James Avery wäre 75 geworden: Das machen die Stars aus "Der Prinz von Bel-Air" heute

James Avery hätte am 27. November seinen 75. Geburtstag gefeiert. Der US-Schauspieler erlangte besonders durch seine Rolle des Philip Banks in der Sitcom "Der Prinz von Bel-Air" große Bekanntheit. Was machen seine ehemaligen Serienkollegen - darunter Superstar Will Smith - heute? © 1&1 Mail & Media/spot on news

Für seine Rolle als Will Smiths Onkel wurde Avery in die Liste der "50 besten Fernsehväter aller Zeiten" aufgenommen. Der Mime spielte jedoch nicht nur in Sitcoms, sondern auch in einigen Filmen mit - unter anderem neben Chevy Chase (Foto, l.) in "Fletch – Der Troublemaker" (1985) und neben Eddie Murphy in "Dr. Dolittle 2" (2001).
Insgesamt arbeitete der TV- und Filmdarsteller (hier zu sehen im Jahr 2007) an mehr als 170 Film- und Fernsehproduktionen mit. 2013 musste er sich jedoch einer Herzoperation unterziehen, infolge derer er im Dezember des Jahres verstarb.
Will Smith (M.) ist "Der Prinz von Bel-Air". Seine Serienfigur heißt sogar (fast) wie er selbst und stammt wie er aus Philadelphia. In der Serie, die von 1990 bis 1996 lief, wird der aus dem Ghetto stammende Junge zu seiner wohlhabenden Tante, seinem Onkel und deren Familie nach Bel-Air geschickt, um dort eine gute Schulbildung zu erlangen - was für reichlich (lustigen) Ärger sorgt.
Über den Erfolg von Will Smith in Hollywood braucht man (eigentlich) niemanden mehr aufklären. Der Star zählt zu den erfolgreichsten Mimen seines Fachs und kassiert dank Filmen wie "Men in Black" oder "Bad Boys for Life" Millionengagen. Das Foto zeigt ihn mit seinen Söhnen Jaden (l.) und Trey (r.) bei der Premiere des dritten Teils der "Bad Boys"-Reihe Anfang 2020 in Los Angeles.
Janet Hubert (2.v.r.) spielte in den ersten drei Staffeln der Serie Wills Tante Vivian Banks. Die Schauspielerin aus Chicago gewann in ihrer Jugend ein Stipendium an der renommierten Juilliard School in New York, brach das Studium jedoch ab. Der Grund für ihren Ausstieg aus der Serie war ein Streit mit Hauptdarsteller Will Smith sowie ihre Schwangerschaft, mit der sie...
... Vertragsbruch beging. Nach "Der Prinz von Bel-Air" konnte Hubert (2.v.r.) vorrangig nur noch Gastrollen an Land ziehen - unter anderem in "Friends" und "Gilmore Girls". Das Foto zeigt sie 2001 in der "Bernie Mac Show".
Ersetzt wurde Janet Hubert ab Staffel vier durch Daphne Reid (l.). Die gebürtige New Yorkerin spielte die Rolle bis zum Ende der sechsten Staffel und war zuvor bereits in "Das A-Team" zu sehen. Dabei hatte sie zu Beginn einen ganz anderen Karriereweg eingeschlagen.
Nach der High School studierte sie nämlich Inneneinrichtung und Architektur an der renommierten Northwestern University in Chicago. Im Anschluss arbeitete sie als Model und wurde die erste afroamerikanische Frau, die auf dem Cover der "Glamour" zu sehen war. Reid spielt noch heute in Serien und Filmen mit, zuletzt 2019 in "Harriet - Der Weg in die Freiheit".
Als Wills verwöhnter Cousin Carlton Banks war Alfonso Ribeiro (l.) in der Sitcom zu sehen. Der Schauspieler, dessen Eltern aus Trinidad und Tobago in die USA einwanderten, beeindruckte schon früh nicht nur durch sein darstellerisches, sondern auch durch sein tänzerisches Talent. Im Jahr 1984 verschaffte es ihm sogar einen Auftritt in einer Pepsi-Werbung mit Michael Jackson.
