Für starke Sprüche sind der Hamburger Auswanderer Konny Reimann und der Ex-Fußballer Thorsten Legat gleichermaßen bekannt. In der Wildnis Südafrikas öffneten sie sich nun gegenseitig das Herz.

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Zwei Männer in der Wildnis: Thorsten Legat, Ex-Fußballer mit "Kasalla"-Mentalität, und Kult-Auswanderer Konny Reimann begaben sich für RTL II auf einen Survival-Trip. Der geriet überraschenderweise nur zum Teil zum Sprüchefestival. Am Lagerfeuer schütteten sich die beiden Haudegen das Herz aus.

"Konny ist das Häppchen, Thorsten der Hauptgang" - mit diesen wenig aufmunternden Worten schickten Manu Reimann und Alexandra Legat ihre Männer in die Wildnis. Die Mission: Bei 35 Grad Durchschnittstemperatur 40 Kilometer durch Südafrika in vier Tagen. Ohne Verpflegung und ohne gefressen zu werden. Denn die Route ist auch bei Raubtieren beliebt. Für die Pilotfolge der neuen Staffel von "Konny Goes Wild!" (RTL II) hatte sich der Hamburger Auswanderer für Thorsten Legat als Weggefährten entschieden. "Hier ist nichts Gespieltes, das ist die Realität, hier bist du von wilden Tieren umzingelt", fand Dschungelcamp-Veteran Legat.

Zunächst musste Legat seine Flugangst überwinden, denn die Abenteuer-Azubis wurden per Hubschrauber irgendwo in der südafrikanischen Provinz Limpopo ausgesetzt. Jeder mit einem Rucksack voller Survival-Utensilien. Dazu Wasserflaschen und ein Gewehr. Konny hatte zudem ein Samurai-Schwert im Handgepäck. "Ziehen wir in den Krieg?", scherzte Legat. Später war er ganz froh über diese Gegenstände ...

"Der hat uns tyrannisiert und auf die Fresse gehauen"

Immer wieder erklommen die beiden Felsen, um sie zur Orientierung zu nutzen. Legat versuchte sich als Brüllaffe und schrie ins Tal: "Kasalla!" Reimann fragte sich, was das eigentlich genau sei. "Vielleicht ist das ja auch eine Geschlechtskrankheit oder so", mutmaßte er. Legat erklärte, der Schlachtruf diene der Motivation. "In welcher Sprache?", bohrte Reimann nach. Kasalla sei natürlich ein deutsches Wort, aus dem Ruhrpott, um genau zu sein, erklärte Legat, zunehmend um Ruhe ringend. "Das sagt man wozu?" Legat kam in Erklärungsnot: "Ja ... weiß ich nicht ... wenn man sich vorbereitet auf etwas." Dann fand er die richtigen Worte: "Das bin ich. Thorsten Legat Kasalla!" Als er endlich merkte, dass Reimann sich absichtlich dumm stellte, schimpfte er amüsiert: "Ich reiß dir gleich den Pimmel ab!"

Ernst wurde es dann nicht wegen einer Raubtierattacke, sondern weil ein Lagerfeuergespräch beiden unter die Haut ging. Legat erzählte, dass er der jüngste Sohn einer Großfamilie war. Der Papa Bergmann, die Mama Raumpflegerin. Als sein ältester Bruder vor 16 Jahren starb, war das ein harter Schlag. "Der hat mich erzogen", erklärte der Ex-Kicker. "Mein Vater nicht. Der war ein Diktator, kam nach Hause und hat uns tyrannisiert und auf die Fresse gehauen, im alkoholisierten Zustand." Reimanns Reaktion ebenso unerwartet: "Bei mir war es genauso. Ich habe angefangen mit Karate, um mich gegen meinen Vater zu wehren."Sein aufmunterndes Resümee: "Aber wir haben es ja geschafft, wir haben uns selbst dahin gebracht, wo wir jetzt sind." Nämlich in die von Leoparden und Löwen bevölkerte Ödnis einer nördlichen Region in Südafrika.

"Wir haben eine Wellenlänge"

Reimann musste den Kumpan immer wieder ermahnen, leise zu sein, um keine Wildtiere anzulocken. Legat maulte zurück: "Und nicht pupsen! Du furzt immer." Zu viel Information! Was Legat ebenfalls kränkte: "Ich hasse das, der läuft hier immer rum wie eine Gazelle." Legat als der Jüngere und ehemals hauptberufliche Sportler sah das nicht gern. Am nächsten Tag kam die Feuerprobe: aus 40 Meter Höhe abseilen. "Mir geht der Arsch auf Grundeis", gab Legat zu. Gazelle Konny machte es vor, Legat folgte.

Der nächste Angstmoment folgte auf dem Fuße. Die bange Frage: War da ein Tier? Legat bewaffnete sich mit dem Gewehr, Reimann mimte den Samurai. "Da ist nix, Kollege", gab Konny Entwarnung. "Der ist weggelaufen." Weg waren auch Kondition und Wasser. Getrieben wurden beide am vierten Tag nur noch von der Vorfreude auf das Wiedersehen mit ihren Frauen. Die erblickten sie gleichzeitig mit einem Wasserfall. "Das ist das schönste Ereignis meines Lebens", freute sich Legat. "Südafrika war für mich ein Kindheitstraum, den ich mit einem wunderbaren Menschen erleben durfte", schwärmte er. Gemeint war nicht die Gattin, sondern Konny. Auch Reimann war voll des Lobes: "Thorsten ist Konny-approved, wir haben eine Wellenlänge." Ein Wiedersehen könne er sich gut vorstellen. Die Zuschauer sicher auch, denn die beiden Maulhelden erwiesen sich überraschend als Dreamteam. Vor allem in den Momenten wo sie die Macho-Fassaden ablegten und ehrlich zueinander waren. (tsch)

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