Lizenz zum Töten, Dr. No & Co.: Das sind die ikonischsten James-Bond-Filme

Timothy Dalton schlüpfte zwar nur zweimal in die Rolle des Agenten James Bond, doch beide Filme wurden zu Kult-Streifen. Anlässlich seines 75. Geburtstags am 21. März werfen wir einen Blick auf die ikonischsten Bond-Filme seit der Premiere 1962. © spot on news

In "Der Hauch des Todes" durfte Dalton 1987 erstmals als James Bond überzeugen. Sein Auftrag: die Agentin und Cellistin Kara Milovy töten. Er entscheidet sich für einen Streifschuss und lässt sie so "den Hauch des Todes" spüren.
1989 schlüpfte Dalton in "Lizenz zum Töten" ein weiteres Mal in die Rolle von James Bond. Bis heute ist der Film ein Klassiker – und einer der erfolgreichsten Bond-Filme. Leider entschied sich der Schauspieler danach, 007 den Rücken zu kehren – zum Bedauern der Produzenten, denn seine Bond-Interpretation wurde von vielen Kritikern und Lesern der James-Bond-Romane als dem Charakter der Buchvorlagen am nächsten eingestuft.
Dieser James-Bond-Film ist allein schon deshalb ikonisch, weil es der erste der 007-Reihe ist. "James Bond – 007 jagt Dr. No" kam 1962 raus und sorgte mit jeder Menge Action (für damalige Verhältnisse) für frischen Wind im Kinosaal. Sean Connery (hier mit John Kitzmiller als Quarrel) gelang mit dieser Rolle der internationale Durchbruch.
In "Liebesgrüße aus Moskau" (1963) plant die Verbrecherorganisation PHANTOM (im englischsprachigen Original S.P.E.C.T.R.E., Special Executive for Counter Intelligence, Terrorism, Revenge, Extortion), während des Kalten Krieges beide Seiten gegeneinander auszuspielen. Ein damals brandaktuelles Thema, das Sean Connery als 007 und Daniela Bianchi als seine russische Gespielin mit Bravour umgesetzt haben.
Zweifellos eine Ikone unter den James Bond-Filmen ist "Goldfinger" aus dem Jahr 1964. Darin jagt Sean Connery als Agent 007 den exzentrischen Milliardär Auric Goldfinger (Gert Fröbe). Seine Affäre Jill Masterson, gespielt von Shirley Eaton, muss dabei ihr Leben lassen – erstickt, weil Goldfinger sie mit goldener Farbe bemalen ließ.
Auch "Feuerball" aus dem Jahr 1965 ist bis heute in Erinnerung geblieben. Mit einem Einspielergebnis von 140 Millionen US-Dollar wurde "Feuerball" 1965 zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.
In "Man lebt nur zweimal" lässt es sich Sean Connery alias James Bond 1967 zunächst in Japan gutgehen, nachdem er seinen Tod vorgetäuscht hat. Doch es dauert nicht lange, bis er erneut die Welt vor einem Atomkrieg retten muss.
Sean Connery 1971 in "Diamantenfieber" zu sehen, ist insofern ikonisch, weil er die Rolle zuvor eigentlich an George Lazenby weitergegeben hatte. Doch als der sich als Fehlbesetzung entpuppte, bettelte die Produktionsfirma United Artists Connery förmlich an, zurückzukommen. Für damals rekordverdächtige 1,25 Millionen US-Dollar, einer Beteiligung von 12,5 Prozent am Einspielergebnis und 10.000 Dollar extra pro über die geplante Drehzeit hinaus gehende Woche, sagte er schließlich zu.
Sir Roger Moore und Gloria Hendry kämpfen in "Leben und sterben lassen" (1973) erst gegeneinander und dann miteinander, um dem karibischen Diplomaten Dr. Kananga das Handwerk zu legen. Natürlich nicht, ohne in der Kiste zu landen.
