Er zählt zu den Favoriten bei "Let's Dance": Sänger und Ex-Teenie-Star Gil Ofarim. Zur Seite steht ihm Profi-Tänzerin Ekaterina Leonova, die schon Ex-Gewichtheber Matthias Steiner ins Finale der Tanzshow hievte. Wie sich Gil bislang beim Tanztraining anstellt und ob Ofarims Frau bei so viel Körperkontakt nicht eifersüchtig wird, verraten die beiden im Interview mit unserer Redaktion.

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Gil, du bist vor Kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Herzlichen Glückwunsch! Nun nimmst du an einer zeitintensiven Show wie "Let's Dance" teil - bekommst du da nicht Ärger mit deiner Frau?

Gil Ofarim: Erst einmal: danke schön! Im Gegenteil: Meine Frau unterstützt mich hier sehr und sie hat sich auch gewünscht, dass ich zu "Let's Dance" gehe. Es ist wie bei jeder anderen Familie in Deutschland auch: In den meisten Fällen geht der Mann raus zum Arbeiten und kommt am Abend wieder nach Hause zurück.

Gil Ofarim und seine Verena sind seit 2014 verheiratet.

Wie viel Zeit verschlingt das Training tatsächlich?

Gil Ofarim: Wir dürfen nicht länger als 50 Stunden in der Woche trainieren. Das ist Teil der Vereinbarung für die erste Show.

Ekaterina, du kannst nun direkt vergleichen: Dein ehemaliger Tanzpartner ist der Ex-Gewichtheber Matthias Steiner, mit dem Gil vor wenigen Wochen bei "It takes 2" ein Gesangsduett gebildet hat. Mit wem arbeitet es sich leichter?

Ekaterina Leonova: Boah! (Gil dreht sich demonstrativ zu ihr) Die beiden sind komplett unterschiedlich. Gil konnte ich im Vorfeld schon kennenlernen und auch ein wenig trainieren. Hier habe ich gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Deswegen habe ich ihn mir auch als Tanzpartner gewünscht. Bei Matthias wurde ich eher dazu gezwungen, mit ihm zu tanzen (lacht).

Gil Ofarim: Dieses Jahr gab's ja die Jubiläumssendung. Und eine Art "Herzblatt", da konnte man sich seinen Traumpartner wünschen. In der vergangenen Staffel wurden die Paare zusammengewürfelt.

Ekaterina Leonova: Damals habe ich ein Ticket bekommen, wohin ich fahren muss. Und dann lernst du erst deinen Tanzpartner kennen. Du weißt nicht, wie sie ticken - musst aber sofort mit ihr arbeiten. Das macht die Sache komplizierter.

Von einer Skala von 1 (Vollversager) bis 10 (Tanzbär): Wo würdest du dich einordnen, Gil?

Gil Ofarim: Das kann ich nicht entscheiden. Das muss die Chefin neben mir tun.

Redakteur Andreas Maciejewski (li.) traf das "Let's Dance"-Paar Ekaterina Leonova und Gil Ofarim zum Interview in einem Münchner Tanzstudio.

Aber du wirst doch ungefähr einordnen können, ob du tanzen kannst oder nicht?

Gil Ofarim: Vollversager auf keinem Fall. Ich liebe es zu tanzen, ich liebe die Musik. Ich tanze schon mein ganzes Leben. Jedoch lerne ich jetzt, Standard zu tanzen und Haltung zu bewahren. Das ist schon eine andere Nummer. Also: Ich bin keine 10, aber auch keine 5.

Ekaterina, wie siehst du das?

Ekaterina Leonova: Eine 7 oder 8.

Und kannst du ihn zu einer 10 machen?

Ekaterina Leonova: Daran arbeiten wir gerade. Er hat schon was in sich. Gil hat ein wenig Musik- und Taktgefühl, er weiß ungefähr, wie alles aussehen soll. Er erkennt, was schön und elegant ist. Das macht das Ganze einfacher. Andere Leute wissen gar nicht, wie Tanz aussehen soll.

Was ist Gils größte Baustelle?

Ekaterina Leonova: Die Haltung, die Kraft in den Körper zu bekommen. Auch an der Ausdauer müssen wir arbeiten. Das ist etwas anderes als fünf Kilometer laufen. Man muss seinen Körper für längere Zeit unter Kontrolle halten, auch wenn man müde ist. Und das fehlt ihm noch (lacht).

Und wie kommst du bisher damit zurecht, Gil?

Gil Ofarim: In unserem Fall haben wir jetzt einen Song von 1:40 Minute, zu dem wir tanzen. Dann noch den Quickstepp als Tanz der ersten Woche. Es fühlt sich so an, als wäre von der Hüfte aufwärts alles steif. Das ist wirklich hart. Steh' mal drei Minuten lang so da, während deine Füße unten der Motor sind. Die Fußarbeit muss stimmen, die Haltung, das Atmen, das Tanzen im Takt. Außerdem musst du dich richtig bewegen mit einer Partnerin zusammen, nicht gegen sie, weil du sie auch noch führst. Dann ist noch der Ausdruck wichtig. Und alles zusammen kombiniert bedeutet: Lass es aussehen, als wäre es leicht für dich.

Und danach kommst du völlig geschlaucht zu Hause an …

Gil Ofarim: Ja - aber glücklich. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Tanzen so glücklich macht. Wenn ich zu Hause ankomme, gehe ich nicht in eine Wellness-Oase, sondern da warten zwei Kinder und meine Frau auf mich. Und dann geht's weiter. Aber ich genieße mein Leben, so wie es gerade ist. Ich bin happy und dankbar dafür.

Ich hatte wahnsinnig großen Respekt vor "Let's Dance". Keine Angst, nur Respekt. Und den habe ich nach wie vor. Aber ich bin froh, dass ich dabei bin.

Bei "Let's Dance" sind unter den Tanzpartnern bereits Liebespaare entstanden und Beziehungen zerbrochen. Hat dir deine Frau eine Warnung mit auf dem Weg gegeben?

Gil Ofarim: Nein. Aber dass uns eine Affäre angedichtet wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das macht die Presse am liebsten, egal mit wem. Selbst wenn Angela Merkel mit mir tanzen würde, hätte ich drei Wochen später eine Affäre mit ihr.

Nein, meine Frau freut sich und hat das Ganze ja auch forciert. Verena lacht sich kaputt über solche Sachen. Wenn sie mich im Fernsehen sieht bei einem erotischen Tanz wie Rumba, da wird sie eher lachen und sich freuen. Weil von allem, von dem ich profitiere, profitiert auch sie.

"Let's Dance" startet am 17. März um 20:15 Uhr bei RTL.

Gil Ofarim (34) ist ein deutscher Sänger, der durch eine Foto-Lovestory in der "Bravo" entdeckt wurde. Seine Songs wie "Round 'n' Round (It Goes)" oder "Talk to You" landeten in den deutschen Charts. Sein Vater ist der israelische Sänger Abi Ofarim, der insgesamt 59 Goldene Schallplatten bekommen hat.
Ekaterina Leonova (29) ist eine Tänzerin russischer Abstammung. Sie tanzt seit ihrem zehnten Lebensjahr. Bei "Let's Dance" war sie bisher die Tanzpartnerin von Promis wie Paul Janke, Patrice Bouédibéla, Matthias Steiner und Julius Brink.

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