"Ich komme mir vor wie ein Idiot": Boxer Simon Zachenhuber weint bei "Let's Dance" um seinen Hund

Nicht nur sein beeindruckender Contemporary berührt Boxprofi Simon Zachenhuber bei "Let's Dance" (RTL) zutiefst, auch die Trauer um seinen verstorbenen Hund. Andere Promis kämpfen in der dritten Liveshow mit den Tränen - allen voran Sängerin Senna Gammour, die die Show nach vielen Turbulenzen verlassen muss. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Vermutlich orientierte sich das "Let's Dance"-Styling am Turmbau von Babel: Aber nicht nur der stilbewusste Juror Jorge Gonzáles will in der dritten Live-Show hoch hinaus.
Moderator Daniel Hartwich glänzte ebenfalls mit neuem Kurzhaarschnitt ("Das ging alles als Spende an Jorge") und verkündete das Showmotto "Born in...": Alle Promis tanzen zu Songs aus ihrem Geburtsjahr. Auf die Jury überträgt der Moderator es rotzfrech so: "Motsi zu 'In the air tonight', Jorge zu 'All you need is love' und Herr Llambi zu Beethovens Neunter."
Simon Zachenhuber, Jahrgang 1998, tanzt Contemporary zu "I don't wanna miss a thing" von Aerosmith. Nicht nur wackeln vor dem Auftritt ein paar Hebefiguren mit Partnerin Patricija Belousova, die dabei "ein bisschen Angst" verspürt. Auch der Boxer selbst braucht gerade viel Stabilität.
Bewegend auch der Auftritt des Männerpaares Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov. Ohne großes Aufheben um ihre ungewöhnliche Paarung überzeugen sie vor allem durch großartiges Tanzen wie beim Slowxfox zu Metallicas "Enter Sandman" in einer Swing-Version.
"Genauso stelle ich mir bei diesem Song den nächsten Moshpit am Nürburgring vor", kommentiert Daniel Hartwich die maximal elegante Metallica-Interpretation. Motsi Mabuse fasste ihre Begeisterung kürzer: "That's Hollywood, Baby!"
Was denn sein Freund von so viel Nähe zu einem anderen Mann halte, will Moderatorin Victoria Swarovski von Nicolas Puschmann wissen. Die ebenso bewegende wie tränenreiche Antwort von "Prince Charming" direkt in die Kamera: "Lars, ich liebe dich."
Zum Leidwesen vieler Zuschauer/innen betont auch Rúrik Gíslasson, dass er vergeben sei. Dennoch performt der hoch attraktive Fußballer aus Island, der nicht nur großartig tanzen, sondern auch noch Gitarre spielen kann, den Song "Ich bin solo".
Dieser stammt aus der Feder eines stimm(ungs)technisch renommierten Promikollegen: Mickie Krause kündigt nach einem gewöhnungsbedürftigen Duett der beiden an, mit Rúrik eine Band gründen zu wollen. Da klatscht Victoria Swarovski höflich, und Rúrik scheint bei "Let's Dance" ohnehin oft nicht zu wissen, wie ihm geschieht.
Obwohl das angesichts solcher Tanz-Stunts dringend relativiert werden muss: Im Training mit Renata Lusin gibt Rúrik alles und übt sogar zusätzlich mit YouTube. Der Jive zu "Don't worry, be happy" bringt dem explosiven Duo die Höchstnote von 30 Punkten! "Das war ein Musterbeispiel dafür, wie Jive auszusehen hat", so Oberjuror Llambi.
Rúriks Bandkollege Mickie Krause hingegen lässt eher Statik walten: Doch die Rumba zu "Your Song" von Elton John (Mickie ist Jahrgang 1970, "wie der Opel Manta") motiviert viele Zuschauer zum Anrufen. Eh klar, wenn ihr Idol sie so anfeuert: "Immer kurz vorm Schäfchenzählen zweimal Mickie Krause wählen!"
Solche Motivationsreime liegen Sängerin Senna Gammour und Robert Beitsch fern. Noch versinken sie in ihrem Slowfox zu "I was made for loving you" von Kiss, aber bald schlittern sie sehenden Auges in ihr "Let's Dance"-Aus.
"Ich fühle es langsam!" Kaum deutet der Slowfox Sennas Wandel von der taffen Austeilerin zur eleganten Standardtanz-Lady an, schon fällt Scharfrichter Llambi sein wenig wohlwollendes Urteil.
"Die Haltung braucht Leben, sie war manchmal etwas hart", kritisiert Llambi. Dazu erklärt Senna Gammour frech: "Meine Brüste stehen einfach sehr, sehr gut." Doch nach lachen ist Llambi offenbar nicht zumute: "Respekt, aber zu viel Information und für das Tanzen nicht notwendig."
"Wie meinen Sie das genau? Was fanden Sie gut? Sehen Sie eine Steigerung?", will Senna Gammour wissen. "Es war einen Tick besser als letzte Woche", ringt sich Llambi daraufhin ab. "Man hört so selten etwas Gutes von ihm", stichelt die Sängerin zurück, bekommt aber sogleich einen knallharten Konter: "Wenn du besser tanzen würdest, würdest du das auch öfter hören", ätzt Llambi.
Derlei Bissigkeiten scheinen viele Zuschauer in den falschen Hals zu bekommen und wählen die um Worte nicht verlegene Ex-Monrose-Sängerin aus der Show. Gerne wäre Senna Gammour noch geblieben ("Ich habe hier den Spaß meines Lebens"), aber zu hoffen ist, dass sie ihre neue Eleganz bewahrt - und einfach weiter tanzt.
Zum schmunzelnden Abschluss ein Motiv, das man schlicht nicht vorenthalten möchte. Motsi Mabuse und Jorge González versuchen die Eigenarten ihrer Outfits in ein Selfie zu pressen.