(cze/mom) - Ist das ein weiteres Eingeständnis, dass das ursprünglich geplante Format gescheitert ist? Nach zahlreichen Änderungen am Konzept und auch am Studio von Thomas Gottschalks Vorabendshow nun die Entscheidung: "Gottschalk Live" kommt künftig nicht mehr live.

Bereits Anfang der Woche kam heraus, dass "Gottschalk Live" seinem Namen nicht wirklich gerecht wird: Statt einer Live-Sendung wurde den TV-Zuschauern am Dienstag eine Konserve präsentiert. Die beiden Gespräche mit der Turn-Oma Johanna Quaas und der Haudrauf-Legende Bud Spencer waren nämlich schon eine, respektive zwei Wochen zuvor aufgezeichnet und dann lediglich neu zusammengeschnitten worden.

Da Gottschalk zwar bei beiden Interviews dasselbe Outfit trug (so weit hatte seine Redaktion mitgedacht), aber an zwei unterschiedlichen Schreibtischen saß, fiel diese Schummelei aufmerksamen Zuschauern natürlich auf. Auf Nachfrage bestätigten die Macher der Sendung dann auch, dass es sich dabei nicht um eine Live-Sendung gehandelt hatte.

Wie ein Sprecher der zuständigen Produktionsfirma Grundy Light Entertainment gegenüber dem Branchenmagazin "kress" jetzt bestätigte, soll das auch weiterhin so gehandhabt werden. Dann müsse Gottschalk auch nicht mehr so überpünktlich an die Werbung oder das Wetter abgeben. Gerade diese holprigen und abrupten Übergänge hatten in der Vergangenheit schon oft zu Kritik geführt.

Der Name der Sendung solle sich aber nicht ändern, so der Sprecher weiter. Der Name sei gelernt, "Live" bedeute schließlich auch "lebendig" und außerdem würde eine Änderung umfassende und kostenintensive Anstrengungen auslösen. Dass "Gottschalk Live" ab sofort allerdings wie eine Mogelpackung wirkt, scheint nicht besonders ins Gewicht zu fallen.