"Ninja Warrior Germany" bei RTL: Eine spektakuläre Final-Show

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Über 13.000 Top-Sportler hatten sich für die zweite Staffel von "Ninja Warrior Germany" beworben. Die 28 stärksten, besten, vielseitigsten, sensationellsten "Ninjamaniacs" qualifizierten sich nach sieben Vorrunden für den finalen Showdown. Angefeuert, gehuldigt und getröstet von den Moderatoren Laura Wontorra (28), Frank "Buschi" Buschmann (52) und Jan "Köppi" Köppen (34) und einem frenetischen Publikum.

Der junge, spärlich bekleidete Mann ist Moritz Hans. Und der Sieger der zweiten Staffel von "Ninja Warrior Germany" auf RTL. Im Finale der "stärksten Show Deutschlands" (offizieller Untertitel) wurde er zum Hans im Glück: Das Finale der 28 besten Athleten raubte Publikum und den Moderatoren Laura Wontorra, Jan Köpen (links) und Frank Buschmann den Atem. Wie knapp es am Ende zuging, verrät unsere Galerie ...
Über 13.000 Athleten hatten sich für die zweite Staffel von "Ninja Warrior Germany" beworben, 28 qualifizierten sich fürs Finale. Begnadete Körper, die nur eins wollten: rauf auf den legendären "Mount Midoriyama" - und für die Erstbesteigung 200.000 Euro kassieren! Nur: Erst musste ein Parcours mit neun Hindernissen bewältigt werden, die Moderator Frank Buschmann (52) "abartig" nannte. Ausnahmsweise übertrieb er nicht einmal.
Am Fünfsprung scheiterte niemand, am Propeller mit Seil verflogen sich etliche; zwei Balancebrücken kosteten hingegen keine "Opfer". Das achte Hindernis, der "Tunnelsprung", wurde zum "neuralgischen Punkt" (Buschi). Einige Top-Favoriten rutschten ab - etwa Daniel Gerber (Foto): Auch er sah kein Licht am Ende des Tunnels.
Mit dem Slogan "Go hard or go home" machte sich das Kraftpaket Gary Hines aus Bad Neustadt für den Parcours heiß. Aber sein "Captain America"-Outfit mit den niedlichen Flügeln an den Socken half diesmal nicht: Er schaffte es zwar weiter als im Finale 2016, aber am letzten der Hangel-Mikadostäbe rutschte der Sympathieträger ab. Platsch - und ab nach Hause!
Gary Hines schied aus. Deshalb wurde es auch nix mit den versprochenen "Captain America"-Flügelsocken für Buschi. Aber der hatte ja auch selbst tolle (gelbe!) Socken an. Beim Versuch, sie Moderatoren-Kumpel Jan "Köppi" Köppen (34) und den Zuschauern zu zeigen, hätte er sich beinahe einen Muskelfaserriss zugezogen - nach eigenen Angaben!
Drei Mitglieder der Ninja-Warrior-Clique "Wolfpack" hatten es ins Finale geschafft. Rudeltreue zeigten sie auch hier - im Scheitern. Alle drei versagten am selben Hindernis - dem Propeller! Sladjan Djulabic, wegen Muskelfaserriss gehandicapt, wollte die Stange einhändig greifen - viel zu lässig! Mirko Künstler trog sein maues Gefühl ("Ich hab echt Schiss!") nicht - Aus! Als letzter Wolf ging Max Sprenger (Foto) baden - er hatte sich mit der siebtbesten Zeit fürs Finale qualifiziert.
Bei Wettbewerben gibt es Regeln. Und Schiedsrichter. Und die sehen genau hin. Darüber stolperte unter anderen Johannes Veh. Der Bäcker griff an der Affenschaukel nur einmal kurz ans Seil: Verboten! Aus! Er konnte seinen Flüchtigkeitsfehler nicht fassen und musste sich von Mutter Elisabeth und Freundin Jasmin trösten lassen.
Nicht der Anton, sondern der Maxi aus Tirol ging im Finale an den Start. Maximilian Brunner kam mühelos am Propeller vorbei (Jan: "Der ist ja auch Co-Pilot!"), bewältigte die Mikadostangen (Foto) spielerisch. Grad mahnte Buschi mit Blick auf die Uhr: "Jung, du musst Gas geben!", da war's auch schon vorbei: Maxi rutschte beim Sprung in den Tunnel ab, wie übrigens auch der zweite Österreicher im Finale, Herwig Natmessnig, mit 35 Jahren der Senior im Finale.
Oliver Edelmann (Buschi: "Was für ein Sportler! Was für ein Athlet!") war im Finale 2016 der "Last Man Standing". Der, der am weitesten kam. Und er war auch diesmal gut unterwegs, mit fast spielerischer Leichtigkeit, geschmeidigen Bewegungen, irrer Kraft und stets einem fröhlichen Lächeln im Gesicht. Bis zum Tunnel ...
Oliver Edelmann sprang und saugte sich regelrecht am Plexiglas des Tunnels fest. Buschi feierte schon: "Das ist die Nummer 5 in der zweiten Runde!" - da schmierte der edle Recke Oli doch noch ab. Kippte. Rutschte. Fiel! Sprachloses Entsetzen bei Publikum und Moderatoren, Enttäuschung beim Top-Favoriten. Aber: "Es ist eine Ehre, hier zu sein. Das Publikum, die Athleten - ihr seid die Besten!" Großer Sportler, wahre Worte, edle Geste!