Dass Bösewichte James Bond nach dem Leben trachten, ist nichts Neues, doch die goldene Kugel des Auftragskillers Scaramanga besorgt den MI6 dann doch. Aber Bond wäre nicht Bond, wenn er "den Mann mit dem goldenen Colt" (1974) nicht aufhalten könnte - und die einstige Verbündete des Feindes, Andrea Anders (Maud Adams), auf seine (Bett-)Seite ziehen würde.
In "Der Spion, der mich liebte" (1977) hatte Sir Roger Moore als 007 nichts zu lachen, denn er musste es mit dem Beißer aufnehmen! 2,18 Meter war Schauspieler Richard Kiel groß und damit die ideale Besetzung für einen furchteinflößenden Handlanger. Er spielte den Beißer so gut, dass er im nächsten Bond-Film "Moonraker" gleich erneut besetzt wurde.
1979 musste Sir Roger Moore nicht nur Schlangen bezwingen, sondern auch ins Weltall fliegen, um die Welt vor dem Untergang durch den Bösewicht Drax zu bewahren. "Moonraker - Streng geheim" setzte damit einmal mehr neue Maßstäbe und darf deswegen auch hier natürlich nicht fehlen.
"In tödlicher Mission" ist 1981 insofern ikonisch, als dass der Film mit Bonds Grabbesuch bei seiner zuvor ermordeten Frau Teresa "Tracy" beginnt. Ja, richtig gehört, James Bond war mal verheiratet. Natürlich musste ihr Mörder Blofeld dafür mit seinem Leben bezahlen - und Bond mit seinem Herzen.
Zum Clown machte sich James Bond aka Sir Roger Moore wortwörtlich in "Octopussy" (1983). Das damals brandaktuelle Thema des mittlerweile 13. Bond-Films: Wettrüsten zwischen Ost und West.
In seinem letzten Bond-Film "Im Angesicht des Todes" (1985) kämpft Sir Roger Moore gegen den französischen Großindustriellen Max Zorin, der mit Hilfe des KGB und unter dem Deckmantel einer Pferdezucht den Mikrochip-Weltmarkt unter seine Kontrolle bringen will – natürlich ohne Erfolg.
1995 erschien nach sechs Jahren Pause mit "GoldenEye" nicht nur ein neuer Bond-Film, sondern mit Pierce Brosnan (hier mit Sean Bean) auch ein neuer 007. Brosnan übernahm das Zepter von Timothy Dalton – und konnte überzeugen. Der gleichnamige Titel-Song von Tina Turner war maßgeblich am Erfolg des 17. Bond-Streifens beteiligt.
Die mediale Weltherrschaft, das ist das Ziel von Bösewicht Elliot Carver in "Der Morgen stirbt nie" (1997). Blöd nur, dass er dies mithilfe eines angezettelten Krieges zwischen China und dem Vereinigten Königreich erreichen will. Für James Bond (Pierce Brosnan) Grund genug, dem Störenfried das Handwerk zu legen.
Wahrlich ikonisch ist neben Pierce Brosnan als James Bond übrigens auch Desmond Llewelyn als Q. Er ist es, der 007 stets mit dem richtigen Equipment versorgt. So auch 1999 in "Die Welt ist nicht genug", dem dritten Bond-Streifen mit Brosnan in der Hauptrolle.
"Stirb an einem anderen Tag" aus dem Jahr 2002 ist der letzte 007-Streifen mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle. Zudem holte man mit Madonna und Halle Berry gleich zwei weitere Mega-Stars an Bord. Während Madonna eine kleine Gastrolle als Fechtlehrerin erhielt und den gleichnamigen Titel-Song singen durfte, übernahm Halle Berry das heiße Bond-Girl.
Auch wenn Daniel Craig viel Spott für seine Fahrkünste und den Umgang mit einer Gangschaltung einstecken musste, bleiben zwei 007-Filme mit ihm in bester Erinnerung: In "Casino Royale" (2006) hatte er seinen ersten Auftritt und kam um einiges härter und brutaler daher als seine Vorgänger. Ob er seinen Martini geschüttelt oder gerührt nimmt? "Seh ich aus, als ob mich das interessiert?"