Mit Will Smith blieb Ribeiro, hier bei der Weltpremiere des Films "Aladdin" im Jahr 2019, auch nach dem Serienende verbunden. 1999 war er neben ihm im Musikvideo zum Song "Wild Wild West" zu sehen. Außerdem tritt der Star immer wieder als begnadeter Tänzer in Erscheinung. 2014 gewann er die Wettbewerbsshow "Dancing with the Stars".
Genauso verwöhnt wie ihr Bruder Carlton war dessen Schwester Hilary Banks, verkörpert von Karyn Parsons. Die Schauspielerin ist die Tochter einer afroamerikanischen Mutter und eines weißen Vaters und wuchs in Hollywood auf. Auch nach "Der Prinz von Bel-Air" ergatterte sie weitere - vornehmlich kleine - Rollen.
1995 war sie beispielsweise in "Auf Kriegsfuß mit Major Payne" zu sehen. Mittlerweile ist es jedoch still geworden um die zweifache Mutter.
Tatyana Ali spielte Hilarys jüngere Schwester Ashley Banks. Die New Yorkerin ist auch R'n'B-Sängerin und hatte einen ihrer ersten TV-Auftritte in der "Sesamstraße". Neben ihrer Rolle als Will Smiths Cousine konnte sie auch Engagements in "Die Bill Cosby Show" und im "Mickey Mouse Club" verbuchen.
Ali, hier im Jahr 2018, profitierte auch musikalisch von ihrer beruflichen Beziehung zu Hauptdarsteller Smith, 1998 produzierte er ihr Debütalbum "Kiss the Sky". Zehn Jahre später tauchte sie als eine von vielen Stars im Video "Yes we can" von Will.i.am auf, mit dem der Künstler Barack Obamas Präsidentschaftskandidatur unterstützte. Ali schauspielert noch heute.
Stets mit einem trockenen Spruch auf den Lippen machte sich Joseph Marcell als Geoffrey, der Butler der Familie Banks, in "Der Prinz von Bel-Air" einen Namen. Der aus der Karibik stammende Brite ist ein renommierter Theaterschauspieler und war Teil der berühmten Royal Shakespeare Company. Marcell trat unter anderem in den Stücken "Othello" und "Ein Sommernachtstraum" auf.
Der Mime engagiert sich bis heute insbesondere für das Theater und organisiert Workshops für junge Schauspieler. Außerdem ist Marcell noch heute immer mal wieder in kleineren Rollen in Serien, beispielsweise "Ratched", oder Filmen zu sehen. Das Foto zeigt ihn im Jahr 2018 auf der Comic-Con in Dortmund.
In den letzten drei Staffeln der Serie bekam die Familie Banks erneut Zuwachs - durch Nicholas "Nicky" Andrew, gespielt von Ross Bagley (l.). Für den Kalifornier war es nicht die erste Schauspielrolle, bereits 1994 war er in "Die kleinen Superstrolche" zu sehen und gewann prompt den Young Artist Award. 1996 war er erneut in einem Film mit Will Smith zu sehen, in...
... "Independence Day". Darin spielte er den Sohn von Smiths Leinwandfreundin Jasmine Dubrow, dargestellt von Vivica A. Fox. Seitdem wurde es jedoch still um Bagley, das Foto zeigt ihn im vergangenen März im englischen Liverpool.
Jeffrey A. Townes (l.) war nicht nur Will Smiths bester Freund Jazz in der Sitcom, auch im wahren Leben gingen die beiden seit längerem einen gemeinsamen Weg. Nachdem sie sich in ihrer Heimatstadt Philadelphia kennengelernt hatten, gründeten sie das Musik-Duo DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince, mit dem sie dafür sorgten, dass Hip-Hop im Mainstreambereich Fuß fasste. Ihr Song "Parents Just Don’t Understand" wurde 1989 sogar mit dem ersten Grammy überhaupt in der Kategorie "Rap" prämiert.
Nachdem Smith eine Solokarriere einschlug, konzentrierte sich DJ Jazzy Jeff auf die Arbeit als Produzent, arbeitete jedoch weiterhin mit seinem Kumpel an dessen erfolgreichen eigenen Alben. Townes legt bis heute Platten auf, wie hier 2018 in Milwaukee.