Isaac Caldiero ist eine Ninja-Warrior-Legende - als einer von nur zwei US-Athleten, die den "Mount Midoriyama" bezwangen. Weil dies beiden im selben Finale (2015) gelang, bekam nur einer den Siegerpeis von einer Million Dollar: Issac, weil er drei Sekunden schneller war als Co-Finisher Geoff Brittan! Isaac gab den NWG-Athleten im Trainingscamp wertvolle Tipps. Sein Favorit Alex Grunwald scheiterte aber.
Viktor Brüsewitz hatte im Halbfinale die drittbeste Zeit erreicht. Als er als 26. an den Start ging, hatten erst drei Athleten den Tunnel bewältigt. Er schaffte es, dann aber kam im Kamin an der "unsichtbaren Leiter" beinahe das Aus. "Ich konnt nicht mehr. Aber ich dachte an den Nikolaus - ich wollte nicht im Kamin stecken bleiben!" Mit letzter Kraft schaffte er es bis zum Buzzer.
In der zweiten Runde müsste Viktor Brüsewitz als erster der fünf Erstrunden-Finisher an den Start. Er rutschte fast an der Halfpipe mit Seil ab, er stolperte über die schwebenden Keile, er schaffte die doppelte Himmelsleiter. An den beiden Hängebrücken kam das Aus, er rutschte nach dem Sprung von der ersten zur zweiten ab. "Ich wusste vorher, dass spätestens an den Brücken Schicht im Schacht ist!" No Victory für Viktor. Aber, so Buschi: "Bockstarke Leistung!"
Der Schweizer Michael Rindisbacker ging als 15. an den Start. Er war der erste, der den Tunnel bewältigte und dann auch den Parcours vor Ablauf der Zeit von 3:30 Minuten finishte. Coole Socke: Vor dem Aufstieg über die unsichtbare Leiter knetete er in aller Ruhe seine Hände. Jan metapherte beschwingt: "Ja, die Schweizer kennen sich halt mit Tunneln aus. Und er hat perfekt gearbeitet wie ein Schweizer Uhrwerk."
In der zweiten Finalrunde kam für Michael Rindisbacher an der doppelten Himmelsleiter das Aus. Er verkantete an den letzten Scharnieren der zweiten Leiter, schmierte ab. "Schade, es hat nicht gereicht bis in den Himmel", nahm er es mit Galgenhumor. Und schickte gleich eine schelmisch verpackte Kampfansage hinterher: "Ich bin glücklich. Das war ja mal ein ganz guter Anfang..." Ein Comeback-Garant für 2018!
Benjamin Grams, nur 1,71 Meter groß, aber kräftig wie "Benni Bärenstark", wurde zum "Daniel Düsentrieb mit Turbo" (Buschi). Jeden Parcours hatte er in Rekordzeit bewältigt. Den der ersten Finalrunde ebenfalls - und auch die zweiten fünf Hindernisse brachte er als Schnellster hinter sich - mit noch 1:30 Minuten Restzeit auf der Uhr! "Das ist kein Mensch, das ist ein Monster-Athlet" jauchzte Buschi. Und schob nach: "Lecko mio!"
Als Benny die letzten vier Hindernisse anging, die ihn noch vom "Mount Midoriyama" trennten, tobte das Publikum, die Ninja-Kollegen liefen anfeuernd Spalier. Benny klammeraffte cool durch "Spannungsbogen" und die fünf Schwebetüren. Bei der Landung verkantete ein Fuß, Benny stürzte von der sicheren Matte ins Wasser! "Neeeeeiiiin!" brüllte Buschi, "du kannst doch hier nicht die Badeente zum Abschluss machen!" Jan schluchzte fast: "Was für ein Supertyp, ey!"
Zirkusartist René Kaselowsky schwang und kraxelte durch den Erstrunden-Parcours, als handele es sich um einen lockeren Sonntagnachmittags-Spaziergang. "Der ist noch nass hinter den Ohren", meinte Buschi, "hat so ne kindliche Leichtigkeit." In der Tat: Als er bei den Moderatoren vorbei kam, machte der Youngster kurz im Vorbeihuschen einen Salto! Buschi war geplättet: "Du Katze! Du Katze!"
Nach der ersten Runde gab es für René Kaselowsky eine Überraschung: Sein Vater hatte die zehnstündige Reise aus Ungarn angetreten, um den Sohnemann im Finale zu unterstützen. Tat er dann auch: In der zweiten Runde schritt der Herr Papa als Personal Coach neben dem Parcours her und gab Tipps. Mit Erfolg: René schaffte auch die zweite Runde und nahm Kurs auf den "Mount Midoriyama"!
René Kaselowsky gab wirklich alles. Schon vorher: Er hatte sich in einer Scheune die Wand mit den Fingerleisten nachgebaut, das vorletzte Hindernis vor dem ersehnten Gipfel. Er ging geschmeidig ran (Buschi: "Guck dir diesen Body an - wie gemeißelt!"). Beim Umgreifen von der dritten zur vierten Leiste machte er einen Fehler (Foto). Bei NWG unverzeihlich, weil nicht korrigierbar. Er landete im Wasser. Und war bitter enttäuscht. Laura tröstete: "Sei nicht traurig, René, unser Zirkuspferd." Zum Wiehern.
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