"Höhle der Löwen": Ralf Dümmel greift ins Klo

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Die Investoren in "Die Höhle der Löwen" müssen ja öfter mal Hand anlegen, wenn es ums Testen von Erfindungen geht. Und zumeist tun sie das gerne. In der neuen Ausgabe der VOX-Show allerdings hatte Ralf Dümmel einen regelrechten "Scheiß-Job" ...

"Hab ich eine Wette veloren?", jammerte Ralf Dümmel in der neuen Ausgabe von "Die Höhle der Löwen". Er wurde nämlich zum Putz-Dienst verdonnert. Noch schlimmer: Der Investor musste ein Wohnmobil-Klo säubern. Was das bedeutet? Die Galerie verrät es!
Physiker Dr. Simon Freutel (links) und Maschinenbautechniker Ralf Winkelmann wollten ganz eindrücklich beweisen, wie praktisch ihre Erfindung, der "Camping Butler", ist: "Die Zaubermaschine macht aus Scheiße Gold", priesen sie den Vollautomaten an.
Sie holten Ralf Dümmel zu sich: "Heute ist ihr Glückstag - Sie haben Putzdienst!" Und tatsächlich ließen sie den Unternehmer erst mal den Behälter säubern, der in Wohnmobilen die Fäkalien sammelt. Ekelerregte und mitleidige Blicke bei allen Mit-Löwen.
Ohne Murren schraubte Ralf Dümmel den Deckel auf, schüttete die braune Suppe ins Klo, schwenkte den Kanister anschließend aus und reinigte ihn mit einem Desinfektionsmittel. Eindrucksvoll eklige Vorstellung. Judith Williams schüttelte sich: "Ich habe Kopfkino!"
Um den Campern diese ungeliebte Arbeit zu ersparen, erfanden Dr. Simon Freutel und Ralf Winkelmann einen Vollautomaten, der die Fäkalien-Kassette selbständig reinigt. Zwei Modelle sind denkbar: Campingplätze kaufen die Geräte für 15.000 Euro. Oder die Geräte werden kostenfrei aufgestellt, und der Einwurf von 2 Euro geht direkt an die Gründer.
Technikfan Frank Thelen und seine Kollegen zeigten sich durchaus beeindruckt von der praktischen Erfindung - immerhin gibt's alleine in Deutschland über 3.000 Campingplätze. 140 Millionen Übernachtungen wurden im Jahr 2016 gezählt. 200.000 Euro wollten die Gründer haben für 10 Prozent der Firmenanteile.
Den Gründern fehlte schlussendlich aber noch notwendiges Marketing-Knowhow. Obendrein war das Thema den Camping-unerfahrenen Löwen dann doch zu unappetitlich. Aber sie hatten großen Resepekt für dieses "Scheiß-Geschäft".
Deutlich appetitlicher war das, was Marvin Kruse präsentierte. Moment mal: Marvin Kruse? Aufmerksame Fans der Sendung kennen den Gründer vielleicht noch. Es war das dritte Mal, dass der Bremer in "Die Höhle der Löwen" trat. Nach Hundefutter (2015) und Bratwurst (2016) folgte nun ein Wurst-Imbiss, der zum Franchisesystem werden soll: "Brad Brat".
Zunächst fanden die Investoren den Wiederkehrer noch lustig. Als Marvin Kruse aber zum wiederholten Male versicherte, dass man mit seinem Imbiss für 200.000 Euro Investment und 10 Prozent Beteiligung "die Welt erobern" könne, sank die Laune.
"Diese Übertreibung mit Weltherrschaft - ich kann's nicht mehr hören", war Carsten Maschmeyer eindeutig. "Du machst dich zum Clown!" Da half auch nicht, dass den Investoren die Wurst grundsätzlich sehr gut schmeckte.
"Dein Auftritt ist Entertainment pur. Ich fühle mich wie auf dem Hamburger Fischmarkt", fasste Georg Kofler die Darbietung belustigt zusammen.
Bitteres Ende für Marvin Kruse: Auch sein dritter Pitch schmeckte den Löwen nicht. Abschreckend empfanden sie nicht nur das große Ego, sondern auch die Herausforderung eines Franchisesystems. "Die Löwen waren nicht mutig genug", zeigte sich Kruse enttäuscht und war sich sicher: "Ein viertes Mal werde ich nicht kommen."
Wiederkommen muss das Luxemburger Paar Adel Adrovic und Jill Audrit nicht mehr: Sie bekamen den Zuschlag für ihre "Protect Pads" - ein Gummischutz, der an Staubsager gegen Kratzer und Schrammen an Möbeln anzubringen ist.
Weder den "Neuen" Nils Glagau, der sich als "guten und liebenvollen Staubsauger" bezeichnete, noch die anderen Löwen riss diese Erfindung zwar wirklich vom Hocker.
Schließlich investierte Ralf Dümmel aber 85.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile in das noch zu gründende Unternehmen, wenngleich er nicht genau abzuschätzen vermochte, ob die Klebestreifen tatsächlich Absatz finden.