Der Sender Vox fährt mit seiner Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" ziemlich gute Quoten ein. Seit fünf Staffeln begeistert das Format die Fernsehzuschauer. Doch wie viele Deals kamen letztendlich wirklich zustande?

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Fünf Staffeln von "Die Höhle der Löwen" gibt es bisher. Seit Sendungsbeginn wurden zahlreichen Gründern schon insgesamt mehrere Millionen Euro versprochen. Doch wie viel wurde tatsächlich von Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Co. investiert? Das Internetportal "chucknorisk.com" hat die Zahlen.

40 Prozent gingen leer aus

Bisher wurden in der Sendung insgesamt 31,83 Millionen Euro versprochen, 154 Firmen hatten mit ihrem Pitch Erfolg. Doch in der Realität sieht es ganz anders aus: Tatsächlich sollen nur 18,65 Millionen Euro an 94 Firmen geflossen sein. 60 Deals kamen demnach nicht zustande.

Das liege vor allem daran, dass die "Löwen" das Konzept der Gründer tatsächlich zum ersten Mal vor laufender Kamera sehen. Die meisten Deals würden dann nach Drehschluss der jeweiligen Staffel platzen, wenn das Gründerunternehmen einer sorgfältigen Analyse – auch Due Diligence genannt - unterzogen wurde.

Laut Statistik von "chucknorisk.com" habe sich aber mit jeder Staffel die Quote der zustandegekommenen Deals verbessert. In der ersten Staffel klappten 23,5 Prozent der Deals, in der zweiten Staffel schon 31 Prozent und in der aktuellen, vor Kurzem beendeten fünften Staffel kamen schon voraussichtlich 82,3 Prozent der Deals zustande. Einige der Verträge würden sich allerdings noch in den Verhandlungen befinden.

Die Seite listet zudem eine Übersicht über die investierten Investments pro Staffel auf:

Erste Staffel:

  • 1,87 Millionen Euro geplant
  • 1,43 Millionen Euro geplatzt (76,5 Prozent)
  • 0,44 Millionen Euro investiert (23,5 Prozent)

Zweite Staffel:

  • 3,2 Millionen Euro geplant
  • 2,21 Millionen Euro geplatzt (69 Prozent)
  • 0,99 Millionen Euro investiert (31 Prozent)

Dritte Staffel:

  • 6,61 Millionen Euro geplant
  • 2,95 Millionen Euro geplatzt (44,6 Prozent)
  • 3,66 Millionen Euro investiert (55,4 Prozent)

Vierte Staffel:

  • 8,1 Millionen Euro geplant
  • 4,46 Millionen Euro geplatzt (55 Prozent)
  • 3,64 Millionen Euro investiert (45 Prozent)

Fünfte Staffel:

  • 12,05 Millionen Euro geplant
  • 2,13 Millionen Euro geplatzt (17,7 Prozent)
  • 9,97 Millionen Euro investiert (82,3 Prozent)

Welcher Investor ist am erfolgreichsten?

Tech-Löwe Frank Thelen, der seit Folge eins dabei ist, schlug 43-mal zu, 20 Deals scheiterten aber im Nachhinein. Fun Fact: Statt aus dem Technik-Bereich stammen über die Hälfte seiner Investments aus dem Food-Bereich.

Ralf Dümmel schlug bislang bei 59 Start-ups zu, 15 Deals kamen nicht zustande. Mit 6,8 Millionen Euro hat er bislang am meisten Geld in die Hand genommen.

Judith Williams hingegen hat am wenigsten eingesetzt, dafür aber die meisten Firmenanteile kassiert – im Schnitt hält sie 24,2 Prozent. Sie cancelte 63,3 Prozent ihrer Deals wieder.

Im Vergleich ist Dagmar Wöhrl die Investorin, bei der die wenigstens Deals platzen – nur einer von sechs.

Wer ist Nils Glagau?

Ein neuer Investor für "Die Höhle der Löwen 2019".

Ausblick auf Staffel 6

2019 geht es mit der "Höhle der Löwen" weiter. In den neuen Folgen wird neben den bewährten "Löwen" Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Dr. Georg Kofler, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Ralf Dümmel mit Nils Glagau auch ein neuer Investor dabei sein.

Nils Glagau ist Geschäftsführer des Familienunternehmens Orthomol, das am Standort Langenfeld bei Düsseldorf mit über 400 Mitarbeitern Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel produziert. Darüber hinaus fördert Orthomol Start-ups, unter anderem aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bewegung. (the)  © spot on news

"Die Höhle der Löwen": Darum können "Löwen"-Deals noch platzen

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