"Germany's next Topmodel" verlangt einiges ab. Also, jetzt nicht von den Kandidatinnen, sondern vor allem von Heidi Klum. Hier einen Catwalk-Trainer engagieren, dort die eigene Kollektion vermarkten und dann auch noch das jährliche Nackt-Shooting beaufsichtigen. Aber auf Heidi Klum kann man sich verlassen.

Ach, was war da wieder los, in Folge zwei von "Germany's next Topmodel". So viele Fotos und Walks und Challenges und Shootings und alles so edgy und unique. Und natürlich sexy und hot. Aber diesmal auch ein bisschen curvy.

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Curvy ist ja das neue hot, wobei sexy immer noch das alte sexy ist, nur halt jetzt auch edgy. Aber beides immer noch möglichst gorgeous. Also das edgy und sexy, nicht das hot. Allerdings kann hot auch mal unique sein. Aber nur, wenn es in den Kontext passt. Sonst bist du als Model plötzlich hot und unique wo du eigentlich sexy und edgy sein solltest.

Ist ja nicht so, als hätten wir in den vergangenen zwölf Staffeln "Germany's next Topmodel" nichts gelernt. Damit die neuen Kandidatinnen erst gar nichts verwechseln, hat die Klum diesmal wieder Catwalk-Trainerin Nikeata Thompson einen Lehrauftrag erteilt.

Die soll nun im Team von Juror Michael Michalsky den Mädchen das Laufen beibringen. Aber schnell gibt es erste Probleme mit den Schuhen. Zum Glück weiß Nikeata Rat und plündert ihr Philosophiesparbuch: "Wir wissen nie, welche Schuhe wir bekommen." Ja, das Leben ist wie eine Schachtel Schuhe, man weiß nie, was man kriegt.

Sarah darf sich jetzt schön fühlen

Bei Kandidatin Sarah indes meint Michalsky ein Selbstbewusstseinsdefizit erkannt zu haben: "Ich glaube, sie empfindet sich gar nicht als schön. Wahrscheinlich, weil sie noch nicht gemerkt hat, dass sich die Schönheitsideale in der Modebranche gerade ein bisschen ändern."
Ach, der Michalsky, dieser Spaßvogel. Fast hätten wir uns vom ihm aufs Glatteis führen lassen. Als ob die Modebranche bestimmt, wann sich wer schön fühlen darf. Aber machen wir den Spaß einfach mal mit: Sarah, falls du uns hörst. Du darfst dich jetzt schön fühlen. Die Modebranche lässt das jetzt zu! Bitte. Danke.

Aber der Michalsky hat jetzt Laune: "Wir haben das natürlich nicht zum Spaß gemacht", leitet der Coach ein. Das wissen wir natürlich, dass hier nichts zum Spaß gemacht wird, sonst hätte hier ja auch irgendjemand Spaß. Aber Michalsky fährt fort: "Es wird jetzt gleich die nächste Challenge geben."

Zoe und Victoria haben Streit

Das klingt natürlich spannend, aber verlassen wir kurz den Catwalk, denn für die Kategorie "Zickenkrieg" hat sich die Redaktion diesmal ein besonderes Schmankerl aufgehoben: Einen Zweikampf im Zweikampf. Und der geht so:

Die Zoe und die Victoria sind ziemlich beste Freundinnen, aber irgendwie hat die eine mit dem Freund der anderen geschlafen, was vor allem die Victoria nicht so lustig findet: "Ich hasse es, mit Leuten den Partner zu teilen."

Das kann man nachvollziehen, aber irgendwie endet der Streit darin, dass sich die beiden plötzlich vor der Kamera die Anzahl ihrer Geschlechtspartner vorrechnen. "Skandal! Da muss die Produktionsfirma doch die beiden Mädchen vor sich selbst schützen, statt mit der Kamera draufzuhalten", hört man schon die ganzen Moralapostel schreien.

Aber hey, die Heidi Klum ist doch da und passt auf. Also jetzt nicht direkt auf die beiden Mädchen, aber sie passt auf: "Bleibt nur zu hoffen, dass sich deren private Probleme nicht auf ihre Leistungen bei der nächtlichen Catwalk-Challenge auswirken."

"Wie Gott mich geboren hat" - oder so ähnlich

Bei der steht nämlich tatsächlich viel auf dem Spiel. Die Mädchen präsentieren dort die neueste Klum-Kollektion, die es bald bei einem Discountsupermarkt zu kaufen gibt. Die Models selbst können lediglich einmal Abendbrot mit dem Michalsky gewinnen.

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Die Catwalk-Challenge entpuppt sich zwar inhaltlich als nicht so ergebnisorientiert wie vielleicht erhofft, aber es werfen ohnehin bereits größere Ereignisse ihre Schatten voraus. Daher erteilen wir an dieser Stelle noch einmal der Klum selbst das Wort: "Auf das Shooting diese Woche freue ich mich besonders, denn noch nie wurde es so früh so heiß."

Wer als regelmäßiger "Topmodel"-Gucker mit "heiß" nichts anfangen kann: Die Klum meint "hot" damit. Und wenn die Klum "hot" sagt, dann bedeutet das: Nackt-Shooting! Oder wie es Gerda umschreibt: "Wie Gott mich geboren hat." Genau Gerda. Oder wie deine Mutter dich schuf. Was macht das schon für einen Unterschied.

Für Shari jedenfalls keinen: "Ich hab gewusst, dass es kommt, aber ich habe gehofft, dass es später kommt, wenn wir schon Erfahrung haben", zeigt sich die 23-Jährige skeptisch. Franziska hat da weniger Sorgen: "Ich vertraue Heidi Klum, dass es gut wird."

Heidi Klum, die Frau, der die Models vertrauen

Und Heidi Klum enttäuscht dieses Vertrauen natürlich nicht: "Das ganze Foto macht was her, es ist nicht einfach nackt, um nackt zu sein", erklärt Heidi, aber das hätte sie gar nicht sagen müssen. Wir sind ja hier schließlich nicht bei irgendeiner Show, die nur für die Quote junge Frauen blank ziehen lässt.

Und außerdem: "Wer unter 18 ist, behält natürlich den BH an", untermauert die Klum zusätzlich die Seriosität des Ganzen und nur die wirklich argwöhnischsten Geister fragen sich, warum die Frühergeborenen ihn dann ausziehen müssen, wenn es doch auch anders geht. Nur, weil es der Jugendschutz zulässt? Aber wie gesagt, wir vertrauen der Heidi Klum da vollkommen.

Und warum auch nicht, schließlich ist die Klum sogar bei der Pia, die "nicht die klassischen Modelmaße hat", generös: "Sie hat tolle Kurven, die kann man auch ruhig zeigen", nimmt sich Heidi Klum selbst auf den Arm, denn schließlich kann man alle Kurven zeigen und es liegt ja an Sendungen wie "GNTM", dass manche Frauen das Gegenteil glauben.

Selma, Ivana, Lania und Viktoria sind raus

Am wenigsten gut nackig gemacht haben sich am Ende Lania und Viktoria. Tags zuvor musste sich bereits Selma im Shootout gegen Ivana verabschieden. Die wiederum sucht nur wenig später das Weite, weil ihr alles zu viel ist.

Und auch, wenn der Michalsky deshalb sehr enttäuscht von ihr ist, steht Ivana dazu: "Ich glaube, es war die richtige Entscheidung und ich weiß nicht was ich vermissen werde. Vielleicht die Mädels."