Ende mit Schrecken: Bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" wird Nina ihre Horrorehe mit Martin endlich beenden. Im RTL-Interview spricht nun Schauspieler Oliver Franck, der den gewalttätigen Ehemann mimt, über seine kurze aber intensive Zeit bei GZSZ und das Thema häusliche Gewalt.

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Die Gastrolle von Oliver Franck als Martin Ahrens in der Daily-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" geht am Mittwoch, den 7. Februar, zu Ende - endlich, möchte man sagen. Denn der Handlungsstrang, der um die Figur erzählt wurde, war weder für die Schauspieler noch für die Zuschauer leicht zu ertragen.

Seit August thematisiert die Daily-Soap das Tabuthema häusliche Gewalt am Beispiel der Familie Ahrens - und das mit teils drastischen Szenen. Die Gewaltausbrüche werden von Folge zu Folge immer häufiger und immer extremer.

Als Jonas Seefeld (Felix van Deventer) bei einer Auseinandersetzungen zwischen Nina Ahrens (Maria Wedig) und ihrem gewalttätigen Mann verletzt wird und im Krankenhaus landet, übt Anwalt Dr. Jo Gerner massiven Druck auf Martin aus.

Mit Erfolg: Martin stimmt der Scheidung endlich zu und wird Berlin verlassen. Auch Nina hat endlich den Mut gefunden, ihr eheliches Martyrium zu beenden. Sie macht ihrem (Noch-)Ehemann klar, dass es für sie kein Zurück in die Beziehung geben wird.

Herausforderung für die Schauspieler

Auch wenn die häusliche Gewalt hier natürlich nur gespielt ist, war die Zeit bei GZSZ für Schauspieler Oliver Franck hoch emotional. Die Rolle des gewalttätigen Ehemanns war für ihn eine große Herausforderung.

Im Interview mit RTL erklärt er, wie sehr ihn die "dunklen Tiefen" seiner Figur persönlich gefordert haben: "Man muss die Wut und die Aggression durchleben, damit es auch authentisch wirkt."

Dennoch war ihm wichtig, die Figur Martin Ahrens nicht einfach als "aggressives Monster" darzustellen: "Natürlich ist er der Täter, aber halt nicht nur unmenschlich. Er leidet auf seine Art unter der Situation und seiner unkontrollierbaren Aggression."

Auch wenn seine Figur von Anfang an nur als Gastrolle angelegt war, ist ein Comeback in der Soap nicht ausgeschlossen. "Ich hoffe, dass es vielleicht noch eine Chance gibt, dass Martin über Therapie nochmal zurückfindet zu seiner großen Liebe Nina", so der Schauspieler.

Appell an betroffene Frauen

Einen Appell richtet der Schauspieler, der sich für die Rolle mit dem Thema häusliche Gewalt auseinander setzen musste, nun an betroffene Frauen: "Nutzt die Möglichkeiten. Geht nicht allein in die Konfrontation, sondern sucht Euch früh Hilfe."

Betroffene können sich im ersten Schritt beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der Telefonnummer 08000 116 016 oder über die Homepage der Initiative Hilfe holen. "Sicherlich sehr hilfreich, um sich überhaupt mal freizusprechen und Optionen zu erfragen", ergänzt der Schauspieler. "Habt den Mut zur Veränderung." (mia)

Das dramatische Finale um die Familie Ahrens bei GZSZ läuft am Mittwoch, den 7. Februar 2018, ab 19:40 Uhr auf RTL.


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