Eike Immel und Kollegen: Wenn Fußballer im Reality-TV landen

Eike Immel feiert am 27. November seinen 60. Geburtstag. Der ehemalige Torwart der deutschen Nationalmannschaft beendete Ende der 1990er-Jahre seine Profikarriere. Jahre später ging Immel ins RTL-Dschungelcamp und belegte Platz fünf. Auch einige seiner Fußballkollegen zog es bereits ins Reality-TV. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Jüngstes Beispiel eines ehemaligen Profikickers im Reality-TV ist Kevin Pannewitz. Trotz mehrfacher Anläufe hat es für die große Fußballer-Karriere bei ihm nicht gereicht. 2020 macht er durch seine Teilnahme an der RTLzwei-Show "Kampf der Realitystars - Schiffbruch am Traumstrand" auf sich aufmerksam. Er gewinnt die Spieleshow und geht mit 50.000 Euro nach Hause.
Mario Basler, der 1998 das letzte Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft trug, zeigt sich nach seiner Fußballkarriere gerne im TV, ob als Sportexperte oder Gast in einer Unterhaltungsshow. 2016 nahm er an "Promi Big Brother" teil und belegte den dritten Platz.
Er ist wohl das bekannteste Fußball-Gewicht im Reality-TV: Thorsten Legat absolvierte 243 Bundesligaspiele. 2016 nahm er an der zehnten Dschungelcamp-Staffel teil und verließ die Wildnis als Drittplatzierter und "Kasalla"-Sprücheklopfer. Im selben Jahr zog er mit seiner Frau ins RTL-"Sommerhaus". 2020 übernahm er Cameo-Auftritte im Dschungelcamp.
Umut Kekilli, hier mit Partnerin Ina Maria Schnitzer, beendete 2015 seine Profikarriere auf dem Rasen, der er unter anderem in der Türkei nachging. Von 2009 bis Dezember 2017 war er mit Natascha Ochsenknecht liiert und wurde so der deutschen Öffentlichkeit bekannt. 2018 nahm er an der Sat.1-Realityshow "Promi Big Brother" teil.
Gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Natascha Ochsenknecht (r.) ging ein Fußballkollege ins RTL-Dschungelcamp: Ansgar Brinkmann verließ 2018 das Camp freiwillig: Auf einen Regelverstoß folgte eine weitere Strafe. Das brachte für ihn das Fass zum Überlaufen und er warf hin.
David Odonkor beendete seine Karriere, die er unter anderem bei Borussia Dortmund und der Nationalmannschaft machte, nach einigen Verletzungen im Jahr 2013. Danach war er in zahlreichen TV-Spieleshows gern gesehener Gast und verließ 2015 als Sieger den "Promi Big Brother"-Container.
Lothar Matthäus bekam sogar seine eigene Reality-Show. Der Weltfußballer von 1991 wurde für die sechsteilige Personality-Doku "Lothar – immer am Ball" von VOX begleitet. Die Reihe wurde jedoch nach der ersten Staffel abgesetzt.
Jimmy Hartwig spielte in seiner Karriere, die er 1988 beendete, unter anderem für den Hamburger SV und den 1. FC Köln und war später als Profi-Trainer tätig. 2004 nahm er an der zweiten Dschungelcamp-Staffel teil und beendete sie als Viertplatzierter. 2011 war er auch bei "Das perfekte Promi-Dinner" (VOX) zu sehen.
Auch ein Weltmeister von 1990 wagte sich schon in den Dschungel: Thomas Häßler beendete seine Karriere als aktiver Fußballer im August 2005. Im TV zeigte er sich als Kandidat von "Ewige Helden" (VOX), "Let's Dance" (RTL) und "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" (RTL). In letzterer Reality-Show wurde er 2017 Vierter.
"Let's Dance" ist einigen Fußballkollegen ebenfalls nicht unbekannt: Aílton tanzte in der 13. Staffel der RTL-Tanzshow. Der ehemalige brasilianische Bundesligaspieler konnte Anfang 2020 jedoch nur den 12. Platz (von 14) belegen.
Er bewies mehr Taktgefühl: Hans Sarpei, bis 2012 Spieler beim FC Schalke 04, belegte in der Tanzshow 2015 den ersten Platz und sicherte sich mit Kathrin Menzinger den Titel "Dancing Star 2015".
Auch Giovane Elber hatte Lust, sein Tanztalent unter Beweis zu stellen. Mit Tanzprofi Isabel Edvardsson belegte der ehemalige FC-Bayern-Star und brasilianische Nationalspieler immerhin Platz drei.
Auch in der internationalen Fußballwelt bringt die Tanzshow Teilnehmer hervor: Der ehemalige dänische Fußballtorwart Peter Schmeichel nahm an der britischen Ausgabe "Strictly Come Dancing" teil und musste 2006 als Siebter gehen.
Gefallen findet man in Großbritannien auch am Dschungelabenteuer. Wayne Bridge belegte 2016 den fünften Platz im britischen Dschungelcamp "I'm a Celebrity...Get Me Out of Here!".
Jimmy Bullard (unter anderem West Ham United und englische Nationalmannschaft) nahm 2014 an der 14. Staffel der britischen Fernsehshow teil.
Lee Sharpe, hier für Manchester United auf dem Platz, trat nach dem Ende seiner Profikarriere 2003 in verschiedenen Prominenten- und Reality TV-Sendungen auf. 2005 sah man ihn in der ersten Celebrity-Ausgabe von "Love Island", 2007 nahm er an der zweiten Staffel von "Dancing on Ice" teil.
Neil "Razor" Ruddock war in seiner Karriere (unter anderem FC Liverpool) für seine körperbetonte Spielweise bekannt, die sich oft am Rande des Erlaubten bewegte. Später wurde er in Großbritannien zu einer TV-Bekanntheit, ein Auftritt im Dschungelcamp im Jahr 2004 durfte nicht fehlen.
Der ehemalige Arsenal-Spieler Ian Wright nahm 2019 an der Show teil und wurde Achter. Wirght machte sich nach seiner Fußballkarriere auch einen Namen als Moderator.
Harry Redknapp gewann die 18. Staffel des britischen Dschungelcamps. Der ehemalige Profispieler, Fußballmanager und Onkel von Frank Lampard nahm 2018 die Krone des Dschungelcamps mit nach Hause.
Auch große Superstars des Fußballs waren bereits in Reality-TV-Shows zu sehen: Der Brasilianer Ronaldo hatte nach seinem Karriereende ein paar Kilos mehr auf den Hüften. In einer Abnehm-Sendung des Senders "Globo" speckte er ab.