"Höhle der Löwen": Von diesem Deal bekam Judith Williams graue Haare

Herz über Kopf! Judith Williams ging einen "unvernünftigen" Deal ein - obwohl ihr Kumpel Frank Thelen schimpfte: "Das ist katastrophal, was ihr hier präsentiert!" © 1&1 Mail & Media/teleschau

Es ist seine letzte Staffel in der "Höhle der Löwen": Und Frank Thelen nutze die Auftaktfolge, um sich noch schnell Anteile an einem Tech-Start-up zu sichern. Wobei die Sprachlern-App "Rootify" von Gründer Ehsan Allahyar Parsa (Bild) noch nicht einmal fertiggestellt ist.
Auch Carsten Maschmeyer war begeistert von dem 23 Jahre alten Sprachtalent (er spricht Deutsch, Persisch, Afghanisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Italienisch, Afrikaans und Mandarin). Der Milliardär bot ihm jedoch keinen Deal, sondern eine Stelle an: "Sie können sich sofort rund um die Uhr an mich wenden!"
"Ich habe schon eine Sprachlernplattform mitgegründet", berichtete Maschmeyer (Bild). "Das möchte ich nicht nochmal miterleben!" Jetzt versucht halt Thelen sein Glück. Er zahlte 175.000 Euro für 20 Prozent am Unternehmen. Außerdem soll der Gründer weitere 10 Prozent an seinen Co-Founder abgeben.
Maschmeyer (links) wünschte seinem "Rudel"-Kollegen viel Glück - nicht nur mit der App, sondern vor allem mit dem hoch motivierten Gründer: "Ich drück dir die Daumen! Der ist nicht einfach in der Büchse zu halten. Zwischen Genie und Wahnsinn ist der auf der Kante!"
Ebenfalls mit App kamen Michael Schunke und Mathias Dögel (rechts) in die "Höhle der Löwen". Ihr "Willhelm Grill" ist der erste App-gesteuerte Holzkohle-Grill. Diesmal winkte Thelen (links) jedoch ab. "Grillen ist für mich einer der ganz wenigen Zeitpunkte, wo ich mal abschalten kann." Da wolle er Zeit haben mit einem Glas Wein und seiner Frau.
"Kein Deal!" hieß es auch bei "Pakama" mit ihrem Fitness-Rucksack. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang aber Frank Thelens Geständnis: "Ich habe 'nen Rucksack-Fetisch!" Oha! "Und wie viele Rucksäcke hast du so?", fragte Judith Williams. "Meine Frau würde sagen 100, ich würde sagen 50!"
Was Thelen (rechts) ebenfalls besitzt: "Rokittas Rostschreck" für den Geschirrspüler. "Nathalie hat's gekauft!" Das ist die werte Gattin. Und die kann sich über weitere Produkte aus dem Hause Dümmel freuen. "Ich würde dir Rabatt geben!", erklärte der Handelsmogul (nicht im Bild) sichtlich gut gelaunt.
Zuvor hatte er sich nämlich den Deal mit "ROSTdelete" gesichert, einem natürlichen Rostentferner. Zugegeben, Konkurrenz hatte Dümmel (rechts) keine: "Diese Zahlen sind für mich grausam", beschwerte sich Frank Thelen. "Ihr Produkt ist im Eimer. Irgendwas ist da verrostet!", erklärte Wortspiel-Liebhaber Maschmeyer.
Davon ließ sich Dümmel jedoch überhaupt nicht verunsichern. Der wartete nur auf seinen Einsatz. "Jetzt komm ich!", verkündete er, als alle raus waren. "Ich würde gerne was Großes daraus machen", versprach er Automechaniker Robert Lehmkuhl (links) und dessen Sohn Frank.
100.000 Euro bekamen die beiden für 30 Prozent ihrer Anteile. Die Aussichten sind wohl rosig, nicht rostig: "Ich habe bereits 2,4 Millionen 'Rostschrecks' verkauft", erklärte Dümmel. "So viel zum Thema, ob es Rost gibt!" - Die Bemerkung ging in Richtung Nils Glagau, der das Thema Rost für abgehakt hielt.
Schließlich kamen die Gründer von "MIMIK Skincare" mit ihrer individualisierbaren Kosmetik. Zunächst waren die "Löwen" da noch zu Scherzen aufgelegt: Beim Probe-Mixen der Rezeptur verwendete Judith Williams (Mitte) besonders viel Parfum: "Ich glaube, eure Nasen sind nicht mehr so gut. Das kommt mit dem Alter."
Co-Gründerin Sandra Zerbe (zweite von rechts) griff das Thema auf: "Anti-Age ist ja auch mit drin. Da kann nichts schiefgehen!" - "Total nette Gründer habt ihr uns hier reingebracht!", beschwerte sich Frank Thelen. Noch lachte er. Dann aber erklärten die Haupt-Gründer, Max Winkler (rechts) und sein Vater Andreas (links), die Gesellschafterstruktur.
50 Prozent der Firma gehören dem Hersteller der Kosmetika. Für Thelen ein No-Go. Man brauche ein unabhängiges Team, das den Produzenten frei wechseln kann: "Habt ihr 'Die Höhle der Löwen" schon mal gesehen? Ihr müsst euch vorbereiten, wenn ihr hier reingeht! Das ist katastrophal, was ihr hier präsentiert!"
Auch Ralf Dümmel war raus: "50 Prozent der Gesellschaft sind heute nicht anwesend", erklärte er. "Wir verloben uns heute und wollen heiraten. So blind würde ich nie heiraten wollen!"
Und Judith Williams? Die bestellte das Aufgebot: "Es ist nicht vernünftig, was ich mache. Aber ich habe ein kosmetisches Herz", erklärte die Beauty-Expertin. Für 30 Prozent der Firmenanteile versprach sie den Gründern 125.000 Euro. Deal!
"Sensation: Judiths Herz gewinnt gegen den Kopf!", verkündete da Ralf Dümmel. "Das ist leider immer so in meinem Leben", erwiderte Williams. "Ich bin eine völlig unvernünftige Frau! Aber ich komme durch. Jetzt muss ich erst mal Haare tönen! Ich hab' graue Haare gekriegt!"