(jv/cze) - Thomas Gottschalk hat es derzeit nicht leicht. Seine Vorabendshow "Gottschalk Live" ist im Quotenkeller, und jetzt sieht er sich auch noch mit Vorwürfen der Trickserei konfrontiert. Denn offensichtlich ist die Sendung nicht so live wie bislang gedacht.

Bekannt ist: In der Woche vor Ostern wurde "Gottschalk Live" wegen Umbauten am Studio aufgezeichnet und nicht live ausgestrahlt. Doch jetzt berichtet der Branchendienst "meedia.de", dass auch die erste Sendung nach den Feiertagen im Cutting Room entstanden sei.

Ein Sprecher der Sendung bestätigte demnach, dass das am Dienstag ausgestrahlte Interview mit der Action-Legende Bud Spencer schon vor rund zwei Wochen aufgenommen worden sei. Auch das zweite Interview des Tages mit der "Turn-Oma" Johanna Quaas wurde laut dem Medienmagazin "dwdl.de" bereits am Donnerstag vor Ostern aufgezeichnet und dann nur noch mit den Bud-Spencer-Szenen zusammengeschnitten.

Damit der zeitliche Unterschied nicht auffällt, griff das Team in die Trickkiste. So trug Gottschalk bei beiden Gesprächen dasselbe Outfit, obwohl sie an unterschiedlichen Tagen stattfanden. So ganz klappte es allerdings nicht, denn die Schreibtische, an denen Gottschalk während der Interviews sitzt, sind zwei verschiedene: einer ist aus Aluminium, der andere aus hellem Holz.

Die Zuschauer der Sendung kamen allerdings schnell hinter die Tricks der ARD und hinterließen bei Facebook Kommentare, die die tatsächliche Aktualität von "Gottschalk Live" anzweifelten. "Meedia.de" gegenüber sagte die Redaktion der Show nun, dass die Sendung auch in Zukunft aufgezeichnet werden solle, um die Qualität und das Timing zu verbessern. Bei "Gottschalk Live" ist der Name wohl nicht Programm.