"Mir wurde noch nie ne Klobürste serviert", stellte Judith Williams fest, als der denkwürdige Moment gekommen war, in dem ihr bei "Die Höhle der Löwen" eine ebensolche vorgesetzt wurde. Die schicken Silikon-Putzhilfen mit Lotus-Effekt sollten zum Investieren animieren. Aber waren WC-Bürsten wirklich etwas für die Löwen? Ob sich jemand den Toiletten-Deal schnappte und wofür Williams, Dümmel und Co. sonst noch Geld ausgaben, erfahren Sie hier.

Body-Scan statt Retouren: Presize

Tomislav Tomov und Leon Szeli wollen mit ihrer Body-Scanning-Software Presize das größte finanzielle Problem im Online-Handel lösen: Retouren. Denn jedes zweite Modeprodukt, das online gekauft wird, passt nicht und wird wieder zurückgeschickt. Dafür haben sie eine Technologie entwickelt, die den Körper mit der Handy-Kamera innerhalb einer Minute vermisst. "Ihr geht ein Thema an, was gigantisch groß ist", sprach Ralf Dümmel ein Kompliment aus. "Ihr bietet eine echte Problemlösung und ich mag euch", lobte Carsten Maschmeyer. Man einigte sich auf 650.000 Euro für 15 Prozent. Dafür versprach Maschmeyer einen "Quantensprung".

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WC-Bürste aus Silikon: LOOMAID

"Ich vermute, das ist Seerosen-Dünger", war Maschmeyers erste Assoziation zu LOOMAID. Doch dann klärten die Brüder Jan-Peter und Andres Psczolla die Löwen auf: Ihr Produkt war "die Revolution des Alltäglichen", nämlich eine verbesserte Form der WC-Bürste. "Wir haben daher die Silikon-WC-Bürste mit Lotus-Effekt entwickelt", lüfteten die Gründer ihr Geheimnis. "Mich nervt das jeden Tag", gefiel Nico Rosberg die Idee der sauberen und nachhaltigen Klobürste, die sich bei der Benutzung von selbst reinigte. "Mir wurde noch nie eine Klobürste serviert", freute sich Judith Williams über das Ansichtsexemplar. "Glückwunsch zur attraktivsten Klobürste, die ich je gesehen habe." Doch Geldverdienen wollte sie damit nicht. Ralf Dümmel hingegen ließ sich die Gelegenheit auf 20 Prozent Firmenanteile für 200.000 Euro nicht entgehen.

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Intelligentes Fitnessband: STRAFFR

Stefan Weiß, Torben Hellmuth und Hanno Storz haben es sich zur Aufgabe gemacht, "ein altbekanntes Trainingsgerät ganz neu aufziehen". STRAFFR verbindet ein Fitnessband mit einer App, um überall ein professionell angeleitetes Training zu ermöglichen. Der Sensor steckt im kompletten Band, somit können Geschwindigkeit, Kraft und Wiederholungszahl direkt gemessen werden. "Ich liebe mein Gummiband", blieb Dagmar Wöhrl lieber beim herkömmlichen Produkt. Nico Rosberg testete das Ganzkörpertraining: "Meine letzte Übung, bevor ich in mein Rennauto gestiegen bin früher, war genau mit diesen Bändern." Sein Fazit: Produkt gut, Firmenbewertung schlecht. 300.000 Euro für 20 Prozent waren den Löwen einfach zu viel.

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Knödel im Glas: Knödelkult

Eine tolle Idee fiel Janine Trappe und Felix Pfeffer ein, als sie erfuhren, dass allein in Deutschland pro Jahr 500.000 Tonnen Brot weggeschmissen werden. Dieses Brot wollten sie retten! "Wir stoppen dieses sinnlose Brotsterben und geben übriggebliebenen Broten ein zweites knödeliges Leben", erklärten die Gründer ihr Produkt Knödelkult - Knödel im Glas. Unter den Löwen fanden sich einige Knödel-Kenner. "Es geht in die Semmelknödel-Richtung", kostete Dagmar Wöhrl den Klassiker. "Man muss eigentlich Brot richtig lieben", waren die Knödelhäppchen Judith Williams zu brotig. Doch Ralf Dümmel war genau der Richtige: "Ich liebe Brot!" Er ließ sich auf den Deal 250.000 Euro für 15 Prozent ein und freute sich: "Ich find's so geil, ich will's versuchen!"

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Rosen fürs Gesicht: SOROSE

Asiatische Naturkosmetik war das, was Lucy und Peter Leiter auf ihrer ersten Hongkong-Reise am meisten faszinierte: "Extrem innovativ und extrem wirksam." Also gründeten sie die Onlineboutique Shishi Chérie für hochwertige japanische und koreanische Naturkosmetik. Nun bringen sie mit SOROSE ihre eigene Marke heraus: einen Gesichtstoner auf Basis von naturreinem Rosenwasser, asiatischen Pflanzenextrakten und natürlichen Wirkstoffen. Den Löwen fehlten jedoch Studien zur Wirksamkeit. "Das Wichtigste ist in der Kosmetik, dass unser Kunde Vertrauen hat", betonte Judith Williams und stellte den Gründern ihr Knowhow inklusive 200.000 Euro für 33,3 Prozent zur Verfügung.

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