"Ich heirate eine Familie": Das wurde aus den Schauspielern der Serie

In den 80er-Jahren kam keiner an dieser Serie vorbei: "Ich heirate eine Familie" flimmerte von 1983 bis 1986 über die Bildschirme. Auch wenn die ZDF-Produktion lediglich 14 Folgen hatte, genießt sie bis heute Kultstatus. Was aus den Darstellern von Angi, Werner und Co. wurde, haben wir hier zusammengefasst. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Peter Weck (l.) war sowohl als Hauptdarsteller als auch als Regisseur der Serie tätig. Als Werbegrafiker und Familienoberhaupt Werner Schumann spielte er sich in die Herzen der Zuschauer. Auch nach der Serie stand der gebürtige Österreicher noch viele Male vor der Kamera – zum Beispiel bei den TV-Produktionen "Donna Leon" oder "Das Traumschiff".
Als Regisseur feierte er ebenfalls Erfolge. So inszenierte er zum Beispiel drei Fälle der "Tatort"-Reihe. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 2012 zog er sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. 2014 gab er im Wiener "Tatort: Paradies" ein kleines Comeback. Seine bisher letzte Rolle hatte er 2015 in "Engel der Gerechtigkeit – Geld oder Leben".
Für Schlagzeilen sorgte er 2020 mit der neuen Frau an seiner Seite. Der 90-Jährige machte seine Liebe zu der 47-jährigen Kinderpsychologin Joanna Rzepa öffentlich. "Ich habe sie gern um mich“, sagte er damals im Interview mit der "Krone"-Zeitung.
Als geschiedene Mutter mit drei Kindern hat es Angelika "Angi" Graf nicht leicht. Doch dann lernt sie ihren Traummann Werner auf einer Party kennen und lieben. Verkörpert wurde Angi von Thekla Carola Wied.
Auch nach "Ich heirate eine Familie" wirkte sie in beliebten Fernsehserien mit. So war Wied unter anderem in "Wie gut, dass es Maria gibt", "Auf eigene Gefahr" (Foto) sowie im "Polizeiruf 110" zu sehen. Unter anderem zwei Goldene Kameras, zwei Bambis und einen Bayerischen Fernsehpreis darf sie ihr Eigen nennen.
Seit 1992 ist sie mit Hannes Rieckhoff verheiratet und lebt in München und Altmünster. Während ihr Ehemann drei Kinder in die Beziehung brachte, blieb die Schauspielerin selbst kinderlos.
Nach dem Serienerfolg war Julia Biedermann (l.), die die Tochter Tanja spielte, bis 1991 an der Seite von Roy Black in "Ein Schloss am Wörthersee" in der Rolle der Ida Jellinek zu sehen. Danach folgten aber nur noch kleinere Engagements.
Für Schlagzeilen sorgte sie nicht mit ihrem schauspielerischen Talent, sondern 2008 mit ihrer Teilnahme an der dritten Staffel der RTL-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!". Kurz darauf war sie auch im "Playboy" zu sehen. 2015 folgte dann mit "Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!" der nächste Auftritt im Trash-TV.
2002 heiratete sie den Finanzmanager und Anwalt Matthias Steffens und lebte von 2010 bis 2016 in Kalifornien. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne. Doch 2018 folgte die Scheidung und die Schauspielerin zog mit ihren Kindern nach Berlin.
Timmo Niesner alias Angis Sohn Markus war zwölf Jahre alt, als er seine Rolle in der Serie ergatterte. Danach hatte er noch einige kleinere Rollen - unter anderem in "Der Schrei des Shi-Kai" (1984) und "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" (1994-1995).
Heute ist Niesner vor allem als Synchronsprecher tätig. Unter anderem Elijah Wood (Foto), Eddie Redmayne und Peter Sarsgaard leiht er regelmäßig seine Stimme. Auch Hörbücher spricht der heute 49-Jährige ein.
Mit gerade einmal acht Jahren stand Tarek Helmy (r.) in "Ich heirate eine Familie" als Angis jüngster Sohn Tom vor der Kamera. Nach dem Ende der Serie 1986 folgten Engagements in Produktionen wie "Ein Heim für Tiere" (1985) und "Wie gut, dass es Maria gibt" (1990).
Doch als Schauspieler blieb der gebürtige Berliner nicht dauerhaft tätig. Er versuchte sich als Rapper und trat unter dem Künstlernamen MC Potna Pot auf. Heute lebt er zurückgezogen und ist vor allem als Musikproduzent und Synchronsprecher im Einsatz.
Als Angis Freundin Sybille "Bille" Vonhoff spielte Maria Sebaldt (hinten Mitte) mit, die zuvor schon durch Rollen in Kassenschlagern wie "Buddenbrooks" (1959) und "Das schwarze Schaf" (1960) bekannt geworden war. Herbert Bötticher (hinten links) alias Alfons Vonhoff spielte Sybilles Ehemann.
Nach der Serie war Sebaldt von 1986 bis 1991 in der ZDF-Serie "Die Wichters von nebenan" als fürsorgliche Hannelore Wichert zu sehen. Weitere Auftritte hatte sie unter anderem in "Das Traumschiff", im "Tatort" und in "Rosamunde Pilcher"-Filmen.
Ihr privates Glück fand sie 1965 mit dem österreichisch-schweizerischen Schauspieler Robert Freitag. Mit ihm war sie bis zu seinem Tod im Jahr 2010 verheiratet. 2014 war Sebaldt im "Traumschiff" zum bislang letzten Mal im TV zu sehen. Die Mutter einer Tochter (r.) und die Großmutter eines Enkels (l.) lebt in München.
Herbert Bötticher war neben der Schauspielerei vor allem als Sprecher und Synchronsprecher tätig und war unter anderem im Radio zu hören, wo er in mehr 300 Hörspielen mitwirkte. Am 8. Oktober 2008 wurde der herzkranke Schauspieler in einem Hotelzimmer in Düsseldorf tot aufgefunden.
Wolfgang Frank, der Freund von Werner, wurde vom deutsch-schweizerischen Schauspieler Herbert Herrmann (l.) gespielt. Vor seiner TV-Karriere stand er vor allem auf der Theaterbühne. Populär machte ihn unter anderem seine Rolle in der ZDF-Produktion "Drei sind einer zu viel" (1976).
1996 bis 2000 folgte mit "Männer sind was Wunderbares" erneut eine ZDF-Serie, die bei den Zuschauern gut ankam. Zuletzt war er 2002 im Fernsehfilm "Ein Liebhaber zuviel ist noch zu wenig" zu sehen. Seit 2003 lebt er mit der Schauspielerin Nora von Collande zusammen, aus einer vorherigen Beziehung hat er einen Sohn.
Eine lange Schauspielkarriere hatte Bruni Löbel bereits hinter sich, als sie die Rolle der Haushälterin Frau Rabe (r.) in der ZDF-Serie übernahm. Bereits 1935 trat sie im Chemnitzer Stadttheater auf. Bekannt wurde sie unter anderem 1989 durch ihre Darstellung der Großmutter Herta in der Serie "Forsthaus Falkenau".