"Let's Dance": Verletzungsmisere hält an - Buh-Rufe für Joachim Llambi

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Und wieder hat es einen Teilnehmer getroffen: Zwangspause nach Verletzung! Dennoch kam er zurück aufs Parkett - mit drei Spritzen, hineingejagt ins geschundene Knie. © teleschau - der mediendienst GmbH

In dieser Staffel ist "Let's Dance" schlimmer als ein Brutalo-Kick. Obwohl: Beim Fußball hacken die Gegenspieler aufeinander ein. Beim Tanzen verletzen die Teilnehmer sich, wenn sie nur aufs Parkett gehen. In der achten Live-Show wurde sogar von Amputation gesprochen. Das ganze Drama! Nun hier in der Bildergalerie...
Sie machte den Anfang - und könnte kommenden Karneval glatt im Sambódromo in Rio de Janeiro auftreten. Zu Barry Manilows "Copacabana" ließ Barbara Meier sehr beachtlich ihre schlanke Hüfte kreisen. Juror Jorge González sah in dem Model eine "Lola", die ihre Kurven dorthin bewegte, wo sie bei einer Samba auch sein sollten.
In der vergangenen Sendung knackte Barbara Meier die Höchstwertung. Auch diesmal kreiste sie vor allem für Joachim Llambi an den Topwert heran. Neun Punkte vergab der Ober-Juror. Und er überbot damit seine beiden Kollegen González und Motsi Mabuse (jeweils acht). Das kommt sonst auch nicht allzu oft vor.
"Heute in einem rosa Sakko?", probierte Moderator Daniel Hartwich sich an Gespött über die Kleidungswahl Joachim Llambis. Dessen Antwort daraufhin entwaffnend: "Weil ich's tragen kann." Ohnehin zeigte sich der sonst so gestrenge Juror diesmal bestens gelaunt. "Wegen des guten Wetters", wie er meinte. Nur einmal im Verlauf der Sendung sollte er sehr eindeutige Buh-Rufe vom Studiopublikum kassieren.
Wie Barbara Meier erreichte in der vergangenen Sendung auch Judith Williams die Höchstwertung. Von dieser jedoch blieb die Unternehmerin mit einem Slowfox weiter entfernt. "Am liebsten würde ich dich die Sache noch einmal tanzen lassen. Ich weiß, du kannst das besser", etwa bemängelte Joachim Llambi. Für Williams blieben so "nur" 23 Punkte.
Früher als geplant, mussten Ingolf Lück und Partnerin Ekaterina Leonova aufs Parkett. Denn ein anderer Kandidat direkt vor ihnen fiel völlig überraschend und vorübergehend aus.
Der Show-Profi Ingolf Lück kann auch spontan. Und wie! Seine Rumba hob einmal mehr Motsi Mabuse aus ihrem Jurysessel. Sie jubelte über Lücks Haltung in der Wirbelsäule und darüber, wie er seine Tanzpartnerin geführt hätte. Mit insgesamt 29 Jurypunkten setzte der Comedian ein sehr starkes Zeichen.
Es passierte wie aus dem Nichts. Eigentlich drehte Bela Klentze sich noch recht gemütlich hinein in den sonst so schnellen Quickstep. Doch ein falscher Schritt - und autsch! Der Soap-Darsteller fasste sich an das rechte Knie. Tanzpartnerin Oana Nechiti blickte besorgt. Klentze musste seinen Tanz abbrechen. Er bat um eine Pause von fünf Minuten, vielleicht ein bisschen dehnen, dann wollte er es noch einmal probieren.
Die Minuten und zwei Promi-Tänze vergingen. Dann kamen Klentze und Partnerin Oana Nechiti doch wieder aufs Parkett. "Ich bin jetzt nochmal extra getaped worden und habe drei Spritzen reingejagt bekommen", sprach der 29-Jährige. Und er packte sogar noch weiter aus.
Er wollte es ja eigentlich nicht erzählen, wegen vermeintlicher Mitleidspunkte oder so. Dann aber erzählte Klentze doch von seinem Handicap: "Vor zwei Jahren habe ich fast mein Bein verloren. Ich hatte einen schweren Unfall. Das Bein sollte sogar amputiert werden."
Das Bein ist noch dran und Klentze wieder auf dem Parkett. Beim zweiten Versuch ging alles glatt, wenn aus gegebenen Umständen doch etwas aus dem Rhythmus. Während seines erneuten Quicksteps konnte sich der Soap-Darsteller bei jeder unfallfreien Drehung dem Jubel der Studiozuschauer sicher sein.
Klentze wollte doch keine Mitleidspunkte, oder? Und Joachim Llambi nahm ihn bei einer durchaus schwierigen Bewertung beim Wort. "Du hast das Beste aus der Situation gemacht", sagte er noch. "Aber ihr wart keine Einheit mehr", bemängelte Llambi.
In dem ganzen Klentze-Drama ging der tänzerische Höhepunkt etwas unter. Schade! Julia Dietze und Massimo Sinató zauberten einen umwerfenden Contemporary aufs Parkett. Joachim Llambi bewertete sogar euphorisch. Er sagte: "Wir hatten in dieser Staffel schon viele Contemporaries. Nicht einer ist an diesen herangekommen, weil du dein Herz gegeben hast."
Jurorin Motsi Mabuse erklärte, was sie für den perfekten Moment hält. Julia Dietze hatte ihn für sie geliefert: "Die meisten Frauen werden mich verstehen, das ist, als wenn man nach einem harten Tag nach Hause kommt, sich den BH auszieht, und es sich bequem macht", so Mabuse. Übersetzt für die Herren bedeutet das: 30 Punkte, die Höchstwertung, für die Schauspielerin.
Nach den Wertungspunkten zumindest der Jury ging es für Iris Mareike Steen in den letzten Wochen immer wieder nach unten. Joachim Llambi wollte die "GZSZ"-Darstellerin zuletzt gar nicht mehr bewerten. Bei ihrer Salsa diesmal jedoch zeigte sie Besserung. "Das ist der richtige Weg", lobte Motsi Mabuse noch. Er führte allerdings ins Aus.
Bela Klentze und Iris Mareike Steen erhielten jeweils 17 Jurypunkte. Sie lagen damit am Ende der Wertung. Dass diese nichts zählen müssen, bewies Steen bei den letzten Ergebnissen nach Zuschauervoting immer wieder. Gegen den angeschlagenen Klentze aber hatte die "GZSZ"-Darstellerin diesmal keine Chance. Wohl auch wegen der genannten Mitleidspunkte schied sie aus.
Diesen einen Spaß-Höhepunkt feiert "Let's Dance" immer wieder gerne: den Discofox-Marathon. Thomas Hermanns durfte sich nach sechs sehr langen Minuten zu sehr fragwürdiger Mucke zum König ernennen lassen. Diesen Preis hält der Comedian besonders in Ehren, ganz bestimmt.
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