Was war denn da los? Bei der jüngsten Ausgabe von "Joko und Klaas gegen ProSieben" am Dienstagabend musste Klaas Heufer-Umlauf nicht nur gegen prominente Gegner kämpfen, sondern auch gegen seine schlechte Laune. Mit einer Niederlage verabschieden sich Joko und Klaas nun in die Sommerpause.

Christian Vock
Eine Kritik
von Christian Vock

"Mein Gehirn ist richtig krass eingefroren." So einen Satz denkt sich der Zuschauer normalerweise nur bei TV-Shows wie "Das Sommerhaus der Stars" oder "Promis unter Palmen." Diesmal kommt dieser Satz aber von Joko Winterscheidt und ist nicht nur metaphorisch gemeint. Der Moderator hat sich in seiner eigenen Show "Joko und Klaas gegen ProSieben" am Dienstagabend nämlich durch einen unbedachten Moment der Freude selbst schockgefrostet.

Der Moderator musste in einer Indoor-Skihalle auf allen möglichen Dingen wie Surfbrett, Schlitten oder Luftmatratze den Hang hinunter schießen und es damit über ein Wasserbecken bis zu einem Buzzer schaffen. Als er es dann nach etlichen Versuchen endlich geschafft hat, taucht Winterscheidt vor Freude im Wasserbecken unter – und vergisst kurz, dass das Wasser nur drei Grad "warm" ist. Die Folge sind ein krebsroter Kopf und ein gehöriges Gehirnknistern: "Ich kann nicht sagen, wie weh das getan hat gerade."

"Joko & Klaas gegen ProSieben": Klaas verpasst Drehtermin

Am Ende schafft es Winterscheidt trotzdem noch ein zweites Mal, den Buzzer zu erreichen und holt damit einen von insgesamt vier Punkten für das Team "Joko und Klaas". Und Klaas? Der hatte den Drehtermin für die Ski-Aufgabe schlicht verdusselt und sich im Tag geirrt. Deshalb musste Joko Winterscheidt sein Gehirn ganz alleine ins Eiswasser tunken.

Man kann natürlich nur mutmaßen, aber vielleicht war Winterscheidt ja ganz froh, dass Heufer-Umlauf den Dreh verpennt hat, denn im Studio erschien sein Partner auffällig missmutig an diesem Abend. Der Erste, der Heufer-Umlaufs Unmut zu spüren bekam, war sein Kollege Jakob Lundt.

Lundt sollte wie bereits in der vergangenen Ausgabe mit einem Soundboard die Emotionen der fehlenden Zuschauer simulieren. Als er nach einem Fehlversuch in einem Spiel den Knopf mit "Du Idiot" drückt, versteht Heufer-Umlauf keinen Spaß mehr: "Ich hau' dir ein Puzzle in die Brille, ich schwör's dir!"

Nun sind solche Aktionen in der Regel von Heufer-Umlauf kalkuliert, um der ganzen Show ein bisschen Würze zu verleihen, aber an diesem Abend hatte man doch das Gefühl, dass Heufer-Umaluf ein bisschen mit dem falschen Bein aufgestanden war. Gerade Winterscheidt bekam das immer wieder zu spüren, versuchte aber stets die Spitzen seines Partners zu entschärfen. Nur einmal platzt auch ihm der Kragen.

Bei einem Spiel müssen sich die beiden die Position von auf dem Boden eingeblendeten farbigen Rechtecken merken, um sie danach mit einem Ball zu markieren. Nachdem die Rechtecke ausgeblendet waren, gibt es jedoch Meinungsverschiedenheiten um die Position des gelben Rechtecks.

Joko Winterscheidt: "Warum lass' ich mich immer von dir belabern?"

Für Heufer-Umlauf kein Problem, denn er lässt voller Selbstbewusstsein keinen Zweifel daran, dass er Recht hat. Hatte er aber nicht, was Winterscheidt für einen kurzen Moment die Fassung verlieren lässt: "Warum lass' ich mich immer von dir belabern. Wie viele Spiele wir schon verloren haben, weil du der felsenfesten Überzeugung bist, dass du Recht hast!"

Das Spiel gewinnen sie trotzdem und auch sonst verläuft der Abend bis zum Finale recht passabel. Lediglich bei den Spielen gegen prominente Gegner, kassieren Joko und Klaas eine Niederlage.

Die ehemaligen Bundesligatorhüter René Adler (l.) und Timo Hildebrand (r.) beim Spiel "Großleichtwurf".

Die ehemaligen Fußballtorwächter René Adler und Timo Hildebrand können beim Spiel "Großleichtwurf" große, leichte Sachen wie zum Beispiel einen Umzugskarton weiter werfen und Fernsehkoch Frank Rosin reibt von ungewöhnlichen Sachen wie einer Seife oder einem Silikonfuß ein vorgegebenes Gewicht grammgenauer ab.

Joko und Klaas müssen in einem Spiel gegen TV-Koch Frank Rosin (v.l.n.r.) ungewöhnliche Gegenstände grammgenauer abreiben. Moderator Steven Gätjen (r.) sieht gebannt zu.

Vor dem Finale hätten Joko und Klaas also bei vier von sechs möglichen Punkten guter Dinge sein können, doch als Klaas den Spiel-Einsatz hört, kommt bei ihm wieder die schlechte Laune durch. Im Falle einer Niederlage müssen sich die beiden als ProSieben-Maskottchen verkleiden und in TV-Trailern den Sender loben und sich selbst demütigen.

Joko und Klaas gegen die "Arschgeigen vom Sender"

Das ist für Heufer-Umlauf zu viel: "Ich möchte auf keinen Fall in dieses alte Siff-Teil da rein und ich will auch nicht, dass die Arschgeigen vom Sender das eine Woche zeigen dürfen."

Das mit den "Arschgeigen" meint Heufer-Umlauf nur metaphorisch, wie er sofort erklärt: "Ist gemeint als Chef und Leute, die mir Geld geben. Das ist ein geheimes Wort, Arschgeigen." Metaphorik hin oder her – Heufer-Umlauf will eine Niederlage unbedingt vermeiden und umso ärgerlicher dürfte es für ihn sein, dass er genau das nicht schafft: Vier von sieben Final-Spielen hätten die beiden gewinnen müssen, lediglich zwei schaffen sie.

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Den ersten Trailer müssen die beiden gleich nach der Show produzieren, ab Mittwoch sieht man die beiden dann täglich im ProSieben-Kostüm. Immerhin hat Heufer-Umlauf danach ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen. Die Show am Dienstag war die letzte der Staffel, im Herbst geht es dann mit einer neuen Staffel weiter.

Joko & Klaas 15 Minuten: Männerwelten

Hier könnt ihr die 15 Minuten Sendezeit LIVE, die Joko und Klaas in "Joko & Klaas gegen ProSieben" gewonnen haben, online sehen. Männerwelten. Eine Aktion gegen sexuelle Belästigung. © ProSiebenSat.1