"Let's Dance"-Juror Joachim Llambi knallhart: "Untenrum war nix los"

Beim neuen Youngster-Ableger "Let's Dance Kids" mimt er den netten Onkel - bei den Promis zeigt sich Joachim Llambi wieder gnadenlos. "Untenrum war nix los" bescheinigte er sowohl Ex-"Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer als auch Schauspieler Erol Sander. Einer von beiden musste gehen. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Das Motto der fünften "Let's Dance"-Show bei RTL lautet merkwürdigerweise und vielleicht etwas verfrüht "Sommerparty". Nach zweiwöchiger Osterpause offenbar eine Steilvorlage für Ballermann-Star Mickie Krause, die Sau raus zu lassen - und seine "neue Hüfte" zu zeigen. Für andere Promis indes gab's reihenweise Knallhart-Urteile - trotz Schicksalsschlägen.
Frisch und frech präsentierte sich Lola Weippert bei der Salsa mit Christian Polanc. Für ihre Performance zu "Margarita" von Wilkens habe man ein paar "Showfiguren und Tricks" eingebaut, so Polanc vorab verheißungsvoll.
Und wie man sieht, ist das stark untertrieben. "Für Christian bräuchte ich manchmal eine Schutzmontur", berichtet Lola aus dem Training.
Was Joachim Llambi dazu zu sagen hat, verblüfft: "Ich möchte eine Prinzessin sehen, aber du haust immer auf die 12. Und dein Rad ist behäbig."
Sie fühle sich ohnehin wie 60, seit sie mit ihrem Freund ihren Geburtstag mit Tretbootfahren gefeiert habe, so Lola Weippert. Damit schafft sie die perfekte Überleitung zu Mitkandidat Jan Hofer, der zu "Summerwind" von Frank Sinatra einen Slowfox mit Christina Luft tanzt.
In Folge 4 hörte der etwas hüftsteife Hofer bereits manch Gutes über seine Samba. "Wenn man mal gelobt wird, ist das eine schöne Angelegenheit", kommentiert er immer noch in "Tagesschau"-Manier. Während Motsi Mabuse ihm nun bescheinigt, "mehr Tanzfläche" genutzt zu haben, kritisiert Llambi: "Ich will mehr Tanzen sehen."
Tanzen - das bieten ihm zweifellos die heimlichen Superfavoriten Nicolas Puschmann und Vadim Garbusov mit ihrem mitreißenden Charleston zu Nina Hagens "Du hast den Farbfilm vergessen" . Sie kassieren nach ihrem Wahnsinns-Contemporary letzte Woche satte 29 Punkte!
Barack Obamas Halbschwester Auma wollte mit einer Rumba ihre "verletzliche Seite" zeigen, war doch ihre geliebte Oma im Alter von 99 Jahren in Kenia gestorben. "Sie war eine der wichtigsten Personen in meinem Leben", sagt sie, während sie mit den Tränen kämpft.
Doch das Mitgefühlt der Jury hält sich in Grenzen: "Eine gemütliche Rumba in einer karibischen Nacht mit Königin Auma. Das war nett", kommentiert Jorge González. Motsi Mabuse lobt immerhin die "hervorragende Benutzung vom Knie", weist Auma als "starke Frau" jedoch an, Andrzej mehr "anzufassen". Da könne schließlich "ein bisschen mehr Pfeffer rein".
Auma Obama will dennoch weitertanzen: "Meine Oma war eine Kämpferin. Wenn sie hören würde, dass ich sage, ich höre jetzt auf, würde sie sagen: Papperlapapp, du tanzt weiter!"
Eine ebenfalls starke und meist sehr fröhliche Frau zeigt sich an diesem Abend von ihrer dunkleren Seite: Sängerin Ilse DeLange in aufsteigenden Nebelschwaden und beim Tango zu "Voyage, Voyage" mit Evgeny Vinokurov.
"Dein bester Tanz bisher", lobt Motsi Mabuse den sinnlichen Tango. Vielleicht hat Ilse auch den vorher an sie gerichteten Rat der "Let's Dance Kids"-Kandidatin Zoe beherzigt: "Spaß haben und immer auf den Trainer hören."
Das scheint sich auch Schlagersänger Micky Krause zu Herzen zu nehmen, der bei der Salsa zu "Tequila" seine neue, für seine Verhältnisse erstaunliche Hüftkompetenz präsentiert. "Dass sich Malika bei solchen Moves überhaupt konzentrieren konnte", wundert sich Moderator Daniel Hartwich
Ebenfalls sichtlich Spaß hatte das Powerpaar Renata Lusin und Rúrik Gíslasson, das zum Abschluss ihres Quicksteps zu "Summer in the City" im Bällebad landet. Von der Jury gibt's 29 Punkte - allein Llambi verwehrt wegen kleiner technischer Fehler wie schon bei Nicolas Puschmann die "10".
Rein gar nichts zu meckern gibt es indes beim Slowfox zu "Sunny" von Valentina Pahde und Valentin Lusin. "Erste Sahne" sei das gewesen, laut Motsi Mabuses Urteil, die zusammen mit Joachim Llambi sogar den "vielleicht besten Slowfox ever" bei "Let's Dance'" gesehen haben mag. Für Jorge González ist es "Hollywood pur". Dafür gibt's 30 Punkte!
Alles andere als "Hollywood pur" ist die etwas verspannte Samba von "Mordkommission Istanbul"-Star Erol Sander zu "All Night Long" von Lionel Richie. "Untenrum war nix los", lautete das gnadenlose Urteil Joachim Llambis, ehe sich das Fallbeil senkte: Ein "Totentanz" sei das gewesen!
Ob es der von Joachim Llambi gekrönte "Samba-König aus Istanbul" (Daniel Hartwich: "Dann sind sie der John Travolta aus Duisburg") hier schon ahnt? Er wird später mit Partnerin Marta Arndt ausscheiden. Von der Jury bekommt der 52-Jährige lediglich 13 Punkte - zwar einen mehr als Jan Hofer, für den jedoch regelmäßig mehr Zuschauer-Anrufe eingehen.
Schauspieler Erol Sander wirkt nicht so, als sei er vom Zuschauer-Voting überrascht. Manch einer mag sogar Erleichterung über das Aus in der Show festgestellt haben.
Im Rahmen der Sendung gab es indes einiges zu feiern: Einerseits sitzt Jorge González zum 100. Mal in der Jury. Er sei stolz, schon so lange dabei zu sein. Llambi, Mabuse und er seien die einzige "Let's Dance"-Jury weltweit, die schon so lange zusammenarbeite.
Zu diesem Anlass gibt es eine Jubiläumstorte - die lässt sich Daniel Hartwich nicht entgehen.