Judith Rakers und Co.: Das sind die bekanntesten "Tagesschau"-Gesichter

Sie ist seit 2005 Sprecherin der "Tagesschau“: Judith Rakers ist aus der deutschen Fernsehlandschaft kaum noch wegzudenken. Neben der in Paderborn geborenen Moderatorin prägten allerdings noch einige andere TV-Gesichter die Geschichte von Deutschlands bekanntester Nachrichtensendung. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Seit 2005 ist Judith Rakers Sprecherin der "Tagesschau" im Ersten. Die 1976 in Paderborn geborene Moderatorin studierte nach dem Abitur in Münster Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Deutsche Philologie und Neuere und Neueste Geschichte. Bereits während ihrer Studienzeit jobbte sie nebenbei beim Hörfunk. 2011 gewann sie den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Unterhaltung".
Er war allerdings der Erste: Ab 1959 moderierte Karl-Heinz Köpcke die Abend-Nachrichten der "Tagesschau". 1964 wurde er Chefsprecher. Der 1922 in Hamburg geborene Moderator war bei der Bevölkerung so bekannt, dass es 1974 Proteste gab, als er nach seinem Sommerurlaub mit Schnauzbart vor die Kamera trat. Mit der Gesichtsbehaarung wollte Köpcke eine Schramme verdecken, die er sich beim Tauchen zugezogen hatte.
1966 stieß Werner Veigel zum Team der "Tagesschau". Ab 1987 stieg er zum Chefsprecher auf und behielt diese Funktion bis zum Jahr 1995, als bei ihm ein Gehirntumor festgestellt wurde. Der in Den Haag geborene Moderator, der sich 1995 in einem "Stern"-Interview offen zu seiner Homosexualität bekannte, erlag im selben Jahr in Hamburg seinem Krebsleiden. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1983.
Wilhelm Wieben war von 1973 bis 1998 Sprecher der "Tagesschau". Der gelernte Schauspieler absolvierte Stationen beim Sender Freies Berlin und Radio Bremen und stand zuletzt offen zu seiner Homosexualität. Er verabschiedete sich in seiner letzten "Tagesschau"-Sendung mit den Worten "Danke, das war’s“. Wieben starb im Juni des vergangenen Jahres in Hamburg.
1974 wurde Jo Brauner bis 2004 Sprecher bei Deutschlands bekanntester Nachrichtensendung. Zum Jahrtausendwechsel erhielt er den Posten des Chefsprechers, den er vier Jahre lang behielt. Der in Niederschlesien geborene Moderator machte 1958 in der früheren DDR sein Staatsexamen als Grundschullehrer im Fach Deutsch. Direkt im Anschluss flüchtete er allerdings über West-Berlin in die Bundesrepublik Deutschland, wo er beruflich umsattelte.
Sie war die erste Frau, die jemals die "Tagesschau" moderierte. Ab 1976 grüßte Dagmar Berghoff die ARD-Zuschauer täglich aus dem Fernsehstudio. 1995 wurde sie Chefsprecherin. Die gebürtige Berlinerin gilt bis heute als "Miss Tagesschau" und gewann zwei Bambis sowie eine Goldene Kamera.
Neben Dagmar Berghoff als "Miss Tagesschau" ist Jan Hofer ebenfalls eins der bekanntesten Gesichter der Nachrichtensendung. Er liest die Nachrichten seit 1985 und wurde im Oktober 2004 Chefsprecher.
Ab 1994 bekamen die Fernsehzuschauer auch Jens Riewa auf der Mattscheibe zu sehen. Seit 1991 arbeitete der 1963 in Lübbenau geborene Journalist bereits als Off-Sprecher für die "Tagesschau". Riewa diente drei Jahre lang in der Nationalen Volksarmee der DDR und begann anschließend, Technologie des Bauwesens zu studieren. Den Abschluss machte er jedoch nicht und wurde Fluglotse, bevor er erneut die berufliche Richtung wechselte.
Susanne Daubner ist bereits seit mehr als 20 Jahren ein Gesicht der "Tagesschau" - seit dem Jahr 1999. Zur Sprecherin wurde sie in der ehemaligen DDR ausgebildet. Die Stasi versuchte, sie in den 80er Jahren anzuwerben - doch sie lehnte ab. Später floh Daubner über Ungarn und Jugoslawien aus der DDR und begann, für den Sender Freies Berlin zu arbeiten.
Ebenfalls seit 1999 ist Thorsten Schröder Sprecher der "Tagesschau". Der 52-Jährige wurde nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre in Hamburg freier Mitarbeiter beim Hörfunk des NDR. Nach mehreren kleineren Stationen volontierte er 1994 ebenfalls beim Norddeutschen Rundfunk. Privat ist Schröder Hobby-Triathlet und Hobby-Radrennfahrer und nahm 2017 am Ironman Hamburg und Ironman Hawaii teil.
Linda Zervakis moderiert seit 2010 die "Tagesschau" und ist die erste dortige Sprecherin mit Migrationshintergrund. Sie wurde 1975 als Tochter griechischer Gastarbeiter in Hamburg geboren und half nach dem frühen Tod ihres Vaters in dessen Kiosk in Harburg aus - bis zu ihrem 28. Lebensjahr. Zervakis war 2016 und 2019 jeweils in einem Musikvideo zu sehen, von den Beginnern und von Deichkind.