James McAvoy wird 40 Jahre alt: Seine bisher größten Erfolge

Ursprünglich wollte James McAvoy Priester werden. Gut, dass sich Schauspieler gegen diesen Berufswunsch entschieden hat. Der Tausendsassa feiert jetzt seinen 40. Geburtstag und kann auf abwechslungsreiche Rollen und eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Das sind seine bisherigen Meilensteine. © spot on news

In den folgenden Jahren spielte James McAvoy zuerst kleinere Rollen, seinen Lebensunterhalt verdiente er beinahe drei Jahre lang als Bäcker. "Ich war so was wie der Konditor-Azubi. Der andere hat all das schwierige Zeug gemacht und ich kam dann und habe die Sahne verteilt und mit Kiwi dekoriert“, sagte er 2007 in einem Interview mit dem "V Magazine". Seine erste große Rolle hatte er 2001 im Film "Swimming Pool" (Foto) an der Seite von Kristen Miller.
Einen ersten Vorgeschmack auf Charakterrollen bekam James McAvoy, als er im Drama "Inside I'm Dancing" (2004) einen körperlich und geistig eingeschränkten jungen Mann spielte, der im Rollstuhl sitzt.
Der ehrgeizige Schotte hielt trotz weniger Rollen an seinem Traum fest, spielte in der Science-Fiction-Miniserie "Children of Dune" (2003) und in der Serie "Shameless" (2004-2005) mit. Für letztere wurde er 2004 für den "British Comedy Award" als bester Newcomer nominiert. Der Award rief auch endlich Hollywood auf den Plan: McAvoy bekam die Rolle des Mr. Tumnus in der Literaturverfilmung von "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" (2005).
Narnia war der endgültige Startschuss für James McAvoys Karriere. 2006 durfte er an der Seite von Forrest Whitaker in dem Filmdrama "Der letzte König von Schottland" über den ugandischen Diktator Idi Amin mitspielen. Seine Rolle als königlicher Leibarzt brachte ihm eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis 2007 ein. Seit dem Dreh in Afrika setzt er sich zusätzlich ehrenamtlich für das britische Rote Kreuz und besonders für Projekte in Uganda ein.
Er kann auch romantisch – und wie: 2007 drehte James McAvoy gleich zwei Liebesfilme. Die Rolle des Robbie Turner in der Verfilmung von Ian McEwans Roman "Abbitte" an der Seite von Keira Knightley gehört bis heute zu seinen erfolgreichsten Rollen. Das Drama von Joe Wright katapultierte ihn ganz nach oben, er heimste eine Nominierung für den Golden Globe ein und wurde 2008 mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Bis heute schwärmt Filmpartnerin Keira Knightley: "James ist der beste Küsser aller Zeiten“.
Auch Kollegin Anne Hathaway durfte sich auf der Leinwand von dem Schotten erobern lassen: In der Filmbiografie über Jane Austen "Geliebte Jane" (2007) spielt James McAvoy die vermutlich größte Liebe der Schriftstellerin, den angehenden Juristen Tom Lefroy, der mit Mr. Wisley (Bild rechts, Laurence Fox) um die Gunst der eigensinnigen Autorin wetteifert.
Nach zwei romantischen Filmen wechselte James McAvoy die Gamaschen gegen Kanonen: Im Actionfilm "Wanted" (2008) überzeugte er an der Seite von Rapper Common und Angelina Jolie (von links). Der Film gewann 2009 den Empire Award in der Kategorie "Best Sci-Fi/Fantasy/Superhero" und wurde für 13 weitere Preise nominiert, darunter zwei Oscars (Bester Ton, Bester Tonschnitt).
James McAvoy ist experimentierfreudig und wagte sich 2011 an ein ganz neues Genre: Im Animationsfilm "Gnomeo und Julia" spricht James McAvoy die Hauptfigur des Gnomeo (2. v. li.). Seinen schottischen Akzent ließ er sich jedoch nie vollkommen verbieten, auch wenn er sich die englische Aussprache über die Jahre antrainiert hat.
2011 ergatterte James McAvoy eine prestigeträchtige Rolle: Im X-Men-Sequel "X-Men: Erste Entscheidung" spielte er an der Seite von Stars wie Nicholas Hoult (li.) und Hugh Jackman (r.) den Gründer der X-Men und begeisterte damit Comic-Fans weltweit. Für die Fortsetzungen "X-Men – Zukunft ist Vergangenheit" (2014) und "X-Men: Apocalypse" (2016) wurde er erneut zu Professor X.
Beruflich bleibt er auch weiterhin auf Erfolgskurs. 2013 drehte McAvoy gleich drei Filme: Den Actionfilm "Enemies - Welcome to the Punch" neben Mark Strong (Foto), den Thriller "Trance - Gefährliche Erinnerung" von Oscarpreisträger Danny Boyle und die Literaturverfilmung "Drecksau" nach einem Roman von Irvine Welsh.
Privat kommt für McAvoy lange Zeit nur eine Frau infrage: 2004 lernte er bei den Dreharbeiten zu "Shameless" Anne-Marie Duff (Foto) kennen. Die beiden heirateten 2006 und bekamen 2010 Sohn Brendan. Im Mai 2016 zerbrach die Ehe. Mittlerweile hat er in Schauspielerin Lisa Liberati die neue Frau an seiner Seite gefunden.
2016 überzeugte James McAvoy mit einer außergewöhnlichen Rolle: Im Psychothriller "Split" von Starregisseur M. Night Shyamalan spielte er einen Killer mit gleich neun gespaltenen Persönlichkeiten. Der Film konnte sich drei Wochen hintereinander an der Spitze der US-Kinocharts halten und war mit einem weltweiten Einspielergebnis von 277 Millionen Dollar so erfolgreich, dass bereits im Jahr danach eine Fortsetzung angekündigt wurde.
Es muss nicht immer die Hauptrolle sein: 2017 spielte er als Co-Star von Charlize Theron im Actionfilm "Atomic Blonde" den zwielichtigen Chef der Berlin-Division David Percival. Theron ist zugleich Hauptdarstellerin und Mitproduzentin und hatte sich einen Actionfilm gewünscht, der von einer weiblichen Hauptfigur getragen wurde.
Nach so viel Power, Thriller und Action unternahm McAvoy 2017 zumindest teilweise einen Ausflug zurück in seine romantische Filmvergangenheit. In "Grenzenlos" von Wim Wenders wird er als Geheimagent James Moore von Dschihadisten gefangen genommen und verzehrt sich in Gefangenschaft nach seiner Liebsten, Biomathematikerin Danielle (Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander).
Mit "Glass" (2019) fanden gleich zwei Filme von M. Night Shyamalan ("Unbreakable" von 2000 und "Split" von 2016) ihr großes Finale. Natürlich war James McAvoy in der Fortsetzung von "Split" (2016) als multiple Persönlichkeit Crumbs wieder mit von der Partie. An seiner Seite spielten Samuel L. Jackson und Bruce Willis. Auch wenn "Glass" den Erfolg von "Split" nicht ganz halten konnte, hat McAvoy mit Sicherheit bereits die nächste Paraderolle in petto.