Gefeuert: Diese Hollywood-Stars verloren große Rollen

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Wenn in Hollywood ein Film gedreht wird, muss alles perfekt sein. Doch manchmal kommt es vor, dass die Darsteller selbst den Ablauf stören oder dass den Regisseuren im Nachhinein auffällt, dass die Person doch nicht in den Film passt. Dann müssen selbst Megastars ihren Arbeitsplatz räumen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Natalie Portman wurde ursprünglich neben Leonardo DiCaprio als Hauptrolle in "William Shakespeares Romeo + Julia" (1996) gecastet. Doch bei den ersten Proben fiel den Produzenten auf, dass die damals 14-Jährige wegen ihrer kleinen Statur neben dem 21-jährigen Leo wie ein Kind aussah. Sie musste die Rolle aufgeben und wurde durch Claire Danes ersetzt.
2013 kam der Film "Gravity" in die Kinos. In den Hauptrollen: Sandra Bullock und George Clooney. Ursprünglich war die Hauptrolle mit Robert Downey Jr. besetzt, doch schon einige Tage nach Drehstart wurde klar, dass er nicht der richtige Darsteller für die Figur ist. Regisseur Alfonso Cuaron erklärte: "Robert ist unglaublich talentiert, aber die technologischen Aspekte dieses Films stellten ein großes Hindernis für seine Art des Schauspielens dar."
Megan Fox spielte die weibliche Hauptrolle in den ersten beiden Teilen der Filmreihe "Transformers", auch für den dritten Teil war die Schauspielerin 2011 wieder angedacht. Doch während der Dreharbeiten kam es zum Streit mit Regisseur Michael Bay. Die Schauspielerin wurde gefeuert und durch Rosie Huntington-Whiteley ersetzt.
Nach 18 Tagen am Set des Thrillers "Panic Room", in dem Nicole Kidman die Mutter Meg Altman spielen sollte, musste sie die Dreharbeiten abbrechen. Sie hatte zuvor den Film "Moulin Rouge" gedreht und sich dort eine Knieverletzung zugezogen, die nun zu Komplikationen führte. Man ersetzte sie durch Jodie Foster.
Für seine Hauptrolle im Film "In meinem Himmel" bereitete Ryan Gosling sich vor, indem er zehn Kilogramm Gewicht zunahm - er hatte seine eigenen Vorstellungen vom Aussehen des Charakters. Doch Regisseur Peter Jackson war alles andere als begeistert und Gosling gab seine Rolle auf. Stattdessen stellte Jackson Mark Wahlberg ein.
Im Film "Her" verliebt sich Hauptdarsteller Joaquin Phoenix in ein Computerbetriebssystem. Die Stimme des Computers wurde von Samantha Morton (Bild) gesprochen. Doch beim Schneiden des Films fiel Regisseur Spike Jonze auf, dass ihre Stimme nicht die Art von Stimme war, in die Phoenix' Charakter sich verlieben könnte. So ersetzte er sie kurzerhand durch Schauspielerin Scarlett Johansson.
In "Brooklyn Blues - Das Gesetz der Gosse" sollte Richard Gere sein Schauspieldebüt feiern. Doch wenige Tage nach Beginn der Dreharbeiten geriet er in Streit mit einem Teil der Crew sowie einigen seiner Schauspielkollegen am Set. Schließlich kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit Co-Star Sylvester Stallone. Nach diesem Vorfall wurde er gebeten, das Set zu verlassen und die Rolle wurde an Perry King gegeben.
Nach ganzen sechs Wochen Dreharbeiten für den Film "V wie Vendetta" stellten die Produzenten fest, dass Schauspieler James Purefoy doch nicht der Richtige für die Besetzung des maskierten V war - seine Stimme klang angeblich nicht bedrohlich genug. So wurde er durch Hugo Weaving ersetzt.
Während der Dreharbeiten zu "Aliens - Die Rückkehr" wurde James Remar ganz plötzlich von Regisseur James Cameron gefeuert und durch Michael Biehn ersetzt. Die offizielle Begründung waren "kreative Differenzen". Einige Jahre später offenbarte Remar, dass er damals wegen Drogenbesitzes verhaftet worden war.
Kurz vor den Dreharbeiten für den ersten Teil der "Der Herr der Ringe"-Reihe beschloss Regisseur Peter Jackson, dass Stuart Townsend nicht für die Rolle des Aragorn geeignet sei. Also trennte er sich von dem Schauspieler und stellte stattdessen Viggo Mortensen ein, der seine Bekanntheit der Trilogie verdankt.
