(kom/ae) - Nach den miesen Einschaltquoten beim großen Finale der neunten Staffel am Samstagabend wagen Sender "RTL" und Jurychef Dieter Bohlen laut der "Bild"-Zeitung eine Generalüberholung bei "Deutschland sucht den Superstar". In der Kurzform: Alles auf neu bei DSDS.

Eine neue Jury, ein neuer Moderator und neue Regeln sollen dem Format wieder auf die Beine helfen. Lediglich Chef-Juror Dieter Bohlen darf weitermachen. Natalie Horler und Bruce Darnell müssen gehen. Und auch Marco Schreyl wird ausgetauscht. Nach sieben Jahren muss der Moderator der Liveshows künftig schweigen. Als Sündenbock soll er aber nicht herhalten. Wie "Bild" berichtet, wird es für Schreyl und RTL eine gemeinsame Zukunft geben - nur nicht mehr bei DSDS.

Und während sich die Politik darüber streitet, will RTL die Frauenquote bei der Talentshow einführen: In der zehnten Staffel sollen genauso viele weibliche, wie männliche Teilnehmer in den Liveshows stehen. Auch das Mindestalter der angehenden Superstars soll auf 18 Jahre angehoben werden. Jüngere Kandidaten verlagert man einfach zu "DSDS Kids", einem Ableger der Show, der bereits in wenigen Wochen an den Start gehen wird.

Dass das Format eine Generalüberholung bitter nötig hat, beweisen die Quoten: Nur 4,71 Millionen Zuschauer wollten Lucas Sieg am Samstagabend bei DSDS verfolgen. Kein wirklich gutes Ergebnis für die Bohlen-Show, die in der Vergangenheit mit weitaus höheren Einschaltquoten prahlen konnte. Zur Erinnerung: 2010 waren 7,58 Millionen dabei, 2003 sogar 12,8 Millionen.

Über eine Absetzung der schwächelnden Talentshow wurde offensichtlich nicht nachgedacht. RTL-Chefin Anke Schäferkodt sagte gegenüber dem Kölner "Express": "Dass nach neun Jahren auch mal ein schwaches Jahr dabei ist, ist normal Aber wir stehen zu DSDS. Es wird auf jeden Fall eine weitere Staffel geben."

Und für die neue Staffel werden bei dem Sender jetzt schon die Ärmel hochgekrempelt, denn im Sommer starten die Dreharbeiten für die zehnte Staffel, die dann im Januar 2013 über die Mattscheibe flimmern wird. Glaubt man unseren Nutzern, sind Veränderungen dringend nötig. In einer nicht repräsentativen Blitz-Umfrage mit weit über 26.000 abgegebenen Stimmen hielten nur 14 Prozent die letzte Staffel für sehr unterhaltsam.