"Let's Dance"-Juror Llambi: "Ich fühle mich verarscht!"

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Die RTL-Promi-Tanz-Parade "Let's Dance" ist in ihrer zehnten Staffel angekommen. Wie es scheint, hat sie die bislang beste Tänzerin im Aufgebot. Ein älterer Herr dagegen musste die Show bereits verlassen. © teleschau - der mediendienst GmbH

Mit insgesamt 14 Tanzpaaren ging "Let's Dance" in seine nunmehr zehnte Staffel bei RTL. Unter den Promi-Kandidaten sind Sänger und Musiker, eine Society-Tochter, Sportler, Models mit sehr unterschiedlichen Konfektionsgrößen und kein Pietro Lombardi.
Er fiel zunächst besonders ins Auge: Juror Jorge González! Der Kubaner überraschte als "Graue Eminenz". Seine ansonsten schwarzen Haare schienen von seinem Outfit, das aussah, als würde ihm ein halber Urwald entwachsen, gefressen.
Llambi mutmaßte Alkohol im Spiel. "Der González spricht so komisch", sagte er. Mit dieser Meinung war er zwischen vermeintlichen Lall-Tönen vor einem Millionenpublikum wohl nicht allein.
Zur Beruhigung jedoch: González fing sich rasch wieder ein. Von ihm bekannte und beliebte Beschreibungen wie "Chica" oder "Chico" gaben ihm fortwährend Sicherheit.
Nach dem Ausfall von Pietro Lombardi aufgrund einer Fußballverletzung konnte auch Bastiaan Ragas nicht über das Parkett rutschen. Eine noch nicht abgeschlossene Genesung nach einer Blinddarm-Not-OP verhinderte eine Teilnahme des Niederländers. In der kommenden Sendung ist der Ex-Caught-in-the-Act-Boy wohl aber wieder dabei.
Ja, getanzt wurde schon auch. Nur aber nicht von Jörg Draeger! Eine bessere Figur als hier auf einem gestellten Promotionbild von RTL machte der TV-Oldie auf dem Parkett nicht. Sein Cha Cha Cha gemeinsam mit Marta Arndt fiel durch. Kleiner Trost für den Ausscheider: Cora Schumacher und Ulli Potofski in den Jahren zuvor waren nach Meinung Joachim Llambis noch schlechter.
Nein, es war nicht alles wirklich schlecht, was die "Prominenten" bei einem ersten Vortanzen mit ihren Profi-Partnern ablieferten. Cheyenne Pahde beispielsweise zeigte mit Andrzej Cibis einen wunderbaren Wiener Walzer. Dieser wurde von der Jury auch ausreichend mit Punkten honoriert.
Die "Alles was zählt"-Darstellerin bekam für ihre sehr emotionale Darbietung zu Rihannas "Love On The Brain" immerhin 25 Punkte. Juror González erkannte einen "sehr erotischen Tanz".
Auch Boxerin Susi Kentikian erreichte mit einem Cha Cha Cha zu Irene Caras "Fame" eine sehr gute Wertung von 25 Punkten. Jurorin Motsi Mabuse hätte sich sogar in das Powerbündel verliebt, wie sie meinte.
Auffällig bei der ersten Show von "Let's Dance" war, dass die Promi-Damen tanzen und die Herren vor allem Spaß haben wollen. Bestes Beispiel dafür: Faisal Kawusi! Der Comedian lachte sehr viel, vergaß darüber allerdings geschmeidige Technik.
Auf Nachrücker Giovanni Zarrella war Joachim Llambi gar sauer. Der Ersatz für den verletzten Pietro Lombardi spielte nach Ansicht des Jurors die lockere italienische Karte. Llambi moserte: "Ich fühle mich verarscht!"
Die männlichen Teilnehmer wie auch Gil Ofarim werden es wohl etwas schwerer haben in der diesjährigen Ausgabe von "Let's Dance". Das zeigte erneut Llambi mit kleinen Provokation. Er sprach den durchaus smarten Musiker mehrfach als "Dschill" an. Verbesserungen von Moderator Daniel Hartwich - er heiße Gil, nicht "Dschill" - ignorierte er.
Dass vor allem die Männer in einer Schusslinie sind, davon profitiert mitunter Anni Friesinger-Postma. Als Eisschnellläuferin ein Spektakel, scheint das Parkett nicht so ganz ihr Untergrund. Sie blieb erneut blass.
Den hübschesten Moment hatte Chiara Ohoven nach der Show. Die Society-Tochter durfte feiern, dass sie überhaupt eine Runde weitergekommen ist. Und dass sie nun auch schon 32 Jahre "jung" ist.
Die Eltern Mario und Ute-Henriette Ohoven gratulierten ihrer Tochter ebenfalls. Dafür waren beide extra in ein Kölner Fernsehstudio gekommen.
Vanessa Mai brachte die Juroren gleich in der ersten Sendung in Verlegenheit. "Wir haben ein Problem", sprachen Mabuse und González sogleich. Wer will dieses 24-jährige Supertalent schlagen, wenn sie doch gleich einen Cha Cha Cha präsentiert, der besser in der zehnjährigen Geschichte der Sendung noch nicht gezeigt wurde?
Das Schlager-Küken bekam sogleich ihre erste "10", noch bevor die Juroren González, Mabuse und Llambi ihr Urteil überhaupt gesprochen hatten. Kurzum: So sehen Siegerinnen aus.
Nur der Llambi (rechts) sträubte sich noch. In einer ersten Sendung wollte nur er noch keine Höchstwertung von zehn Punkten verteilen. Mit insgesamt 29 Punkten - und das auch noch außer Konkurrenz - legte Vanessa Mai einen fulminanten Start auf dem Parkett hin.
Das Moderatoren-Duo Sylvie Meis und Daniel Hartwich bewacht noch den "Dancing Star 2017"-Pokal. An wen dieser wohl gehen wird, scheint schon jetzt festzustehen.
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