Karlheinz Reher, der älteste Kandidat in der Geschichte von "Wer wird Millionär?", setzte am Montagabend mit viel Charme und Sympathie seine Zocker-Runde fort. Erst bei der 500.000-Euro-Frage konnte auch der letzte Joker nicht mehr weiterhelfen. Ausnahmsweise durfte der neugierige Rentner einen Blick auf die 1-Million-Euro-Frage werfen.

"Wessen autobiografische Berichte sind unter dem Titel 'Il Millione' in die Literaturgeschichte eingegangen? A: Giuseppe Verdi, B: Marco Polo (richtige Antwort), C: Leonardo da Vinci, D: Enzo Ferrari" - das wäre die 1-Million-Euro-Frage in der gestrigen Ausgabe von "Wer wird Millionär?" gewesen. Obwohl Kandidat Karlheinz Reher bereits vor der 500.000-Euro-Frage ausgestiegen war, durfte er einen Blick auf die letzte Frage erhaschen. "Das machen wir eigentlich nie, aber jetzt machen wir es mal", entscheidet Günther Jauch. Dass Reher die Antwort auf diese Frage nicht wusste, beruhigte das Gewissen von Jauchs ältestem Kandidaten. In der vergangenen Woche schaffte es Karlheinz Reher mit seinen 86 Jahren auf den Ratestuhl - am gestrigen Montagabend ging es dann in die zweite Runde.

Bei "Wer wird Millionär?" schafft es ein 86-Jähriger auf den Ratestuhl.

Trotz seines Alters von 86 Jahren - nach eigenen Aussagen liegt sein gefühltes Alter aber höchstens bei Ende 60, Anfang 70 - ist der ehemalige Journalist um keinen flotten Spruch verlegen. Selbst als sein Telefonjoker stumm blieb, sieht es Reher positiv: "Er war keine Riesen-Hilfe, aber er hat sich Mühe gegeben."

Erst bei der 500.000-Euro-Frage wusste der Pensionär nicht weiter: "Nach einer allgemeinen Definition beginnt hinter der 'Kármán-Linie'...? A: der Sommer, B: die Tiefsee, C: der Weltraum (richtige Antwort), D: die Zukunft". Der Zusatz-Joker war noch übrig - doch leider war auch das Publikum vollkommen ratlos: "Nun geben Sie sich doch mal Mühe bitte!", motiviert der 86-Jährige die Zuschauer. Eine Jura-Studentin traute sich, schüttelte aber gleichzeitig den Kopf und äußert lediglich ihr Bauchgefühl zu einer falschen Antwort. Reher bleibt vernünftig: "Es wäre unverantwortlich hier zu zocken." Diese Meinung teilte auch seine Frau, die im Hintergrund besorgt den Kopf schüttelte.

Auch wenn es mit der Million letztlich nicht geklappt hat, darf er sich über die Gewinnsumme von 125.000 Euro freuen. Mit dem erspielten Geld hat der 86-Jährige aber nur Bescheidenes vor: Mit seiner Frau möchte er eine Reise auf dem Postschiff der Hurtigruten unternehmen und seine Regenrinne reparieren. Der Rest wird angelegt, gespendet und die Kinder bekommen noch ein bisschen was ab.