"Zieh dir was an!": Bohlen schickt Kandidatin in zu knappem Outfit weg!

Mit leicht bekleideten Kandidatinnen hat die Jury bei "Deutschland sucht den Superstar" eigentlich Erfahrung. Doch die Show von Lydia Kelovitz und ihren Tänzerinnen war dem Pop-Titan dann doch zu viel.

Mit leicht bekleideten Kandidatinnen hat die Jury bei "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) eigentlich Erfahrung. Doch die sexy Show von Lydia Kelovitz und ihren Tänzerinnen war Dieter Bohlen dann doch zu viel: Er schickte die Blondine aus dem Raum. Das Ende vom Lied? War anders als vermutet ...
Der Auftakt der Show geriet jugendfrei: Liron Blumberg (16) sagte von sich selbst, er sei "eher brav". "When I Was Your Man" von Bruno Mars geriet ihm viel zu tief, doch mit "Someone You Loved" von Lewis Capaldi sowie seiner "geilen Ausstrahlung" (Bohlen) konnte er sich drei Ja-Stimmen ersingen. Nur Oana Nechiti war sein Auftritt zu "langweilig".
Anders als für Liron waren die hohen Bruno-Mars-Töne für Ramon Zamani-Pour (23) kein Problem, er hatte eher kleine Mankos in den tieferen Bereichen. Seine Versionen von Mars' "Grenade" sowie Michael Jacksons "Dirty Diana" kamen dennoch bei allen Jurymitgliedern gut an, zumal Ramon laut Bohlen auch noch mit einer "guten Fresse" ausgestattet war.
Ann-Sophie Kemmerling (19) singt, wenn sie ihre "Ruhe haben will" - vielleicht nicht die beste Voraussetzung für einen angehenden Superstar. Tatsächlich konnte sie mit Tim Bendzkos "Keine Maschine" nicht überzeugen, gelohnt hat sich ihr Kommen dennoch: Sie wurde von ihrem Idol, dem letztjährigen Top-10-Kandidaten Jonas Weisser (19), überrascht.
Ein schillernder Kandidat war der Berliner Kosta Kreativa (28), der als gelernter Koch und Hair-and-Make-up-Artist mittlerweile in einer Bank arbeitet, sich nun aber als Sänger versuchte. Und das machte er zu Pietro Lombardis "großer Überraschung" ganz schön gut: Für seine Interpretation von Calum Scotts "Dancing On My Own" gab's viermal Ja.
Eine außergewöhnliche Persönlichkeit brachte auch die künstlerisch vielseitige und mehrfach ausgezeichnete Geigerin Elena Abdullaeva (18) mit. Sie beschenkte Xavier Naidoo zunächst mit einem selbstgezeichneten Porträtbild und versuchte dann, ihre Vorliebe für rockige und klassische Musik zu kombinieren ...
Doch "Mother Earth" von Within Temptation sang sie laut Bohlen, als habe man "Micky Maus durch den Fleischwolf gedreht". Naidoo beschrieb die schrillen Töne höflicher als "sehr exzentrisch, sehr speziell ... Ich will dir gar nicht absprechen, dass du das toll machst, aber wir suchen das hier nicht." Auch von Nechiti und Lombardi gab's ein Nein.
Erfolglos blieb auch Andrin Hofstetter (18), der zwar von sich behauptete, "sehr selbstkritisch" zu sein, sich in Sachen Gesang aber deutlich überschätzte. Er sang "Treat You Better" von Shawn Mendes und lag dabei sowohl rhythmisch als auch von den Tönen her komplett daneben. Immerhin attestierte ihm Bohlen, "ein netter Junge" zu sein.
Ein "böser Junge" war dagegen einst Daniel Kirchhoff (30), der von 2008 bis 2011 wegen Drogenhandels im Gefängnis gesessen hatte, nun aber einen ganz anständigen und tatsächlich geläuterten Eindruck machte. Als Songs hatte er sich "Achy Breaky Heart" von Billy Ray Cyrus und "H.O.L.Y." von Florida Georgia Line ausgesucht ...
Bohlen und Lombardi gefiel's, Nechiti und Naidoo reichte es nicht. Pech für Daniel: Er hatte zwischen Bohlen und Naidoo als Joker geschwankt, leider auf Letzteren gesetzt und war damit raus aus dem Rennen. Doch er blieb locker: "Dann soll's nicht sein", kommentierte er in breitem Bayerisch und verabschiedete sich mit einem Lächeln.
Auch Fabian Schmidt (20), der "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher und "Sie liebt den DJ" von Michael Wendler sang, nahm sein Nicht-Weiterkommen (viermal Nein) gelassen - womöglich, weil er ein Lombardi-Kompliment - besser singe der Wendler auch nicht - überinterpretierte. Klang für Fabian nach: "Pietro war begeistert." Nun denn.
Dem Schlager verschrieben hatte sich auch Paulina Wagner (23), die Vanessa Mais Version des Yvonne-Catterfeld-Hits "Für dich" ein weiteres Mal coverte. Als zwar "nicht die beste Sängerin" (Naidoo), aber "bombe aussehendes" (Bohlen) "Gesamtpaket" (Nechiti) empfand die Jury sie und schickte sie einstimmig in die nächste Runde.
Mit attraktiver Optik wollte auch die österreichische Versicherungskauffrau und Underground-Wrestlerin Lydia Kelovitz (29) alias "Rude Lude" überzeugen und brachte gleich noch zwei Tänzerinnen mit. Passend zu den ultraknappen Outfits der Ladys sang Lydia "Pony" von Ginuwine. "Ein guter Song zum Sex haben" sei das, raunte Lombardi Bohlen ins Ohr.
"Was soll man sagen - die kann singen!", stellte Xavier Naidoo verblüfft fest, war er doch gewohnt, dass viele Kandidatinnen mit ultrasexy Looks von stimmlichen Schwächen ablenken wollen: "Den ganzen Zirkus brauchst du überhaupt nicht." Dieter Bohlens Urteil dagegen war härter: "Mir hat die Darbietung überhaupt nicht gefallen", beschwerte er sich.
Lydia solle sich erst mal was anziehen und dann wiederkommen. Und so lieh sich die taffe Blondine von einer Freundin einen Mantel und von Mama Leggings, um dann "Purple Rain" von Prince zu singen. "Gewagte Nummer", war Bohlen skeptisch, doch Lydia überzeugte: Als sie ihre vier Ja-Stimmen realisierte, kamen ihr die Tränen: "Ist das nicht episch?"