In der Liebeskomödie "Beim ersten Mal" sollte ursprünglich Anne Hathaway die Hauptrolle spielen. Doch als sie kurz nach Beginn der Dreharbeiten herausfand, dass sie in einer Szene ein Kind entbinden sollte, war ihr das unangenehm. Es kam zu Streitigkeiten mit dem Regisseur, der Hathaways Rolle dann an Katherine Heigl gab.
An der Seite von Arnold Schwarzenegger sollte Jean-Claude Van Damme den "Predator" im gleichnamigen Film spielen. Doch nach nur zwei Tagen am Set verließ der Schauspieler die Dreharbeiten, weil er keine Lust hatte, so viele Tage in einem so erdrückenden Kostüm zu verbringen und eine Figur ohne Text zu verkörpern. Die Rolle ging am Ende an Kevin Peter Hall.
Kevin Spacey wurde im Zuge der #metoo-Debatte wegen sexueller Nötigungen angeklagt. In der Folge schmiss Netflix den Schauspieler nach fünf Staffeln aus der Serie "House of Cards", in der er die Hauptrolle spielte. Außerdem beschloss Regisseur Ridley Scott, in dessen Film "Alles Geld der Welt" Spacey ebenfalls zu sehen war, alle bereits gefilmten Szenen neu zu drehen, und zwar mit Christopher Plummer.
Im Jahr 2000 engagierten die Produzenten von "American Psycho" den noch wenig bekannten Christian Bale für die Titelrolle. Doch als Leonardo DiCaprio sein Interesse für die Rolle kundtat, wurde Bale entlassen und durch den größeren Star ersetzt. DiCaprio trat jedoch zurück und schließlich war der ursprüngliche Hauptdarsteller Christian Bale doch auf der Leinwand zu sehen.
Eric Stoltz arbeitete fünf Wochen am Set des ersten "Zurück in die Zukunft"-Films, bevor dem Regisseur auffiel, dass Stoltz nicht "das Besondere habe", um den Charakter Marty McFly "wirklich lustig und unvergesslich zu machen". Die Rolle wurde schließlich an Michael J. Fox übergeben, auch Produzent Steven Spielberg stimmte sofort zu.
Nach der dritten Staffel der Sitcom "Der Prinz von Bel-Air" tauschte man die Schauspielerin der Vivian Banks aus und ersetzte sie durch Daphne Maxwell Reid: Die ursprüngliche Darstellerin Janet Hubert (re.) hatte sich nicht mit Hauptdarsteller Will Smith (mi.) verstanden. Noch Jahrzehnte später beschuldigt sie Smith, ihre Karriere zerstört zu haben.
Für die Hauptrolle im Film "Can You Ever Forgive Me?" wurde ursprünglich Julianne Moore gecastet. Doch wegen "kreativer Differenzen" mit Regisseurin Nicole Holofcener, wurde sie durch Melissa McCarthy ersetzt. Die wurde für ihre Rolle später sogar für einen Oscar nominiert. Moore erklärte in einer Talkshow: "Ich habe den Film nicht verlassen, ich wurde gefeuert. Nicole hat mich gefeuert. Das ist die Wahrheit. Ich glaube, sie mochte nicht, was ich tat. Wir hatten unterschiedliche Ideen davon, wie der Charakter der Hauptperson war und deshalb feuerte sie mich."
Wegen aufrührerischer Kommentare und weil er sich weigerte, einen Drogenentzug zu machen, wurde Charlie Sheen bei "Two and a Half Men" rausgeschmissen. In der Serie wurde er durch Ashton Kutcher ersetzt.
Nachdem er sich angeblich homophob gegenüber Serienkollege T.K. Knight geäußert hatte, wurde Isaiah Washington (re.) umgehend vom Set der Serie "Grey's Anatomy" gefeuert. Einige Jahre später kehrte er zur Serie zurück, was für Aufruhr unter Fans sorgte.
Wie ihre Rolle Jenny Humphrey war auch Schauspielerin Taylor Mommsen nicht sonderlich zuverlässig. Nach vier Staffeln "Gossip Girl" wurde sie deshalb aus der Serie geschmissen. Ein Insider erklärte: "Taylor war in der vierten Staffel nicht viel am Set und wenn sie auftauchte, dann war sie nicht sehr konzentriert. Die Produzenten vertrauten nicht darauf, dass sie wirklich alles gab, also haben sie sie aus der Hauptbesetzung entfernt."