"Grill den Profi": Finale wird für Nelson Müller zum Albtraum

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Ein harter Schlag für Nelson Müller: In der vorerst letzten Folge von "Grill den Profi" kam es knüppeldick für den sonst so routinierten Starkoch. © teleschau - der mediendienst GmbH

Es war nicht der beste Tag im Leben von Nelson Müller: Im Staffelfinale der Vox-Show "Grill den Profi" wurde der Sternekoch von der Jury geröstet und von den Promis gegrillt. Nur Moderatorin Ruth Moschner hielt ihm am Ende noch das Handtuch.
Denn Koch-Coach Tony Hohlfeld hatte für seine Promis Oti Mabuse, Andrea Kiewel und Daniel Völz (v.li.) eine klare Strategie, um Müller zu schlagen: Nicht viel reden - kochen! Der Plan ging auf ...
Schon im Impro-Gang mit Eisbein, Tiefkühl-Erbsen, Hibiskusblüten, Cornflakes und schwarzem Knoblauch saß bei den Promis jeder Handgriff. Währenddessen geriet der Profi bereits hier ins Schwitzen. "Heute is Stress, du", klagte Nelson schon bei der ersten Herausforderung überfordert.
"Kiwi, bist du's wirklich? Du hast seit sieben Minuten nichts gesagt", sagte Ruth Moschner, überrascht von der konzentrierten Arbeitsweise der sonst so gesprächigen "Fernsehgarten"-Moderatorin. Doch ihre Schweigsamkeit machte sich bezahlt, denn das Promi-Essen steuerte direkt auf einen Sieg zu.
"Hier kann ich mich nicht für begeistern. Das ist eigentlich geschmacksneutral", urteile Juror Reiner Calmund über Nelsons Impro-Kreation. "Ich vermisse die Hibiskusblüte, den schwarzen Knoblauch entdecke ich auch nicht", schloss sich Maria Gross an.
Und sie legte noch eins drauf: "Dieses Tiefkühl-Etwas ist total enttäuschend, es ist total wässrig, komplett geschmacksneutral. Da würde auch ein Untalentierter erkennen, dass es nur TK-Erbsen waren." Das saß. Klarer Punktsieg für die Promis.
Damit startete Tänzerin Oti Mabuse voller Motivation in die Vorspeise: Sosaties mit Jalapeno-Poppers. "Was ist das?!", schien Nelson immer noch neben der Spur. Sollte der Punkterückstand weiter anwachsen, nachdem er schon den ersten Gang "verkackt" hatte?
Es blieb genug Zeit für eine kleine Anekdote aus dem Hause der Tanz-Schwestern. Motsi Mabuse sagte vor der Sendung über die Kochkünste ihrer Schwester: "Sie ist sehr experimentierfreudig." Auch Oti gab eine kleine Geschichte ihrer Schwester Preis: "Ich koche zu Hause. Sie kommt einfach in die Küche, isst und läuft weg."
Spaß am Kochen hatte die Jüngere der beiden Schwestern jedenfalls - und sie hatte sogar noch Zeit für ein Tänzchen am Herd, den selbst kreierten Food-Dance. Den hätte mal besser Nelson übernehmen sollen, um sich etwas locker zu machen.
Die Jury sah das ähnlich. Otis Gericht war für Calli "rundherum nicht zu toppen" und auch Kollegin Maria schwärmte. Nelsons Variante fand sie hingegen "fast zu deutsch". Auch bei diesem Gang wurde Nelson knallhart und mit großem Rückstand von den Promis gegrillt.
Als nächstes wollte der Bachelor Daniel Völz den Vorsprung weiter ausbauen - mit Rinderfilet und Fondant-Kartoffeln. Voll konzentriert machte er sich an das anspruchsvolle Gericht. Auf Quatsch mit Ruth hatte er keinen Bock - doch die versuchte ihn trotzdem aus der Reserve zu locken ...
"Du warst da sehr handwerklich unterwegs", fasste die Moderatorin die letzte "Bachelor"-Staffel zusammen. Das fand der Rosenkavalier gar nicht lustig: "War ja klar, dass die Frage kommt." Er schien auf die Sendung nicht mehr gut zu sprechen zu sein und beließ es auch dabei.
Moschners nächstes Plauder-Opfer: Tony. "Wenn du heute als Profi antreten würdest, wer von den Dreien wäre dein härtester Gegner?", versuchte Ruth ein wenig Konversation mit dem Coach. "Du mit deinem Gerede", kam prompt die Antwort.
Auch Nelson stand der Sinn nicht nach Blabla. "Mir isses grad fast egal. Ich möchte einfach jetzt einen schönen leckeren Teller hinkriegen, wo die Jury sagt, es schmeckt, und womit ich mich sehen lassen kann", schraubte der Sternekoch die eigenen Ansprüche ganz weit nach unten. Zur Sicherheit schaute er der Konkurrenz genau auf die Finger.
"Makellos, aber auch nicht begeisternd", fand Gerhard Retter Nelsons Hauptgang. Bei der vorherigen Kritik fast schon ein großes Kompliment. Immerhin konnte der Profi mit nur einem Punkt Unterschied seinen ersten Koch-Gang an diesem Abend gewinnen.
Jetzt lag es an Andrea Kiewel, den Vorsprung auszubauen. Pancakes mit Eierlikör sollte es als Dessert geben. "Sehr gut, mit Alkohol", freute sich die Jury nach den eher mittelmäßigen Gängen zuvor auf den Nachtisch.
"Das sieht aus, als hätt's schon mal einer im Mund gehabt", stellte Maria Gross bei Kiwis Pancake fest. Trotzdem war er nicht schlechter als der von Profi Nelson, es kam zum Unentschieden.
Mit 88 zu 73 Punkten grillten die Promis den Profi - ein Ergebnis, auf das Sternekoch Nelson Müller ganz sicher nicht stolz ist. Der nahm es sportlich und lud die Promis dafür in sein Lokal zum Essen ein - da kann er dann einiges geraderücken und wieder zeigen, was er wirklich drauf hat.
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