Im ersten Münchner "Polizeiruf" nach dem Abschied von Kommissar Hanns von Meuffels überraschen die neuen Ermittler mit ungewöhnlichen Methoden. Wir beantworten die vier wichtigsten Fragen zum Krimi am Sonntagabend.

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Im neuen "Polizeiruf 110: Der Ort von dem die Wolken kommen" aus München müssen Streifenpolizistin Elisabeth "Bessie" Eyckhoff (Verena Altenberger) und ihre Kollegen, Halbbruder Cem (Cem Lukas Yeginer) und Maurer (Andreas Bittl), die Herkunft des verwahrlosten Jungen Polou (Dennis Doms) herausfinden. Das geschieht unter anderem mittels Hypnose.

Ob es das wirklich gibt, wer den Jungen spielt und ob das neue Team eine würdige Nachfolge für Matthias Brandt alias Kommissar Hanns von Meuffels ist, erfahren Sie hier.

"Polizeiruf 110" aus München: Wer spielt den verwahrlosten Jungen Polou?

Der inzwischen 15-jährige Münchner Schüler Dennis Doms hatte sich auf einen Aushang an seiner Schule hin bei dem Casting beworben. Der Schulleiter, der ihn aus der Theatergruppe kennt, hatte Dennis dazu ermutigt. Dennis bekam die Rolle und machte einen herausragenden Job, wie auch die Verantwortlichen vom BR bei einer Preview bestätigten.

Der Jungschauspieler selbst war mit seinen Eltern ebenfalls dabei. Sein Fazit nach der Vorführung: "Ich finde wirklich toll, was dabei herausgekommen ist und bin sehr froh, dass ich mitspielen durfte. Es hat großen Spaß gemacht", sagte er auf der Bühne.

Nutzt die Polizei wirklich Hypnose?

Die Ermittler lösen den Fall unter anderem mit Hilfe einer Traumatherapeutin, die den Jungen zunächst allein und später auch zusammen mit Polizistin Bessie in Hypnose und Doppelhypnose versetzt. Hier kommt ein surreales Moment in den Krimi, der bis zu diesem Zeitpunkt einfach nur spannend ist.

Die gezeigte Doppelhypnose gibt es so zwar nicht, wie Produzentin Annie Brunner spot on news bestätigte, aber: "In Bayern und Baden-Württemberg gibt es in bestimmten Fällen Hypnose als Instrument der Polizeiarbeit."

Und weil sie Hypnose generell nicht so abwegig finde, habe sie auch "keine großen Berührungsängste" damit gehabt, erklärte Brunner bei der Preview weiter.

Stemmt das neue Team die Matthias-Brandt-Nachfolge?

Mit diesem Fall feierte das neue "Polizeiruf"-Team seinen Einstand. Die Kollegen sind bunt gemischt und mit viel bayerisch-österreichischem Charme und Witz ausgestattet.

Die sympathischen Figuren laden zur Identifikation ein und sind nicht vergleichbar mit dem stets nachdenklichen und ausgeglichenen Vorgänger-Kommissar.

"Wir wollten gar nicht erst versuchen, ein perfektes Format zu kopieren. Stattdessen haben wir etwas Neues erfunden", erklärte Schauspielerin Verena Altenberger im Interview den personellen Neuanfang.

Wer führte Regie?

Den neuen "Polizeiruf 110: Der Ort von dem die Wolken kommen" aus München inszenierte einer, der vor einigen Jahren schon für einen besonders viel beachteten "Tatort" sorgte.

Der "Tatort: Im Schmerz geboren" (2014) aus Wiesbaden mit dem berühmt-berüchtigten Leichenrekord und den Schauspielern Ulrich Tukur, Ulrich Matthes, Alexander Held etc. entstand ebenfalls unter der Regie von Florian Schwarz. (ili)  © spot on news

"Tatort": Weniger Folgen mit zehn Millionen Zuschauern

Die Zahl der "Tatort"-Folgen mit mehr als zehn Millionen Zuschauern bei der TV-Ausstrahlung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Während 2018 bis zur Sommerpause neun Krimis die Zehn-Millionen-Marke knackten, waren es dieses Jahr bislang nur drei.