommen reichte es aber nicht.
Melanie Engel (28) versuchte dagegen, die Jury mit ihren Rollschuhkünsten "umzuhauen", doch weder damit noch mit ihrer sonstigen Performance konnte sie überzeugen. Vor allem Pietro Lombardi litt, als sie seinen Song "Bella Donna" nicht nur gesanglich verhunzte, sondern auch ständig versehentlich Textpassagen aus anderen Liedern einflocht. War nix!
Ebenfalls zu viel vorgenommen hatte sich Stefanie Wegleiter (28) mit Whitney Houstons "I Will Always Love You". Als Sängerin einer Schulband hatte sie einst angeblich "eine gewaltige Stimme" attestiert bekommen. Die Jury sah das anders, vermittelte die Absage angesichts der sichtlich traurigen, sympathischen Tirolerin jedoch erstaunlich zahm.
Und noch eine Fehleinschätzung: "Ich bin der geborene Superstar", war sich Julia Langer (22) sicher. Schon als Baby habe sie ihr Talent entdeckt. Beim Singen des Tove-Lo-Songs "Cool Girl" hatte sie laut Pietro Lombardi und Dieter Bohlen "eine lustige Ausstrahlung". "Ja, aber ungewollt", wandte Xavier Naidoo ein. Kurz: keine Chance, weiterzukommen!
Doch nicht nur Gaga-Kandidaten und Selbstüberschätzer stellten die Jury auf harte Proben. Besonders Pietro Lombardi musste sich diesmal einigen Herausforderungen stellen - etwa, als Dorfkind und Wahl-Düsseldorferin Rebecca Miess (21) versuchte, ihm einen Spagat beizubringen.
Das gelang ihr nur mäßig gut, auch ihre Performance des Songs "Scared To Be Lonely" von Martin Garrix und Dua Lipa überzeugte nicht auf der ganzen Linie. Dennoch stimmten außer Dieter Bohlen alle Juroren mit Ja, und so kam die hübsche Studentin trotzdem eine Runde weiter. Ihre Begleiter-Crew war sicher: "Da geht noch mehr!"
Für Júlia Kramárová (18) machte sich Pietro Lombardi beim Casting in Füssen sogar nass! Denn vor deren Auftritt hatte er versprochen, in den 14 Grad kalten Forggensee zu springen, sollte sie gut singen. Ihr "Ain't Nobody" von Chaka Khan überzeugte, Pietro sprang, und zu den vier Ja-Stimmen gab's für die Slowakin eine nasse Umarmung obendrauf.
Was fehlt noch, um den "DSDS"-Mix perfekt zu machen? Schlager natürlich! Damit versuchte es Ramon Kaselowsky (25), der den verstaubten Song "100 Jahre sind noch zu kurz für eine große Liebe" von Randolph Rose ausgegraben hatte. "Old-fashioned, aber mega-klasse" fand es Dieter Bohlen, und auch die anderen Juroren gaben dem Gebäudereiniger ein Ja.
Dass eine altmodische Show auch schlecht ankommen kann, zeigte Justin Flögemann (18), der Klaus Lages "1000 und 1 Nacht" sang und partout nicht einsehen wollte, warum die Jury ihn nicht gut fand. Er fiel allen ins Wort und bediente sich an Naidoos Wasser, worauf Bohlen ihn rauswerfen ließ. Egal, fand Justin: "Hauptsache, ich werd' fame!"
Pietro gestand, dass er als Teenie gerne heimlich die "Beate Uhse TV"-Softpornos auf Premiere geguckt hatte - "und 'Sexy Sportclips' auf Sport1. Das waren meine ersten ..." - "... deine ersten Kontakte zu Sex", ergänzte Dieter Bohlen, und Lombardi nickte: "Isso!" Doch zurück zu Schausteller Udo: Der beschäftigt sich beruflich mit "Entnageln".
So klang es zumindest, als er seine "Enten angeln"-Kirmesbude beschrieb. Seine Zähne bekam er schwer auseinander, auch die Sonnenbrille setzte Udo Uhse nur kurz und ungern ab, als Oana Nechiti ihn darum bat: "Die gehört zu meinem Look." Nechitis Urteil zu seiner Version des Lauv-Songs "I Like Me Better": "Ausstrahlung habe ich gar nicht gesehen."
"Du bist so ein Leck-mich-am-Arsch-Typ", fand Naidoo. Bohlen urteilte: "Auf mich kommst du rüber wie so'n Kotzbrocken. Voll unsympathisch, wie so'n Arschloch ..." Doch dann: "Ich find' sowas ja gut." Schließlich würde es genug "angepasste Schleimer" geben. Da Udo Bohlen als Joker gesetzt hatte, reichten ihm dessen und Naidoos Ja-Stimmen zum Weiterkommen.
Den Höhepunkt der Sendung hatten die DSDS-Cutter jedoch an den Schluss gesetzt. Einen Tag vor ihrem 16. Geburtstag sang Carolin Milena Kreis "Old Time Rock And Roll" von Bob Seger und "Sober" von Demi Lovato. "Wunderschön", lobte Lombardi und Nechiti setzte noch einen drauf: Mit ihrer goldenen CD schickte sie Caro direkt in den Südafrika-Recall!