"Höhle der Löwen": Ralf Dümmel macht ein "unmoralisches" Angebot

Von
Ute Nardenbach

Er ist einer der beliebtesten Investoren in der "Höhle der Löwen" - bei Gründern und Publikum. Doch bei seinen Kollegen ist Deal-König Ralf Dümmel gefürchtet. In der aktuellen Folge zeigte er mal wieder, warum ... © 1&1 Mail & Media/teleschau

Hoher Besuch in der "Höhle der Löwen": Filmmusik-Legende Hans Zimmer (passenderweise Oscar für "Der König der Löwen") wollte den Investoren per Videobotschaft das Start-up "Music Traveler" schmackhaft machen. Auf dieser Plattform können Musiker weltweit einen Raum zum Musizieren finden.
Hans Zimmer hat bereits investiert, Stars wie Billy Joel und John Malkovich gehören ebenfalls zu den Markenbotschaftern. "Alter, was habt ihr für ein Netzwerk!", lachte Frank Thelen ungläubig und sprach den Gründern Aleksey Igudesman, Julia Rhee und Dominik Joelshon (v.l.) großes Lob aus: "Das sieht alles brutal hochwertig aus!"
Für einen Deal reichte es dennoch nicht. Grund war nicht nur die viel zu hohe Firmenbewertung. Oder wie es Georg Kofler nannte: "Ihr seid definitiv keine fünf Millionen wert!" Thelen (Bild) befürchtete auch, dass CEO Julia nicht genug "brennt", sondern eher bald "durchbrennen" will: "Sie will die Firma verlassen! Sie will die nur hochschießen!"
Hoch hinaus ging es mit Dachdeckermeister Udo Heyl. Der beflügelte mit seinem Zunft-Outfit vor allem eine Löwin: "Das erinnert mich total an meinen Zimmermann. Das war meine erste große Liebe! Ohhh!", freute sich Judith Williams.
"Du weißt ja, dass ich bei uns die Dachrinnen sauber mache. Weil ich so beweglich bin!", erklärte sie dann noch. Dagmar Wöhrl konnte es nicht fassen. "An der Garage! Am Haus ist viel zu gefährlich", lenkte Williams (Bild) ein.
Der Dachdecker lag einst nach einem Leitersturz acht Tage mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Seine Leiterkopfsicherung, kurz "LeiKoSi", soll solche Unfälle künftig vermeiden. Problem: Das Teil kostet stolze 198 Euro. Zudem wollte Heyl 250.000 Euro für gerade einmal zehn Prozent am Unternehmen.
"Ich weiß nicht, ob ich Ihnen ein Angebot machen soll oder nicht", erklärte Ralf Dümmel. Kofler (Bild) hatte dasselbe Problem. "Geht doch zusammen schwanger und macht ein Baby!", schlug Nils Glagau vor. Kofler rang sich zu einem Solo-Angebot durch (250.000 Euro für 30 Prozent), das der Dachdeckermeister jedoch nicht annahm.
Magnetische Anziehungskraft herrschte dagegen zwischen Judith Williams und "CB.LASH" aus Österreich: Friseurmeisterin Barbara "Babsi" Reiter und ihr Lebensgefährte Christian Steiner stellten ihren magnetischen Eyeliner mit den passenden künstlichen Magnet-Wimpern vor. Beauty-Queen Williams bot 200.000 Euro für stolze 50 Prozent. Egal, Deal!
Lecker waren die Maniok-Pommes von Peter Kenning zwar, er ging trotzdem ohne Deal nach Hause. Fritten-Fan Ralf Dümmel war nicht in Geber-, sondern in Plauderlaune: "Ich hab als kleiner Junge im Imbiss gearbeitet und rausverhandelt, dass ich umsonst essen darf. Sieht man ja heute noch an meiner Figur, dass ich nicht aufgehört hab."
Ebenfalls glücklos: Gisbert Wundram (r.) und Bendix Eisermann (l.) vom Pay-TV-Sender Sport Digital. Mit ihrer App "Commentaro", in der User Clips von nationalen und internationalen Sportveranstaltungen finden, kann jeder zum Sportkommentator werden.
"Ob es genug Zuhörer gibt, die sich den Schmarrn anhören wollen?", fragte sich Georg Kofler. "Aber da kannst du doch mithelfen!", fand Wöhrl. "Dagmar, mein Schatz, aber die wollen doch 250.000 Euro von mir. Ich fang doch nichts an, wo ich in paar Jahren mal 20.000 Euro Profit habe. Dazu habe ich zu lange große Fernsehunternehmen geführt!"
Keine Folge ohne Dümmel-Deal: Dieses Mal sicherte er sich "Lazy Leaf", den selbstgießenden Blumentopf. Sein Vorgehen war allerdings alles andere als fair: Dümmel machte Ingenieur Georg Pröpper (r.) sozusagen ein "unmoralisches" Angebot ...
"Bevor alle 'Löwen' was sagen, reiche ich dir die Hand. Schlag ein!", forderte er den jungen Gründer auf. "Jetzt zeig du, dass du spontan bist und Bock hast, das mit mir großzumachen!"
"Tut mir leid, das war mein Wunschlöwe!", erklärte Pröpper peinlich berührt in Richtung der anderen "Löwen". 150.000 Euro zahlte Dümmel für 20 Prozent der Firmenanteile. Vor der Tür gab der Gründer gegenüber Moderator Amiaz Habtu zu: "Ich fand es bisschen gemein. Ich hab kurz überlegt, ob es unhöflich ist."
Die anderen waren allerdings nicht eingeschnappt. Williams prognostizierte gar: "Da wirst du wahnsinnig viel Geld mit verdienen!" Sie ist offenbar auch hier Fachfrau: "Meine zweite Heimat ist der Baumarkt und das Gartencenter!"